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Das Bundesland Baden-Württemberg warnt vor Telefonbetrügern – Missbrauch der Verbraucherzentrale

Im Bundesland Baden-Württemberg warnt die Verbraucherzentrale vor Schwindlern, die sich als angebliche Verbraucherschützer ausgeben. Und die Betroffenen dann für ihre Dienstleistungen zur Kasse beten.

Ein Artikel der Deutsche MittelstandsNachrichten macht auf eben diesen Fall in Baden-Württemberg aufmerksam. Laut Angaben sollen die Telefonbetrüger mit folgender Masche vorgehen. Die Schwindler suchen sich für ihre unerwünschten Anrufe ein zufälliges Opfer aus. Und dann klingelt das Telefon. Jetzt können die Opfer nicht etwa persönlich mit den ungebetenen Anrufern sprechen, sondern werden per automatische Band-Ansage dazu aufgefordert die angezeigte Rufnummer wegen noch offener Forderungen zurückzurufen. Die aufgelisteten Telefonnummern gehören zur Region Stuttgart. Wird dann zurückgerufen geben sich die Betrüger am anderen Ende als Mitarbeiter der Verbraucherschutz-Zentrale aus. Mittels Namenklau wird den Angerufenen Seriosität vorgetäuscht. Auf diesem Wege soll das Vertrauen der Menschen gewonnen werden, damit diese dann schneller bereit sind zu zahlen. So könnten folgende auf tellows bewertete Nummern im Zusammenhang mit diesen betrügerischen Vorfällen stehen.
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Telefonische Kundenbefragungen nur noch durch ausdrückliche Einwilligung möglich

Am 21.08.2013 fand man in allen Tageszeitungen die gleiche Meldung. Egal ob im Stern, Focus Online oder in regionalen Zeitungen alle berichteten über ein Thema:

Telefonische Kundenbefragungen sind nur noch mit ausdrücklicher Einwilligung des Kunden selbst zulässig.

Das entschied das Oberlandesgericht Köln (Az.: 6 U 222/12), denn auch telefonische Kundenbefragungen über die Zufriedenheit mit den Leistungen eines Anbieters sind Werbeanrufe.
Das Urteil besagt, dass ein Kunde in die telefonische Befragung eines Anbieters einwilligen muss, erst dann ist diese erlaubt. Zurück zu führen ist das Urteil auf eine Klage der Verbraucherzentrale des Bundesverbandes (vzbv). Auch gilt das Urteil in Fällen bei denen es sich ausschließlich um eine Kundenreklamation handelt. Diese Informationen ließen sich aus einem Artikel des Focus – Online Magazins herausfiltern.

Wie es zum Urteil kam!?

Ein Kunde soll seinem Telefonanbieter gemeldet, dass sein Anschluss gestört sei und es zu Komplikationen und Fehlern kam. Nach dem das Problem gelöst war und alle Mängel beseitigt wurden, erhielt der Kunde daraufhin eine Woche später einen Anruf einer Firma, die ihm im Auftrag seines Telefonanbieters über seine Zufriedenheit mit den Leistungen befragen wollte.
Gegen dieses Vorgehen legte der Kunde laut Focus – Online Artikel Klage ein. Obwohl das Unternehmen gegen diese Klage Revision beim Bundesgerichtshof (Az.: I ZR 93/13) eingelegt hat, gewann der Kunde diese offensichtlich erfolgreich. Denn die Richter des Oberlandesgerichts Köln schlossen sich der Auffassung der Verbraucherzentrale an. Auf Grund der Beweislage des Bonner Landgerichts stehe fest, dass der Anruf der Firma nicht dazu dienen sollte um heraus zu finden, ob der Anschluss wieder fehlerfrei funktionierte. Sondern der Kunde sollte zu der Zufriedenheit mit den Serviceleistungen des Anbieters befragt werden. Der anonyme Kunde ist der Meinung:

Solche Anrufe hätten Werbecharakter!

Auf Grund dessen wurde nun endgültig beschlossen:

Fehlt die ausdrückliche Einwilligung des Kunden, stellen solche Anrufe eine unzumutbare Belästigung dar.

So hat sich wiedermal herausgestellt, dass das selbstständige Handeln der Verbraucher oder auch die Weiterleitung solcher Fälle an die Verbraucherzentrale nicht schaden kann und man sich also als Verbraucher doch gegen Belästigungen am Telefon wehren kann.
Auch das diesjährig am 27. Juni 2013 durch den Bundestag verabschiedete „Anti – Abzocke – Gesetz“ hilft Verbraucher zu schützen. In diesem Gesetz zu „unseriösen Geschäftspraktiken“ wurden einige Änderungen beschlossen.
Unter anderem bei diesen Themen:

1. Überzogene Anwaltsgebühren für Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen:

  • Begrenzung der Betraäge bei der ersten Abmahnung auf 155,30 Euro
  • genaue Aufschlüsselung darüber, wofür Abmahnzahlungen gefoedert werden
  • Abschaffung des „fliegenden Gerichtsstandes“ – Klage muss am Wohnsitz des Verbrauchers erfolgen

2. Unberechtigte und überhöhte Inkassoforderungen (Infopflichten)

  • ab Mitte 2014 wird veranlagt, dass Inkassofirmen nicht nur den Auftraggeber, sondern auch den Grund der Forderung nennen müssen
  • Verbraucher sollen das Recht haben den ursprünglichen Vertragspartner der Forderung zu kennen (Zwecks Forderungsabtretung)
  • es wird eine strenge Aufsicht und eine höhere Bußgeld – Obergrenze für unseriöse Unternehmen geben

3. Telefonwerbung und telefonische Gewinnspiele

  • Schutz vor Gewinnspielabzocke. Verbraucher müssen rechtlich wirksame Verträge zukünftig in Schriftformabschließen,damit diese gültig sind
  • Bußgelderhöhung für unerlaubte Telefonwerbung erhöht sich auf bis zu 300.000 Euro
  • Achtung liebe Verbraucher! In den Bereichen (Energie, Telefonverträge) ist es nach wie vor nocht erforderlich, dass ein telefonisch abgeschlossener Vertrag in Schriftform bestätigt werden muss

Also liebe tellows – Freunde seit auf der Hut. In dem Artikel in unserem Blog findet ihr ähnliche interessante Informationen zu diesem Thema.

Quellen:

Aktion „Telefonwerbung und untergeschobene Verträge“

In einer Gemeinschaftsaktion im Rahmen des Projektes Wirtschaftlicher Verbraucherschutz haben die Verbraucherzentralen der Länder Beschwerden von Verbrauchern, die Werbeanrufe erhalten haben, gesammelt und evaluiert. Die Befragung zur Aktion „Telefonwerbung und untergeschobene Verträge“ wurde von Juni bis September des vergangenen Jahres durchgeführt. Insgesamt konnten 8.892 detaillierte Antworten zusammengetragen und ausgewertet werden.

Anlass zu dieser Aktion ist die Tatsache, dass das Telefonwerbegesetz 2009 zwar bereits entscheidend verändert wurde, aber laut Verbraucherschützern dennoch eine Verschärfung der Gesetzes notwendig sei. Immer noch erhalten zu viele Verbraucher Werbeanrufe, ohne diese vorher eingewilligt zu haben.
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Künftig kostenlose Warteschleifen

Fast jeder kennt es – man ruft eine Service-Hotline an und steckt minutenlang in der Warteschleife. Neben der kostbaren Zeit, die man vergeudet, sind zudem die minütlich anfallenden Gebühren mehr als ärgerlich. Für Verbraucher ist das die reinste Abzocke. Ab 1. Juni 2013 wird sich das ändern. Von da an sind nur noch kostenlose Warteschleifen erlaubt.

Des einen Glück – in diesem Fall das Glück des Verbrauchers – ist des anderen Leid. Unternehmen können die 0180er-Nummern aus technischen Gründen nicht einfach umstellen, um den neuen gesetzlichen Vorgaben nachzukommen. Die Service-Telefonnummern müssen geändert werden, wodurch auf Unternehmensseite wohl Kosten in Millionenhöhe anfallen. Es wurde daher gefordert, dass gezielt Zeiten abgerechnet werden, in denen der Kunde auch den Service in Anspruch nimmt und beraten wird.
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Das Telefonwerbegesetz – quo vadis?

Das Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung und zur Verbesserung des Verbraucherschutzes bei besonderen Vertriebsformen, auch kurz als Telefonwerbegesetz bezeichnet, trat am 24.04.2009 in Kraft und steht seitdem für einen besseren Verbraucherschutz vor unerwünschten Werbeanrufen.

Es sieht unter anderem Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro bei unerlaubter Telefonwerbung sowie bis zu 10.000 Euro für das Verschleiern der Identität, sprich dem Unterdrücken der Telefonnummer, vor. Außerdem gibt es nun detailliertere Regelungen, wann denn ein Werbeanruf überhaupt zulässig sei. Der Angerufene muss vorher ausdrücklich erklärt haben, Werbeanrufe erhalten zu wollen. Darüber hinaus gilt bei telefonisch abgeschlossenen Verträgen ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Längerfristige Verträge, wie etwa ein Wechsel der Telefongesellschaft oder des Stromanbieters, bekommen erst nach schriftlicher Bestätigung des Kunden Gültigkeit. Mithilfe des Widerrufsrechts sollen Verbraucher beispielsweise besser vor untergeschobenen Verträgen geschützt werden. Hierzu zählen auch die Abonnements betrügerischer Anbieter, die Kosten nur versteckt oder gar nicht angeben, und immer wieder versuchen, Nutzer in die Abofallen zu locken.
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Telefon-Abzocke mit teurer Billigvorwahl

Der Anbieter der Billigvorwahl 010040 hat Minutenpreise von weniger als 2 Cent auf 1,99 Euro angehoben und somit etwa verhunderfacht. Die drastische Erhöhung fand ohne jegliche Ankündigung statt. Damit nehmen die Ausmaße einer Telefonabzocke durch Tarifänderungen bei vermeintlichen Billigvorwahlen neue Dimensionen an.

Die Call-by-Call-Nummer 010040 wurde ehemals von Mox Telecom betrieben und ist unter den Nutzern als günstige Nummer bekannt. Die bis dahin zufriedenen Kunden nutzten diese auch nach dem Verkauf des Unternehmens im Dezember 2011 weiter. Der neue Betreiber gab über einen längeren Zeitraum keine neuen Tarifinformationen bekannt und äußerte sich hierzu auch nicht in entsprechenden Vergleichsportalen.
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Die Verbraucherzentrale wird für Telefon-Abzock-Anrufe missbraucht

Vorsicht: Anrufer geben sich als Mitarbeiter der Verbraucherzentrale aus

Im Zuge einer recht neuen Abzockmethode wird der gute Name der Verbraucherzentrale Bayern missbraucht. Dabei geben sich Betrüger am Telefon als Mitarbeiter ebendieser aus und behaupten, dass ihr kürzlich in eine Gewinnspielfalle getappt seid. Das klingt zunächst einmal besorgniserregend. Und da ist man eigentlich froh, wenn sich ein freundlicher Mitarbeiter der Verbraucherzentrale meldet und aus der Misere helfen möchte. Und genau dafür benötigt der dann eure Bankverbindung. Und wenn ihr diese herausgebt, seid ihr bereits in die Falle getappt.
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Verbraucherabzocken 2011 – die Verbraucherzentrale NRW zieht Bilanz

An Ideen hat es den Betrügern und Abzocker auch im Jahr 2011 nicht gemangelt: Die Maschen reichten von der Anpreisung eines Autogewinns, eines Tankgutscheins, eines Stromvertrags oder eines attraktiven kostenlosen Abos bis hin zu Angeboten für Kaffeefahrten. Die Verbraucherzentrale NRW zieht Bilanz des Jahres 2011:

Werbeanrufe? Die sind doch verboten

Man möchte es aufgrund der Masse an Werbecalls kaum glauben: Aber derartige Werbeanrufe sind tatsächlich verboten! Und trotzdem versuchen es Abzocker immer wieder. Die Gründe sind einfach: Die Masche geht oft auf, und wenn der Abzocker aus dem Ausland agiert, kommt man als Geschädigter nur schlecht an die Betrüger ran. Und wenn man Geld überwiesen hat, ist dieses ohnehin so gut wie verloren. Top-Abzockskandal des Jahres 2011 war sicherlich die Betrugsmasche aus Istanbul, wo man einen brandneuen Mercedes im Wert von mehreren Zehntausend Euro als Gewinn versprochen hat. Zum Erhalt müsse man Geld vorab überweisen – einige Hundert Euro an Steuern und Überstellungsgebühren. Wer das tat, war sein Geld los – und der Abzocker um Einiges reicher. Abzocken mit Magazin-Abos wurden ebenfalls von vielen Geschädigten beklagt. Hier wurde unter anderem wie folgt vorgegangen: Abzocker rufen an und behaupten, dass gegen euch eine Forderung in Höhe von mehreren Hundert Euro vorliegt. Die Summe habe sich binnen der letzten Monate oder Jahre angesammelt, da ihr an einem Gewinnspiel teilgenommen haben sollt – irgendwo im Web. Das Angebot des Abzockers: Entweder ihr zahlt, oder ihr schließt ein Abo einer Zeitung ab. Nahrungsmittel- und Medikament-Proben wurden ebenfalls reichlich angeboten und auch angenommen, wonach allerdings ein teures Abo folgte.
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Betrüger geben sich als Anwälte der Verbraucherzentrale aus

Die Vorgehensweise

Offenbar geben sich Abzocker des Öfteren als Rechtsanwälte aus. Diese handeln eigenen Abgaben zufolge im Auftrag der Verbraucherzentrale. In einem konkreten Fall hat sich ein Anrufer als Anwalt der Verbraucherzentrale München ausgegeben und behauptet, dass er für das Amtsgericht München eine offene Forderung eintreiben muss. Zumindest versuchte es der Abzocker so bei einem Ehepaar aus Baden-Württemberg. Dieser sagte, dass das Ehepaar mit Zahlungen im Rückstand sei. Das Gericht habe nun vergeblich versucht, die beiden zu erreichen. Aus diesem Grund sei vonseiten des Gerichts die Verbraucherzentrale eingeschaltet worden.
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Neue Abzockmasche von dubiosem Inkassounternehmen „NTT Telco“

Verbraucherschützer warnen

Viele Personen beklagen sich in letzter Zeit über Mahnungen des Unternehmens „NTT Telco Forderungen und Inkasso Deutschland“. Diesen wird unterstellt, dass sie telefonisch einen Vertrag abgeschlossen und dadurch am Gewinnspieleintragungsdienst „Winfinder der Marketing & Project Service Inc.“ teilgenommen haben. Das Unternehmen versucht 170 Euro einzufordern, wobei der Betrag mittels Online-Banking auf ein Postbank-Konto der „Compresent Erfurt GmbH“ überwiesen werden soll. Die Forderung ist allerdings völlig ungerechtfertigt – zumindest haben die Personen, die sich beschwert haben, noch nie etwas von diesen Diensten gehört und an keinerlei Abo oder Gewinnspiel teilgenommen.
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