Betrüger geben sich als Anwälte der Verbraucherzentrale aus

Die Vorgehensweise

Offenbar geben sich Abzocker des Öfteren als Rechtsanwälte aus. Diese handeln eigenen Abgaben zufolge im Auftrag der Verbraucherzentrale. In einem konkreten Fall hat sich ein Anrufer als Anwalt der Verbraucherzentrale München ausgegeben und behauptet, dass er für das Amtsgericht München eine offene Forderung eintreiben muss. Zumindest versuchte es der Abzocker so bei einem Ehepaar aus Baden-Württemberg. Dieser sagte, dass das Ehepaar mit Zahlungen im Rückstand sei. Das Gericht habe nun vergeblich versucht, die beiden zu erreichen. Aus diesem Grund sei vonseiten des Gerichts die Verbraucherzentrale eingeschaltet worden.

Alternative Abzockmethode

Eine sehr ähnliche Variante hat eine Person aus Hessen beschrieben. Dabei erhielt auch sie einen Anruf von einer Person, der sich als Mitarbeiter des Verwaltungsgerichts München ausgab und auf diesem Weg versucht hat, Geld abzuzocken. Hier war die Rede von einem Inkassoverfahren, das nun im Auftrag des zuständigen Gerichts durchgeführt werden müsse. Auch hier handelte es sich demnach um einen Betrüger, der ausschließlich Geld abzocken wollte – unter Angabe falscher Tatsachen und einer falschen Identität.

Keine Forderung per Telefon

Gerichte und seriöse Inkassobüros werden euch stets schriftlich Unterlagen zukommen lassen, wenn es um die Vollstreckung oder Eintreibung einer offenen Forderung geht. Das Verwaltungsgericht verfügt die Vollstreckung erst dann, wenn im Vorfeld ein Vollstreckungsbescheid oder ein Urteil erlassen wurde – schriftlich. Erst hiernach wird der zuständige Gerichtsvollzieher tätig, der sich aber in jedem Fall ausweisen kann und niemals am Telefon nach Bankverbindungen oder sonstigen empfindlichen Daten fragen wird. Darüber hinaus betreiben Gerichte keine Inkassoverfahren! Sie werden niemals ein Inkassobüro geschweige denn die Verbraucherzentrale anweisen, Geld einzutreiben oder in irgendeiner Form anzumahnen. Falls ihr einen solchen Anruf erhaltet, solltet ihr sofort auflegen beziehungsweise darauf verweisen, dass ihr alles schriftlich wollt. Gebt keinesfalls Daten heraus – auch nicht eure Anschrift.

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