300.000€ Bußgeld wegen unerlaubten Telefonanrufen


Die Bundesnetzagentur verhing heute eine Geldstrafe von 300.000€ an das Energieoptimierungsunternehmen Energy2day GmbH. Das Unternehmen führte laut Pressemeldung der Bundesnetzagentur unerlaubte Werbeanrufe durch und gab sich als lokaler Energieversorger aus. Damit sollten die Angerufenen zu einem Vertragswechsel durch günstigere Anbieter bewegt werden.

Aufgrund einer hohen Anzahl an Beschwerden bei der Bundesnetzagentur konnte diese aktiv gegen die Betreiber vorgehen und ermittelte, dass die Cold Calls von verschiedensten Subunternehmen erfolgten. Sowohl aus Deutschland als auch aus dem Ausland wurden Vertriebspartner für die Anrufe ausfindig gemacht. Auch Konkurrenten des Energiemarktes wurden bereits auf diese Masche aufmerksam und leiteten rechtliche Schritte ein.

Die Bundesnetzagentur ist bei ausländischen Nummern oft machtlos, besonders wenn verschleierte Nummern zum Einsatz kommen. Dennoch ist es wichtig proaktiv gegen die Cold Calls vorzugehen und die Nummern bei der Bundesnetzagentur zu melden, um über die Masse an unerwünschten Anrufen aufmerksam zu machen.

Im Übrigen hat die Anzahl an Meldungen von unerwünschten Anrufen bei der Bundesnetzagentur drastisch zugenommen. Im Juli 2017 wurde das Vorjahresniveau an Beschwerden fast erreicht. Über 26.000 Meldungen registrierte die Bundesnetzagentur in den ersten sieben Monaten von 2017. Auch wenn zunehmend höhere Strafen und eine strengere Regelung des Gesetzes gefordert werden, nehmen die Taktiken und der Umfang der Werbeanrufe weiterhin zu.

Ob das Unternehmen gegen das Bußgeld Einspruch erhebt, bleibt noch offen. Fest steht, dass dies eines der bisher höchsten Bußgelder darstellt, die die Bundesnetzagentur verhängt hat.

Wir hoffen natürlich, dass diese Strafe andere Unternehmen abschreckt. Die Erfahrung zeigt jedoch auch, dass aus den Fehlern des einen Unternehmens ein anderes lernt und seine Vorgehensweise weiter verändert, um mit den Cold Calls fortzufahren.

Quellen: www.welt.de und www.golem.de

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