Telefonabzocke: Wenn Betrüger gezielt auf die Suche nach handlungseingeschränkten Personen gehen


Abzocke eines Behinderten

Tellows hat von einer besonders perfiden Abzocke erfahren, bei der eine geistig behinderte Person über Jahre hinweg um mehrere Zehntausend Euro betrogen wurde. Offenbar haben sich Betrüger in diesem Fall die Gebrechen des Geschädigten zunutze gemacht, der mit den Callcenteranrufen schlichtweg überfordert war und nach Ansicht des Vaters nicht recht verstand, worum es ging. Alles begann mit Gewinnspielanrufen, in denen die Person gefragt wurde, ob sie nicht an einem Preisausschreiben mitmachen wolle. Mit dem Versprechen von tollen und hohen Gewinnen wurden persönliche Daten ergaunert – unter anderem die Bankverbindung des Opfers, von der dann immer wieder Geld abgebucht wurde.

Wenn ein „Ja“ für einen Vertragsabschluss ausreicht

Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, musste der Geschädigte telefonisch einfach mit einem „Ja“ zustimmen. Und hier solltet ihr besonders aufpassen, denn das reicht in vielen Fällen bereits aus, um euch einen Vertragsabschluss anzuhängen. So war es auch in diesem Fall. Wenn ihr einen solchen Anruf erhaltet und ihr der Meinung seid, dass es sich um ein zweifelhaftes Angebot handelt, solltet ihr mit eurer Wortwahl sehr vorsichtig sein. Denn vielleicht liegt dem Anrufer aus ominöser Quelle schon eure Bankverbindung vor, sodass diesem ein einfaches „Ja“ eurerseits ausreicht, um eure Zustimmung auf Band zu haben.

Kontoauszüge prüfen

Anscheinend gibt es eine Art von illegalem Datenmarkt, auf dem mit persönlichen Informationen schamlos gehandelt wird. Wie diese Daten ergaunert werden, ist nicht ganz bekannt. Es scheint aber eine Vielzahl windiger Anbieter zu geben, die Daten ohne die Zustimmung des Benutzers verkaufen – zum Beispiel an eben solche Gewinnspielanbieter oder sonstige Abzocker. Vielen Betrügern reicht eure Bankverbindung schon aus, um euch in die Falle zu locken. Dabei handelt es sich oftmals um organisierte Gruppen, die auch aus dem Ausland agieren und dementsprechend für hiesige Behörden schwerer greifbar sind. So kann es vorkommen, dass Betrüger von mehreren Konten immer recht kleine Summen – zum Beispiel 5 Euro – abbuchen. Und diese haben damit recht häufig Erfolg, da viele Personen ihre Kontoauszüge nicht regelmäßig prüfen und gerade bei kleinen Summen nicht unbedingt skeptisch werden. Ihr solltet also in jedem Fall eure Wortwahl bei suspekten Telefonaten im Blick haben, sparsam mit euren Daten umgehen und in jedem Fall regelmäßig eure Kontoauszüge sowie Telefonrechnungen im Detail prüfen.

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