Betrüger geben sich als Mitarbeiter des Stuttgarter Amtsgerichts aus

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Liebe tellows Freunde,

aktuell warnt das Amtsgericht Stuttgart auf seiner Website vor betrügerischen Anrufen, die etwas von falschen Forderungen und Mahnungen, die die Angerufenen offiziell noch nicht bezahlt hätten, erzählen. Bei dem Amtsgereicht möchte man natürlich nicht gleich auflegen, doch schon ein paar Sekunden hier zu lange hingehört, und schon verliert ihr sehr viel Geld. Wie die Betrüger das anstellen und wie ihr euch davor schützen könnt, verraten wir euch hier.
Jeder kennt die Masche mit den Betrügern, die sich als Polizisten ausgeben, um die Menschen so um ihr Geld zu bringen. Sie rufen zum Beispiel als Kommissare an und überzeugen die Angerufenen davon, ihre Wertgegenstände an „sichere“ Orte zu bringen, da man befürchte, sie würden sonst bald ausgeraubt werden. Zu viele lassen sich noch immer täuschen, aber die Masche wird langsam alt. Ein Upgrade muss her.

Vom Polizeibeamten zum Gerichtsbeamten

Seit neustem behaupten immer häufiger Betrüger, sie seien Mitarbeiter eines Amtsgerichts. Die angezeigten Nummern auf dem Display sind entweder nichtexistierende Nummern oder es wird sogar die offizielle Nummer des Amtsgerichts angezeigt. Diese Methode des „Vorgeben-zu-sein“s wird Call-ID-Spoofing genannt. Am anderen Ende der Leitung läuft meist eine Bandaufsage. Der Angerufene habe angeblich noch offene Mahnungen vor Gericht. Er wird vor die Wahl gestellt. Drücke er die 1 oder 2, so erhält er weitere Auskünfte zu unterschiedlichen Zahlungsmöglichkeiten.

Und damit haben sie euch schon. Denn sobald ihr die 1 oder die 2 drückt, werdet ihr in eine kostenpflichtige Warteschleife geleitet, die hohe Summen verlangen.

Auch bei tellows ist dieser Trick schon mehrfach aufgefallen und einige Nutzer haben ihre Erfahrungen mit uns geteilt:

„Android“ bei der Nummer 0711568823649:

„Eine Computerstimme sagt das ein Pfändungsverfahren läuft und man soll die 1 drücken um sich außergerichtlich zu einigen oder die 2 für Informationen. In beiden Fällen wird man zu einer Kostenpflichten Warteschleife geleitet.“

Ebenfalls unter dieser Nummer schrieb „Havoc“:

Auch bei mir wurde angerufen, ich solle die Summe an eine Bank in Italien überweißen… hahaha! Nicht drauf eingehen!!! Und Nummer sofort Sperren!!!!!

Aber wie kann man sich schützen?

Auf der Startseite der Website des Amtsgericht Stuttgart wird bereits offen vor solchen Anrufen gewarnt, in der Hoffnung manche lesen die Information bevor es zu spät ist. Die Masche ist also schon bekannt, und wer Opfer eines solchen Tricks werden sollte, der geht am besten direkt zur Polizei und erstattet Anzeige.

Vorbereitend ist es aber auch gut zu wissen, dass Forderungen und Mahnungen von Gerichten oder anderen öffentlichen Institutionen wie Polizeistellen, aber auch Banken niemals am Telefon eingefordert werden. Die werden immer auf dem Postweg versendet!

Wenn ihr also doch einmal mit dem Vorwand von offenen Mahnungen angerufen werdet, dann gebt den Betrügern gar nicht erst die Chance. Legt direkt auf und lasst euch auf gar keinen Fall weiterleiten – hier verstecken sich die hohen Kosten!

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