Fax-Spam: zu viele unerwünschte Faxwerbungen?

Obwohl Faxgeräte heutzutage selten verwendet werden, bevorzugen einige Leute noch das Faxgerät als Kommunikationsform aufgrund seiner hohen Rechtssicherheit. Mit einem Faxgerät können Unternehmen und Selbständige Dokumente ohne Umweg direkt versenden. Als Faxgerätbesitzer kann man den Erhalt eines Faxes schwer steuern. Dadurch ist es möglich, sowohl tags als auch und nachts viele nervige Werbefaxe zu erhalten. Es stellt sich die Fragen, ob diese Faxwerbung überhaupt erlaubt ist und was man dagegen tun kann.

In unserer Community berichteten bereits einige tellows Freunde über nervigen Fax-Spam. Viele sind sich jedoch nicht sicher, was sie dagegen tun können und gegen welche gesetzliche Regelungen der Sender verstößt. Aus diesem Grund möchten wir euch in diesem Artikel einige Informationen über Fax-Spam geben.

Was ist ein Fax-Spam?

Ein Fax-Spam ist eine Form des Direktvertriebs, der direkt vom Unternehmen an den Endverbraucher per Faxgerät erfolgt. Ein Fax-Spam ist jedoch von einer normalen Faxwerbung zu unterscheiden. Obwohl beide Formen Marketingsziele haben, ein Fax-Spam ist in der Regel unerwünschte bzw. unverlangte Werbung, die besonders wegen des Verbrauchs von Toner und Papier extrem störend ist. Ein Fax-Spam kann in verschiedene Forme kommen, z.B. als ein Angebot von Produkten und Dienstleistungen, Abonnenten, Partnerschaften, usw.

Ist Fax-Spam zulässig?

Die Zusendung von Faxwerbungen ist nur erlaubt, wenn man vorher eine ausdrückliche Einwilligung in den Erhalt von Werbung per Fax im Zusammenhang mit dem Firmennamen erteilt hat. Nach § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) gilt es als wettbewerbswidrig, „wenn an Privatpersonen oder Firmen unerwünschte Telefaxe ohne vorheriges ausdrückliches Einverständnis des Empfängers geschickt werden.“ Die Zusendung von unverlangter Faxwerbung kann straflich als Sachbeschädigung oder Beleidigung relevant werden.

Zwingend erforderlich ist immer das Bestehen einer Kundenbeziehung zwischen dem Absender des Faxes und der Person, die die Faxwerbung erhaltet. Der Absender darf also keine persönlichen Daten von Personen aus dem Telefonbuch oder aus dem Internet verwenden, da sie keine Kundenbeziehung zu ihm haben.

Weiterhin ist der Absender des Faxes verpflichtet, seine Information wie z.B. Name und Anschrift auf den Telefax anzugeben. Viele Unternehmen verstoßen allerdings gegen diese gesetzliche Regelung und es ist deswegen für viele oft schwierig, den Absender eines Faxes zu ermitteln.

Zusammenfassend wird eine Faxwerbung als einen illegalen Fax-Spam bezeichnet, wenn:

  • wir als Empfänger kein ausdrückliches Einverständnis abgegeben haben
  • es keine Kundenbeziehung zwischen uns und dem Absender besteht
  • wenn die Absender keine Angabe von seiner Information auf den Fax geschrieben haben

In unserer tellows Community haben wir einige Berichte über nervigen Fax-Spam gefunden:

Aufpasser (020358250)

Werbefax, machen ein auf kostenlosen Eintrag im Kleingedruckten dann die Kostenfalle mit 960.-€ Jährlich netto vertragslaufzeit 2 Jahre.
Faxhotline in England
Firmensitz in Istanbul (Vertrag nach türkischem Recht)

https://www.tellows.co.uk/num/020358250

Faxspamhasser (022129991897)

Erneut hat die nicht existente Firma
ihre unverlangten Fax versendet und uns gegen unseren Willen damit zugespammt.
Obwohl zu zwei weiteren Verstößen mit der dazu beworbenen Faxnummer 0221/92298326 vom 10.05.18 (EB-01290691) und 15.05.18 (EB-01291642) immer sofort Anzeige bei der BNetzA erstattet worden ist, ist bisher nichts passiert und diese obskure Firma kann uns lustig weiter zuspammen.

https://www.tellows.de/num/022129991897

Was kann ich gegen Fax-Spam tun?

Man soll auf einen Fax-Spam niemals antworten, da manchmal die angegebene Faxnummer versteckt kostenpflichtig ist. Bei unerwünschter Faxwerbung ist es zu empfehlen, sich zuerst an die Bundesnetzagentur zu wenden. Dort besteht die Möglichkeit, Faxnummern die durch Spam-Verhalten auffallen, sperren zu lassen. Man muss nur ein Formular mit Information über das Spam-Verhalten ausfüllen und die Bundesnetzagentur wird die Nummer sperren. Man kann natürlich mit jedem unerwünschten Fax auch zu einem Anwalt gehen und diesen beauftragen, gegen den entsprechenden Absender vorzugehen.

Falls ihr trotz vieler Versuche noch nervige Faxwerbungen erhaltet, könnt ihr natürlich eine Fritz!box mit eurem Faxgerät verbinden, um nervige Nummern zu sperren. tellows bietet dazu Scorelisten mit tausenden Nummern, die ihr in eure Fritz!box ganz einfach importieren könnt, um Anruf- und Faxspam zu vermeiden. Weitere Information über tellows Scorelisten findet ihr hier.

Euer tellows Team

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