Besser beraten durch Bankingcheck

Die Thematik der Abzocke mit Finanzprodukten ist sehr weitläufig und hat Auswirkungen in allen Bevölkerungsschichten. Zum Beispiel wurden harmlos erscheinende Fonds mit hochriskanten, sogenannten „toxischen“ Papieren vollgestopft. Das erinnert an die Welt-Finanzkrise 2008. Die Auswirkungen sind bekannt. Ob künftig die sogenannte Finanztransaktionssteuer Abhilfe schaffen kann, ist ungewiss.

Auch als normaler Bürger ist man oft nicht ausreichend über Risiken, Erträge sowie Kosten eigener oder in Frage kommender Finanzprodukte informiert. Angeblich kostenlose Girokonten stellen ein Finanzprodukt dar, bei dem Verbraucher oft nicht alle Einzelheiten kennen, auch weil die etwaigen Nachteile mitunter von den Beratern verschwiegen werden. So ist ein Überziehungskredit in vielen Fällen nicht gebührenfrei. Ganz im Gegenteil, Dispozinsen sind zum Teil übertrieben hoch und betragen bis zu 17% p.a. Bei kostenlosen Girokonten mit gefordetem Mindestgeldeingang wird häufig ein geringerer Dispozins in Anspruch genommen als bei welchen ohne derartige Forderungen. Nimmt man also häufiger einen Dispokredit in Anspruch, sollte man unbedingt hierauf achten.

Als Kunde muss man sich stets auf die guten Absichten und die Kompetenz eines Finanzberaters verlassen. Negativbeispiele wie einen Wirtschaftsanwalt, der aufgrund unzureichender Informationen über wertlose Zertifikate 60 000 Euro verlor, sind keine Seltenheit. Der Problematik dass ein Großteil der Finanzberater auf Provisionsbasis arbeitet und demnach auch provisionsbasiert Kunden berät, will die Bundenregierung künftig mit einem Festpreis für anbieterunabhängige Finanzberatungen nun entgegenwirken.

Auch auf tellows gibt es Hinweise auf dubiose Finanzberater, die ihr Glück telefonisch per Kaltakquise versuchen. So wurde unter der Nummer 001754384816 bereits mehrfach probiert, zwielichtige Finanzprodukte an den Mann zu bringen. Zum Beispiel berichtet Gerd:

… Ein Herr Blaschke, mit ausländischem Akzent (südländisch), hat sich gemeldet. Er hat mir erneut ein Finanzprodukt mit 25% Rendite angeboten. Dies hatte er schon mehrmals in der Vergangenheit (ca. 4-mal) getan. Ich hatte jedes Mal abgelehnt. Als ich nun erneut kein Interesse zeigte und ihm sagte, er möge mich endlich in Ruhe lassen, wurde er ziemlich ausfällig und aggressiv. Ich legte auf, was ihn nicht daran hinderte immer wieder anzurufen (ca. 15-mal). Es folgten übelste Beschimpfungen…

Auch zur Nummer 022129205740 bestehen derartige Aussagen. So sagt shnagga beispielsweise:

… Es gehe um den Ankauf von bestehenden Versicherungen, Bausparverträgen und ähnlichen Dingen dieser Art. Ich würde ein gutes Geschäft dabei machen können, wenn ich ein derartiges Finanzprodukt, was sich gegebenfalls in meinem Eigentum/Besitz befindet, an ihre Gesellschaft verkaufen würde: durch die große Anzahl, die aufgekauft und wieder weiterverkauft würden, entstünde eine erhebliche Gewinnmarge, welche anteilig an mich weitergereicht würde…spätestens JETZT sollte jedem klar geworden sein, dass es sich bei diesem Anruf um dubiose Geschäftemacherei handelt…

Um sich selbstständig über in Frage kommende Anlageprodukte zu informieren, empfiehlt tellows Test- und Vergleichsportale im Internet. Diese geben dem Kunden kostenfrei einen ersten Eindruck und Überblick über viele Finanzprodukte und können in manchen Fällen auch den eventuell kostenpflichtigen Gang zum Finanzberater ersparen. Seit 2011 stellt BankingCheck ein solches Portal dar. Der Kunde kann sogar ein Finanzprodukt bewerten und trägt somit dazu bei, ein unabhängiges Bewertungssiegel zu erstellen. Bis heute wurden bereits mehr als 5000 Produkt-Bewertungen von Kunden auf BankingCheck geteilt. Auch dieses Jahr wählt das Portal basierend auf diesen Meinungen das Finanzprodukt des Jahres.

Quellen:

 
Autor: Marcel Gero
 

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