Die Zahl der Abzockopfer steigt – Verbraucherzahlen zählen immer mehr Ratsuchende

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Hohe Rechnungen, dreiste Abzocken

Immer mehr Menschen wenden sich an ihre regionalen Verbraucherzentralen, da sie entweder per Telefon, Internet oder per normalem Brief abgezockt wurden. Das Spektrum reicht von Abofallen über Gewinnspiele bis hin zu besonders dreisten Androhungen von finanziellen Nachteilen. Viele Verbraucher sind derartig verzweifelt, dass sie sogar teilweise um ihre existenzielle Grundlage fürchten – kein Wunder, wenn einmal eine Forderung in Höhe von mehreren Tausend Euro eintrifft. Es gibt aber gute Nachrichten für euch, wenn ihr in eine Abofalle getappt seid: Ihr kommt in jedem Fall wieder raus!

Widersprechen, Leistung ablehnen

Wenn ein Schreiben vom Anwalt oder vom Inkassounternehmen kommt, zeigt das oft Wirkung. Aber auch davon dürft ihr euch nicht einschüchtern lassen. Ganz im Gegenteil, ihr solltet offensiv an die Sache herangehen und ganz klar deutlich machen, dass ihr den Braten sprichwörtlich gerochen habt und die Abzocke keinesfalls mitmacht. Das gilt für Abos, die nie wirklich abgeschlossen wurden, ebenso wie für gehaltlose Forderungen und Verträge, die schlichtweg nie eingegangen wurden und damit nichtig sind.

Massiver Anstieg der Geschädigten

Seit 2005 liege die Steigerungsrate von Vorfällen, über die Verbraucherzentralen in Mecklenburg-Vorpommern Kenntnis erlangt haben, bei fünf bis zehn Prozent. Abzocke hat somit also praktisch Hochkonjunktur. Im Jahr 2010 wurden allein mehr als 120.000 Beratungsgesuche und Anfragen an die Verbraucherzentralen im Mecklenburg-Vorpommern gerichtet – also nur in einem einzigen Bundesland. Hinzu kamen über 60.000 Anfragen in Bezug auf Verkaufsveranstaltungen, Messen etc.

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