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Gesundheitsprobeabo wird zur teuren Abofalle
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 30. März 2012
Senioren werden mit Gratis-Medikamenten geködert
Medikamente sind teuer. Menschen, die darauf angewiesen sind, werden von Abzockern zunehmend ins Visier genommen. Da wird den gesundheitsbewussten Senioren ein Probeabo eines teuren Produkts angeboten, um das Wohlbefinden zu steigern. Geschädigte sprechen vor allem von Nahrungsergänzungs-, Gelenk- und Ginkgomitteln. Die Anrufer gehen dabei vehement und fordernd vor, sodass sie die älteren Menschen dazu drängen, ein kostenpflichtiges Probeabo abzuschließen. Der Probe folgen viele weitere kostenpflichtige Lieferungen zu hohen Preisen. Dabei handelt es sich in der Regel um Medikamente, die wirkungsarm oder gar wirkungslos sind.
Vorsicht am Telefon
Falls ihr einer solchen Lieferung zugestimmt habt oder jemanden kennt, der dieser Masche zum Opfer gefallen ist, könnt ihr die Ware zurücksenden. Die Rücksendung ist aber nicht unbedingt notwendig. Ihr könnt die Ware auch behalten und dem Abonnement widersprechen. Denn wenn ihr keinem Vertrag zugestimmt habt, ist auch keiner zustande gekommen. Dementsprechend sind die Rechnungen und Forderungen gehaltlos. Jedoch solltet ihr bei derartigen Anrufen auf eure Wortwahl achten. Am Besten legt ihr sofort auf. Denn wenn ihr an der falschen Stelle „Ja“ sagt, kann das schon reichen, um euch einen Vertrag zusammenzustellen – basierend auf dem aufgenommenen Telefongespräch.
Keine privaten Daten preisgeben
Lasst euch von den perfekt geschulten Anrufern nicht verwirren. Gebt keinesfalls Daten heraus – schon gar nicht eure Kontoverbindung, da es sonst passieren kann, dass die Abzocker immer mal wieder Geld von eurem Konto abbuchen. Dies ist sehr wirkungsvoll, da gerade die Abbuchung kleinerer Beträge vielen Menschen nicht sofort oder gar nicht auffällt. Vermeidet grundsätzlich auch die Bekanntgabe eurer Adresse. Und falls der Anrufer bereits einige Daten über euch vorliegen haben sollte, kann es gut sein, dass er diese auf dem illegalen Datenmarkt erworben hat. Wenn jemand eure Daten kennt, heißt das also noch lange nicht, dass ihr hier bedenkenlos weitere Informationen nennen könnt. Legt auf – und wenn es bereits zu spät ist, könnt ihr euch direkt an die Verbraucherzentrale wenden.
Facebook-Abzocke – Vorsicht vor Freitickets, die in einer Handy-Abofalle enden
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 27. Februar 2012
Eigentlich fokussieren wir uns von Tellows auf den Bereich Telefonabzocke. Aus gegebenem Anlass
möchten wir aber auf eine gefährliche Facebook-Abzocke hinweisen. Auch, da viele von euch sicher
beim größten sozialen Netzwerk der Welt angemeldet sind.
Die Lufthansa warnt
Wenn es mit der Telefonabzocke nicht klappt, versucht man es kurzerhand bei Facebook. Hier
treiben derzeit Betrüger ihr Unwesen, indem sie Freitickets der Lufthansa versprechen. Die Lufthansa
selbst warnt allerdings dringend vor der Masche – und kennt derartige Angebote eigenen Angaben
zufolge nicht.
Finger Weg bei der Gewinnankündigung von Lufthansa-Tickets
Die Betrüger locken euch mit einem falschen Gewinnspiel in die Handy-Abofalle. Zwei Lufthansa-Tickets für Flüge in die ganze Welt werden wortwörtlich angeboten. Wer hier mitspielen möchte, soll einfach der Anleitung folgen und klicken. Anschließend soll man den „Gefällt mir“ Button anwählen und den Beitrag im eigenen Profil veröffentlichen. Klickt ihr als Facebook-Nutzer allerdings nun auf ebendiesen Link, werdet ihr zu einer Internetseite übergeleitet, die optisch viel mit Facebook gemeinsam hat. Auf dieser gefälschten Seite sollt ihr nun an Tests, Gewinnspielen und Umfragen teilnehmen, um anschließend die Tickets zu gewinnen.
Handynummer wird abgefragt
Wenn ihr nun am Pseudo-Gewinnspiel teilnehmt, wird eure Handynummer abgefragt. Mit dem
Vorwand, dass ihr als Teilnehmer dadurch die Ergebnisse abfragen könnt. Wenn ihr die Nummer
eingebt und das Formular absenden, seid ihr allerdings schon in die Abofalle getappt. Anschließend
werden euch 2,99 Euro für fünf Tage über die Handyrechnung abgezockt. Besonders tückisch: Das Abo verlängert sich automatisch alle fünf Tage, sodass es monatlich dann schon fast 20 Euro kostet.
Vorsicht vor ähnlichen Maschen
Facebook und andere Netzwerke werden gerne für vergleichbare Abzocken genutzt. Oftmals werden
hierfür besonders spektakuläre Falschmeldungen beworben. Klickt ihr nun auf ein „spektakuläres
Video“, das zum Beispiel einen Promi in einer peinlichen Situation darstellen soll, seid ihr unter
Umständen schon in die Abofalle getappt.
Smartphone und mobiles Web – nur einen Klick von der Abofalle entfernt
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 16. Februar 2012
Telefonabzocke per Smartphone – Vorsicht beim Surfen
Ein versehentlicher Klick oder Tipp auf das Display eures Smartphones kann teuer werden: Wenn auf einer harmlos wirkenden Webseite mit einmal ein Pop-up öffnet, das versehentlich bestätigt wird, oder wenn beiläufig auf einen Werbebanner in einer App getippt wird. Abzocker haben das Smartphone und das mobile Surfen als neues Geschäftsmodell entdeckt: Man ergänze kostenlose Apps um Werbeanzeigen und verbinde diese mit teuren Abos.
Wenn kostenlose Apps teuer werden
Smartphones lösen herkömmliche Handys sukzessiv ab – und das in erster Linie wegen der vielen Tausend verfügbaren Apps. Dass diese aber nicht immer Spaß und Nutzen bringen, wird spätestens dann klar, wenn man in eine teure Abofalle getappt ist. Der Großteil aller Apps ist kostenlos. Zu Finanzierungszwecken beinhalten diese allerdings oft Werbebanner, die nicht immer seriös sein müssen. Denn diese werden zunehmend von Abzockern verwendet, um euch in eine Abofalle tappen zu lassen. Das Tückische dabei ist die Tatsache, dass die Inhalte der App-Werbebanner weder vom App-Programmierer noch vom Anbieter selbst kontrolliert werden. Es handelt sich hingegen um Werbenetzwerke, bei denen Unternehmen einen Werbeplatz buchen können, wobei die Netzwerke dann wiederum die Werbung innerhalb der Apps schalten. Und bei besonders windigen Methoden reicht ein Tipp auf die App bereits aus, um ein Abo abzuschließen.
Abbuchung per Telefonrechnung
Wenn ihr auf einen Banner tippt, wird gleich eure Rufnummer mit an den Anbieter übersendet. Dadurch hat dieser die Möglichkeit, eine Abbuchung über eure Telefonrechnung. Dies geschieht im Zuge des WAP-Billing, wobei solche Werbenetzwerke Kleinbeträge berechnen können. Leider kann euer Provider hier gar nichts für euch tun, weshalb ihr euch in diesem Fall selbst mit dem Abzocker auseinandersetzen müsst. Das klappt in vielen Fällen prompt durch eine E-Mail. Es ist aber auch der Fall, dass derartige Anbieter nicht direkt erreichbar sind oder aber hin und wieder ihren Namen ändern. Falls ihr ein solches Abo versehentlich abgeschlossen habt, solltet ihr dieses sofort kündigen, damit keine Folgeabbuchungen auf euch zukommen.
Tipp300 – teure Abzocke mit dem Magazin „Marisa“
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 2. Februar 2012
Die wertlose und teure Zeitschrift
Seit Kurzem beklagen sich mehr und mehr Verbraucher über die Masche von Tipp300 – zumindest geben sich die Anrufer bei dieser Masche am Telefon als Mitarbeiter dieser Firma aus. Um wen es sich hierbei aber genau handelt, ist noch nicht ganz geklärt. Klar ist aber, dass es sich hierbei um eine Abzocke handelt, bei der mit einem kostenlosen Zeitschriftentest geworben wird – aus kostenlos wird allerdings schnell eine Rechnung in Höhe von über 100 Euro.
Der Anruf
Der Anrufer gibt sich als Mitarbeiter vom Projekt/Unternehmen Tipp300 aus. Menschen, die auf die Masche hereingefallen sind, sprachen von netten und freundlichen Anrufern, die eine attraktiv und interessant klingende Zeitschrift zum kostenlosen Test anbieten. Diese würde dann kostenfrei zugeschickt. Wenn der Angerufene fragt, ob es nicht doch versteckte Kosten gibt, wissen wir mittlerweile von zwei Varianten:
Lüge 1) Der Anrufer sagt, es gibt keine versteckten Kosten. Wenn ihr euch nicht meldet, erhaltet ihr auch keine weiteren Lieferungen und dementsprechend auch keine Rechnung. Man würde sich aber über eine Postkarte zwecks Feedbacks zur Zeitschrift freuen. Dies wird zumindest behauptet.
Lüge 2) Die Probeausgabe sei komplett kostenfrei. Wenn einem die Zeitschrift gefalle, könne man diese kostenpflichtig abonnieren. Falls nicht, reicht die Übersendung einer einfachen Postkarte, um die Lieferung einzustellen – so fielen keine Kosten an.
Die Realität sieht allerdings etwas anders aus.
Die Lieferung
Wer sich nun auf eine interessante Illustrierte gefreut hat, wird enttäuscht. Zwar befinden sich auf dem Cover nationale wie auch internationale Stars – vermutlich um Seriosität zu implizieren. Diese Bekanntheiten wissen aber nichts von ihrem Glück und haben keine Erkenntnis darüber, dass sie indirekt für das Magazin „Marisa“ werben. Hierbei handelt es sich um eine völlig wertlose Zeitschrift, die ausschließlich Werbung inkludiert und keinen einzigen seriösen Artikel aufweist.
Zeitschrift abbestellen
Ab jetzt spielt es eigentlich keine Rolle mehr, ob ihr eine Postkarte zurücksendet oder nicht – zumindest dann nicht, wenn ihr dies ohne Einschreiben macht. Denn wenn ihr eine Karte ohne Einschreiben versendet, erhaltet ihr in Kürze eine Rechnung über circa 100 Euro für das Abonnement der „Marisa“. Tipp300 tut also so, als sei keine Postkarte angekommen. Mit dabei ist ein Link zu einer Tondatei, die euer Gespräch aufzeichnet und manifestiert, dass ihr der Leistung zugestimmt habt. Auch wenn ihr hier getäuscht wurdet, wird es schwierig, gegen diese Art von Telefonabzocke vorzugehen. Denn Verträge, die am Telefon abgeschlossen werden, sind wirksam. Auch dann, wenn die Telefonwerbung – also der Anruf – an sich illegal ist. Wenn euch der Gesprächsmitschnitt spanisch vorkommt, dürft ihr euch nicht wundern. Denn die Verwendung digitaler Schnittprogramme ist in diesem Bereich gang und gäbe. So kann beispielsweise anstelle eines „Nein“ schnell ein „Ja“ eingebaut werden, mit dem ihr dann kurzerhand einer kostenpflichtigen Leistung zugestimmt habt. Ob Tipp300, beziehungsweise der Anbieter, der sich effektiv dahinter verbirgt, Gespräche manipuliert, ist zu diesem Zeitpunkt nicht klar. Ihr habt aber die Möglichkeit, den Vertrag anzufechten. Zum Beispiel dann, wenn ihr das Gefühl habt, absichtlich oder arglistig getäuscht worden zu sein. Ihr solltet also keinesfalls sofort zahlen, sondern die Sache erst ausgiebig prüfen beziehungsweise prüfen lassen.
Um welches Unternehmen handelt es sich?
Wenn ihr euch gegen Tipp300 und das Magazin „Marisa“ wehren möchtet, liegen euch einige Steine im Weg. Während einerseits angegeben wird, dass sich der Hauptsitz des Unternehmens in Wien befinden soll, wird im Impressum hingegen auf eine Firma in Hamburg hingewiesen. Darüber hinaus spielt anscheinend noch ein Teilhaber aus Hamburg in diesem undurchsichtigen Firmengeflecht mit. Die Herkunft wie auch die Zusammenhänge werden verschleiert. Meldet euch bei Bedarf bei eurer Verbraucherzentrale. Wenn euch ein solcher Anruf erreicht, solltet ihr direkt auflegen und möglichst das Wort „Ja“ oder eine vergleichbare Zustimmung vermeiden.
Abzockemethode der Firma „Gewinner-Zeit“ mit dem „Gewinner-Magazin“
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 2. Februar 2012
Schriftliche Erinnerung an ein (nie) geführtes Telefonat
Wurdet ihr von der Firma „Gewinner-Zeit“ angerufen, erhaltet ihr vermutlich in den nächsten Tagen ein Schreiben, in dem man euch unterstellt, dass ihr der Teilnahme an einer privaten Lotterie zugestimmt habt. Es kann aber auch passieren, dass ihr dasselbe Schreiben erhaltet, ohne jemals mit diesem Anbieter telefoniert zu haben. Diese unterstellte Teilnahme sei kostenpflichtig, sodass man nun einen entsprechenden Betrag an den Gewinnspielbetreiber entrichten müsse. Als weiteres Druckmittel gibt der Anbieter vor, dass man eine Tonaufzeichnung auf Band habe, mit der man den fernmündlichen Abschluss nachweisen könne. Nun heißt es für euch: Ruhe bewahren, denn es gibt die Masche, dass derartige Anbieter einfach so ein Schreiben raussenden, ohne dass ein Telefonat jemals stattgefunden hat. In diesem Fall könnt ihr das Schreiben eigentlich getrost in den Papierkorb werfen. Denn wie soll euch ein telefonischer Abschluss nachgewiesen werden, wenn ihr nie mit „Gewinner-Zeit“ telefoniert habt?
Bekannte Nummern von “Gewinner-Zeit” sind 08005888721 und 071123320240
Unser User Pouzo sagte folgendes dazu:
Ich kann das genauso bestätigen. Über 600,- zahlen. Kto Daten abgleichen etc. Penetrant und aufdringlich. Heute Anruf von der 0180 Nr und einen gleichen Anruf von 0711/23320240. Diese Leute sind schlimm.
Falls der Werbeanruf im Vorfeld erfolgt ist
Habt ihr einen Anruf von „Gewinner-Zeit“ erhalten, solltet ihr der Forderung unter Umständen widersprechen – das ist aber gar nicht so einfach. Denn die Abzocker datieren das Schreiben einige Tage zurück, sodass die zweiwöchige Widerspruchsfrist schon abgelaufen ist, wenn ihr die Zahlungsaufforderung erhaltet. Aber auch in diesem Fall solltet Ihr Ruhe bewahren: Erstens sind die Werbeanrufe unerlaubt, sodass sich die Firma hier auf einen Sachverhalt bezieht, der im juristischen Sinne absolut ungerechtfertigt ist. Ferner sind Aufzeichnungen ebenfalls nicht erlaubt. Und ihr könnt sicher sein, dass eine derartige Aufzeichnung gar nicht vorliegt und einfach nur als Druckmittel verwendet wird. Falls ihr euch nicht sicher seid, ob ihr einer derartigen Leistung am Telefon nicht vielleicht doch zugestimmt habt, braucht ihr ebenfalls nicht zu zahlen. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen möchtet, solltet ihr schriftlich widersprechen oder einmal die Verbraucherzentrale eures Vertrauens kontaktieren.
Kombination Gewinnspiel und Abo
Es kommt immer häufiger vor, dass ein Gewinnspiel beworben wird, welches dann in einer Abofalle endet. Das ist illegal und schlichtweg Betrug, scheint aber in vielen Fällen zu klappen – oftmals bei älteren Mitbürgern. Ihr könnt aber stets davon ausgehen, dass Werbeanrufe in der Regel nicht seriös sind. Gerade wenn ihr eine ausländische Nummer auf dem Display habt oder wenn der Anrufer gar keine Rufnummer mitsendet, solltet ihr von einer Abzocke ausgehen. „Gewinner-Zeit“ agiert beispielsweise aus Großbritannien, was es hiesigen Behörden erschwert, an die Abzocker heranzukommen.
Harte Strafen für Abzocker: Bundesjustizministerin geht gegen Abofallen vor
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 31. Januar 2012
Vorgehen gegen Abos und Inkasso
Die Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hat angekündigt, die Rechte der Verbraucher stärker schützen zu wollen. Im Fokus steht dabei die Bekämpfung von Abzockern und deren Methoden, wobei auch Inkassobüros zunehmend ins Fadenkreuz gelangen. Verbraucher sind „ärgerlichen Methoden ausgesetzt, denen ich mit einem kompakten Gesetz einen Riegel vorschieben will“, hat die Ministerin gegenüber der SZ geäußert. Das klingt gut, denn insbesondere Abofallen sind in den vergangenen Jahren zu einer wahren Plage geworden. Callcenter rufen dabei vehement an – teilweise wieder und wieder, auch in den Abend- und Nachtstunden. Mittlerweile ist von einem wahren Telefonterror die Rede. Im Fokus stehen immer wieder insbesondere Senioren, denen von den gut geschulten Mitarbeitern Abos aufgeschwatzt werden sollen.
Der nächste Schritt: das Inkassounternehmen
Oftmals merken die Betroffenen gar nicht, dass sie gerade abgezockt worden sind. Und wenn sie es merken, ist es häufig schon zu spät. Denn prompt flattert die erste Rechnung über die ominöse Leistung ins Haus – beispielsweise die Teilnahme an einem teuren Gewinnspiel. Wenn ihr als Verbraucher nun weigert zu zahlen, wird euch gleich gedroht. Denn zumeist wird das Anliegen vonseiten des Abzockers direkt an ein Inkassounternehmen weitergeleitet. Und deren Mahnungen zeigen oft Wirkung durch Einschüchterung – und das mit zunehmend grenzwertigen Methoden. Dabei gibt es nicht nur Inkassobüros, sondern auch Anwälte, die einen wahren Abmahn-Marathon betreiben. So mahnen manche Kanzleien Verbraucher massenhaft ab und kassieren hohe Gebühren. Und auch hier möchte die Justizministerin ansetzen: Das Inkassoverfahren soll für Anwälte durch niedrigere Gebühren weniger attraktiv werden. Inkassobüros schlagen in der Regel sogar mehr als die Hälfte des Ursprungsbetrags auf. Leutheusser-Schnarrenberger möchte die Aufsicht dieser Unternehmen verschärfen und droht gleichzeitig mit hohen Bußgeldern.
Einschüchternde Briefe – wie Abzocker mit den Ängsten der Verbraucher spielen
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 18. Januar 2012
Drohschreiben mit Forderungen
Es gibt diverse Wege, um eine Rechnung, Zahlungserinnerung oder Mahnung zu schreiben. Abzocker versuchen es in der Regel mit besonders bedrohlich wirkenden Formulierungen. So wird statt einer Rechnung oder einer freundlichen Zahlungserinnerung gleich eine letzte Mahnung versendet, in der sofort von einer Zwangsvollstreckung gesprochen wird. Das zeigt in vielen Fällen Wirkung! Im konkreten Beispiel hat eine Frau eine letzte Zahlungsaufforderung vom „Gewinnspieleintragungsservice“ für einen Betrag in Höhe von 147 Euro erhalten – ohne jemals im Vorfeld von dem windigen Anbieter gehört geschweige denn etwas abgeschlossen zu haben.
Ein klassisches Beispiel für diese Art der Abzocke findet sich unter der Nummer 080028457155
Unser User Slavo schrieb:
mach dir nichts draus die wollen nur angst einjagen und das du deine daten giebst sag nie dein namen und bankverbindung mir haben die auch bedroht mit einer mahnung von 600 euro ich warte immer noch die wollen nur abzocken ich habs gefühl wen man bei so ein gewinnspielteil genommen hat die wollen unsere daten verkaufen und versuchen es am meisten fallen drauf die ältere leute rein einfach nichts geben wen nochmal sowas kommt und auflegen
„Gewinnspieleintragungsservice“
Falls ihr eine Nachricht des selbst ernannten „Gewinnspieleintragungsservice“ erhaltet, könnt ihr das Schreiben gleich vernichten beziehungsweise den Hörer sofort auflegen. Denn ebendieser Anbieter (häufig auch „GBS-Team“ oder „Gewinner-Zentrale49“) ist nichts anderes als ein Abzocker. Dieser kalkuliert im frechen Erinnerungsschreiben bereits mit ein, dass der Geschädigte gar nichts vom Abschluss einer Leistung weiß. Und so bietet der Abzocker an, 99 statt der 149 Euro überweisen zu können – als eine Art Entgegenkommen, damit keine weiteren Kosten anfallen. Denn so kann die Mitgliedschaft dieses nie abgeschlossenen Pseudo-Abos nach Angaben des Betrügers direkt gekündigt werden.
Kein Anruf, kein Vertrag, kein Abschluss
In diesem Fall hat die Frau weder einer telefonischen Leistung zugestimmt noch einen vergleichbaren Anruf erhalten. Ferner gibt es keine schriftliche Vertragsausfertigung geschweige denn eine Einverständniserklärung oder Unterschrift der Verbraucherin. Demnach ist die Forderung auch rechtlich gänzlich ungerechtfertigt und damit nichtig. Der Abzocker behauptet aber im Schreiben, dass er die fernmündliche Zustimmung der Dame auf Band habe – auch das ist gelogen, denn der Link zur Tondatei entpuppt sich als Blindgänger: Die Datei konnte nicht gefunden werden. Wie soll sie auch, wenn sie nicht existiert.
Vermeidet das „Ja“ am Telefon
In einigen Fällen rufen Abzocker tatsächlich vorher an. Oft reicht es diesen schon aus, wenn ihr einfach das Wörtchen „Ja“ im Gespräch äußert. Denn wenn die Betrüger das Telefonat aufzeichnen, können sie ein Gespräch durch Schnitte zusammenschneiden und euer „Ja“ als Zustimmung für eine Leistung verwenden. Aber auch das ist selbstverständlich nicht rechtens, erschwert euch aber ein Stück weit den Widerspruch. Falls ihr ein solches Schreiben erhaltet, könnt ihr auf Nummer sicher gehen, indem ihr einen Widerspruch schriftlich verfasst und an den Absender überstellt. Hier solltet ihr unmissverständlich klar machen, dass ihr einer Leistung nie zugestimmt habt. Falls die Sache wider Erwarten tatsächlich vor Gericht landen sollte – was recht unwahrscheinlich ist –, habt ihr durch das schriftliche Widerspruchsschreiben etwas in der Hand.
Wahnsinns-Telefonterror: Rentner wird rund um die Uhr belästigt
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 13. Januar 2012
Bis an die psychischen Grenzen
Dass Abzocker am Telefon hartnäckig sein können, ist bekannt. Dass sie es immer mal wieder über einen längeren Zeitraum versuchen, ist auch klar. Einen Rentner hat es aber besonders schwer erwischt. Denn dieser wird unzählige Male am Tag angerufen. Es klingelt praktisch rund um die Uhr. Seit einigen Monaten ist so eine beachtliche Liste mit unterschiedlichen Rufnummern zusammengekommen. Und dass die Anrufe aufs Gemüt schlagen können, sieht man am betroffenen Senior. Ihm ist der Telefonterror zu viel geworden. Er sei fix und fertig! Er könne nicht mehr und gelange langsam an seine Grenzen!
Beginn des Telefonterrors nach Zurückbuchung einer Fake-Rechnung
Es begann mit einem Schreiben des Kundenservice „Vorteilschance Platin“, in dem davon die Rede war, dass man mit einem monatlichen Beitrag in Höhe von 69,90 Euro Anteile an ebendieser Vorteilsgesellschaft erwerben könne. Dabei handele es sich um eine lottoähnliche Gesellschaft – letztlich also um ein Gewinnspiel. Der genannte Beitrag werde dann einfach zukünftig im monatlichen Rhythmus von seinem Konto abgebucht. Dabei behauptet der Abzocker, dass die Buchungserlaubnis vonseiten des Geschädigten erteilt worden sei. Das hat in der Realität allerdings niemals stattgefunden – da ist sich der Rentner sicher, und lässt den Betrag nach der ersten Abbuchung vonseiten des Abzockers prompt durch sein Geldinstitut zurückbuchen. Und das bedeutete den Anfang des Telefonterrors! Denn seit diesem Tag erhält der Mann tagtäglich Anrufe von unterschiedlichen Nummern, die sich aber sehr häufig wiederholen. Anfangs hat er noch abgenommen: Ihm wurden stets diverse Gewinnspiele und Abonnements angeboten.
Nummern aufschreiben und melden
Man kann den Telefonterror leider nicht auf die Schnelle abstellen. Falls euch so etwas passiert, solltet ihr die Rufnummern aufschreiben und an die Bundesnetzagentur übertragen. Diese sperren die Nummern dann zur Not und gehen gegen die Anrufer vor. Dass der Rentner von so vielen unterschiedlichen Nummern über einen langen Zeitraum so viele Anrufe erhält, kann mit mehreren Ursachen zusammenhängen: Einerseits wurden seine privaten Daten eventuell ausspioniert und auf dem illegalen Datenmarkt verkauft – an diverse Abzocker, die nun tagtäglich ihr Glück versuchen. Es kann auch sein, dass der Rentner mit seinem Namen und seiner Rufnummer im Telefonbuch steht. Das reicht auch schon aus, um Opfer des Telefonterrors zu werden. Häufig suchen sich die Abzocker ältere Menschen aus, die dann gezielt um ihr Geld gebracht werden sollen.
Die heimliche Handy-Abzocke: Wie Abos das Konto belasten
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 13. Januar 2012
Pseudo-Abo dubioser Dienste
Das mobile Internet bietet Abzockern viele neue Chancen, um an euer Geld zu gelangen. Dabei sind Informationen über eure persönlichen Daten wie Anschrift oder gar Bankverbindung gar nicht relevant, denn die Abzocker berechnen euch eine Leistung – zumeist ein Abo – direkt über die Handyrechnung. Und das fällt oft gar nicht auf! So ist es auch einer jungen Frau passiert: Sie erhielt eines Tages eine SMS mit dem Wortlaut: „Dein Abo wurde um fünf Euro gebucht!“ Das klingt einerseits nicht gut und macht andererseits auch keinen Sinn, da gar kein Abo abgeschlossen wurde, das um fünf Euro belastet werden könnte. Zweitens kennt die junge Frau den Anbieter gar nicht und ist sich sicher, hier nie etwas heruntergeladen zu haben oder eingegangen zu sein. Das hat den Abzocker hingegen wenig interessiert.
Anbieter zockt mit weiteren SMS mehr und mehr Geld ab
Damit nicht genug, denn es ging weiter: In den Folgetagen und -nächten wurden weitere SMS versendet, in denen darauf hingewiesen wurde, dass das Konto nun schon mit 10 oder 20 Euro belastet worden sei – stets Bezug nehmend auf das dubiose Abonnement, das niemals abgeschlossen wurde. In vielen Fällen ist die Rede von „GoPay“. So wurde die junge Frau angewiesen, auf deren Webseite „gopay.de/abo“ ihre Telefonnummer und weitere Daten anzugeben, was sie glücklicherweise nicht tat. Sie wandte sich hingegen an ihren Mobilfunkbetreiber und schilderte das Geschehene. Und leider wurde sie hier falsch beraten! Sie sollte laut Mitarbeiter des Betreibers Kontakt zu „GoPay“ aufnehmen – zum Abzocker. Aber eben das tat die Kundin nicht. Sie googelte hingegen nach dem Abzocker und fand viele Forumseinträge diverser Geschädigter, die alle schlechte Erfahrungen mit diesem Anbieter gemacht haben. Das sah dann auch der Mobilfunkbetreiber ein und sperrte die Mehrwertnummer von „GoPay“.
Rechnung begleichen, aber nur anteilig
Noch ist es der Fall, dass eure Mobilfunkbetreiber dazu verpflichtet sind, Mehrwertdiensten die Rechnungsstellung über eure Telefonrechnung zu gewähren: Dies bedeutet, dass alle Aboleistungen oder auch App-Käufe, die ihr mit eurem Smartphone tätigt, über die Handyrechnung berechnet werden. Ihr könnt aber gegen diese unrechtmäßige Abbuchung vorgehen und lediglich den Betrag überweisen, den ihr eurem Mobilfunkanbieter schuldig seid. Den veranschlagten Betrag des Mehrwertdienstes solltet ihr hingegen nicht überweisen und euren Anbieter darauf aufmerksam machen. Zukünftig wird es möglich sein, hier getrennt abzurechnen beziehungsweise gezielt gegen derartige Abzocken vorzugehen, da ihr im Zuge der Erneuerung des Telekommunikationsgesetzt auch vor derartigen Abzocken besser geschützt werdet.
Die Zahl der Abzockopfer steigt – Verbraucherzahlen zählen immer mehr Ratsuchende
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 7. Dezember 2011
Hohe Rechnungen, dreiste Abzocken
Immer mehr Menschen wenden sich an ihre regionalen Verbraucherzentralen, da sie entweder per Telefon, Internet oder per normalem Brief abgezockt wurden. Das Spektrum reicht von Abofallen über Gewinnspiele bis hin zu besonders dreisten Androhungen von finanziellen Nachteilen. Viele Verbraucher sind derartig verzweifelt, dass sie sogar teilweise um ihre existenzielle Grundlage fürchten – kein Wunder, wenn einmal eine Forderung in Höhe von mehreren Tausend Euro eintrifft. Es gibt aber gute Nachrichten für euch, wenn ihr in eine Abofalle getappt seid: Ihr kommt in jedem Fall wieder raus!
Widersprechen, Leistung ablehnen
Wenn ein Schreiben vom Anwalt oder vom Inkassounternehmen kommt, zeigt das oft Wirkung. Aber auch davon dürft ihr euch nicht einschüchtern lassen. Ganz im Gegenteil, ihr solltet offensiv an die Sache herangehen und ganz klar deutlich machen, dass ihr den Braten sprichwörtlich gerochen habt und die Abzocke keinesfalls mitmacht. Das gilt für Abos, die nie wirklich abgeschlossen wurden, ebenso wie für gehaltlose Forderungen und Verträge, die schlichtweg nie eingegangen wurden und damit nichtig sind.
Massiver Anstieg der Geschädigten
Seit 2005 liege die Steigerungsrate von Vorfällen, über die Verbraucherzentralen in Mecklenburg-Vorpommern Kenntnis erlangt haben, bei fünf bis zehn Prozent. Abzocke hat somit also praktisch Hochkonjunktur. Im Jahr 2010 wurden allein mehr als 120.000 Beratungsgesuche und Anfragen an die Verbraucherzentralen im Mecklenburg-Vorpommern gerichtet – also nur in einem einzigen Bundesland. Hinzu kamen über 60.000 Anfragen in Bezug auf Verkaufsveranstaltungen, Messen etc.




