Die heimliche Handy-Abzocke: Wie Abos das Konto belasten

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Pseudo-Abo dubioser Dienste

Das mobile Internet bietet Abzockern viele neue Chancen, um an euer Geld zu gelangen. Dabei sind Informationen über eure persönlichen Daten wie Anschrift oder gar Bankverbindung gar nicht relevant, denn die Abzocker berechnen euch eine Leistung – zumeist ein Abo – direkt über die Handyrechnung. Und das fällt oft gar nicht auf! So ist es auch einer jungen Frau passiert: Sie erhielt eines Tages eine SMS mit dem Wortlaut: „Dein Abo wurde um fünf Euro gebucht!“ Das klingt einerseits nicht gut und macht andererseits auch keinen Sinn, da gar kein Abo abgeschlossen wurde, das um fünf Euro belastet werden könnte. Zweitens kennt die junge Frau den Anbieter gar nicht und ist sich sicher, hier nie etwas heruntergeladen zu haben oder eingegangen zu sein. Das hat den Abzocker hingegen wenig interessiert.

Anbieter zockt mit weiteren SMS mehr und mehr Geld ab

Damit nicht genug, denn es ging weiter: In den Folgetagen und -nächten wurden weitere SMS versendet, in denen darauf hingewiesen wurde, dass das Konto nun schon mit 10 oder 20 Euro belastet worden sei – stets Bezug nehmend auf das dubiose Abonnement, das niemals abgeschlossen wurde. In vielen Fällen ist die Rede von „GoPay“. So wurde die junge Frau angewiesen, auf deren Webseite „gopay.de/abo“ ihre Telefonnummer und weitere Daten anzugeben, was sie glücklicherweise nicht tat. Sie wandte sich hingegen an ihren Mobilfunkbetreiber und schilderte das Geschehene. Und leider wurde sie hier falsch beraten! Sie sollte laut Mitarbeiter des Betreibers Kontakt zu „GoPay“ aufnehmen – zum Abzocker. Aber eben das tat die Kundin nicht. Sie googelte hingegen nach dem Abzocker und fand viele Forumseinträge diverser Geschädigter, die alle schlechte Erfahrungen mit diesem Anbieter gemacht haben. Das sah dann auch der Mobilfunkbetreiber ein und sperrte die Mehrwertnummer von „GoPay“.

Rechnung begleichen, aber nur anteilig

Noch ist es der Fall, dass eure Mobilfunkbetreiber dazu verpflichtet sind, Mehrwertdiensten die Rechnungsstellung über eure Telefonrechnung zu gewähren: Dies bedeutet, dass alle Aboleistungen oder auch App-Käufe, die ihr mit eurem Smartphone tätigt, über die Handyrechnung berechnet werden. Ihr könnt aber gegen diese unrechtmäßige Abbuchung vorgehen und lediglich den Betrag überweisen, den ihr eurem Mobilfunkanbieter schuldig seid. Den veranschlagten Betrag des Mehrwertdienstes solltet ihr hingegen nicht überweisen und euren Anbieter darauf aufmerksam machen. Zukünftig wird es möglich sein, hier getrennt abzurechnen beziehungsweise gezielt gegen derartige Abzocken vorzugehen, da ihr im Zuge der Erneuerung des Telekommunikationsgesetzt auch vor derartigen Abzocken besser geschützt werdet.

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