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Gratis-Gutscheine dienen als Köder für Abofallen

Gutscheinangebote am Telefon

Um euch zu ködern, verwenden Abzocker immer neuere Tricks. Da die Gewinnspielmasche immer bekannter und von Verbrauchern zunehmend durchschaut wird, satteln viele Betrüger um: Sie verschenken einfach etwas – zum Beispiel einen Gutschein. Für dessen Erhalt braucht man dann auch nichts weiter zu tun – das sagt zumindest der Anrufer an der anderen Leitung.

Rückruf, um den Gutschein zu bestellen

Damit ihr den Gutschein nun erhalten könnt, sei ein kurzer Rückruf auf eine kostenlose Nummer erforderlich. Hier gleiche man nun die Daten ab und leite alles für den Gutscheinversand in die Wege. Ihr solltet diesen Rückruf allerdings keinesfalls durchführen. Denn genau hier versteckt sich die Abzocke. Anstelle eines Mitarbeiters sprecht ihr mit einem Anrufbeantworter. Hier wird der Ansagetext zumeist extra schnell gesprochen, um eventuelle Gebühren und Konditionen – wie in diesem Fall der Abzocke – zu verschleiern. Wenn ihr der Stimme auf dem Band nun Folge leistet, werdet ihr binnen kurzer Zeit ein Abonnement abschließen.

Der Gutschein kommt – und mit ihm das Abo

Viele Abzocker versprechen euch das Blaue vom Himmel: einen hohen Geldgewinn, ein flottes Fahrzeug oder eine Weltreise. Im Fall des Gutscheintricks kommt der Anrufer seinem Angebot tatsächlich nach. Ihr erhaltet also in den nächsten Tagen nach dem Gespräch einen Gutschein. Der Wert ist zumeist nicht besonders hoch. Oft handelt es sich um Tankgutscheine oder Vergleichbares mit einem Wert von etwa zehn Euro. Ganz entgegen den Angaben des Anrufers ist der Gutschein allerdings an Bedingungen geknüpft. Das stellt sich dann aber erst in den Folgemonaten nach dem Anruf heraus. Denn wenn ihr dem Gutscheinerhalt zugestimmt habt, wird euch jeden Monat ein bestimmter Betrag von der Telefonrechnung abgebucht – über euren eigenen Anbieter.

Anbieter im Fokus: Telomax GmbH

Bei dieser Art von Telefonabzocke warnen Verbraucher vor der Telomax GmbH. Anrufer haben sich als Mitarbeiter dieses Unternehmens ausgegeben und sehr häufig zu ungünstigen Zeiten angerufen. Dabei wurde ein Kosmetikgutschein im Wert von etwa 100 Euro angeboten. Auch hier folgte allerdings ein kostenpflichtiges Abo, das an den Gewinnspielservice glücksfinder.net oder auch win-finder.com gekoppelt war. Mittlerweile wurde diese Abzocke durch die Bundesnetzagentur gestoppt. Da die Abzocker aber dann zumeist andere Rufnummern verwenden, kurzerhand ein anderes Produkt anbieten und sich einen neuen Namen geben, könnt ihr davon ausgehen, dass diese Masche auch zukünftig verwendet werden wird.

Vorbeugung durch regelmäßige Kontrolle

Ihr sollte eure Telefonrechnung – mobil wie auch Festnetz – regelmäßig auf unerlaubte Posten kontrollieren. Auch dann, wenn ihr euch nicht bewusst seid, an einem Gewinnspiel teilgenommen zu haben. Denn es gibt Betrüger, die einfach so Geld abbuchen. Viele Verbraucher bemerken die kleinen Rechnungsposten in Höhe von fünf bis zehn Euro monatlich nicht oder gehen nicht weiter darauf ein. Das lohnt sich für die Betrüger.

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Aussitzen statt angreifen! Die Lösung gegen Abzocker? In einem spektakulären Fall hat es geklappt

Mahnen, Drohen, Zahlen? Oder einfach aussitzen

Abzocker versuchen es mit diversen Tricks. Aber eins ist fast sicher: Nach der Trickserei kommt eine
saftige Rechnung oder gleich die erste Mahnung. Es folgen Inkassoschreiben und sonstige dubiose Schriften, mit denen man versucht, euch das Geld aus der Tasche zu ziehen. Einige Opfer zahlen aus Angst und Unsicherheit. Ein Mann hat hingegen nicht auf die Schreiben der Abzocker reagiert. Bei ihm zog die Masche nicht. Er hat Drohbrief für Drohbrief ganz einfach ausgesessen.

Monatelang Brief- und E-Mail-Terror

Wie hartnäckig Abzocker sein können, wenn es um das Geld fremder Leute geht, zeigte sich in
diesem Beispiel. Statt aufzuhören, als man merkte, dass der Betroffene nicht auf die Schreiben und
Mahnungen reagierte, machte man weiter. Es traf über die Monate hinweg eine wahre Briefflut ein –
mit teils ausfallenden und besonders frechen Inhalten. Alles begann einem Schreiben, in dem steht,
dass sich ein ominöser Anbieter herzlich für die kostenpflichtige Anmeldung an einem Datenbank für
Kleidungsverkäufe bedankte. Dafür wollte der Abzocker knapp 100 Euro kassieren. Tatsächlich hat
die Frau des Betroffenen auf der angegebenen Seite gesurft. Der Mann reagierte aber einfach nicht
auf die folgenden Inkassoschreiben. Die Mahnungen häuften sich, wobei über die Wochen hinweg ein Betrag in Höhe von mehr als 150 Euro in Rechnung gestellt wurde.

Inkassobüro fährt schwere Geschütze auf

Als der Betroffene nicht zahlte wurde es schlimmer: Das Inkassobüro zog alle (nicht legitimen)
Register. Es versendete vermeintlich aktuelle Gerichtsurteile, die alles andere als aussagekräftig
waren. Die Ehefrau zeigte sich nicht so unbeeindruckt wie ihr Mann und bat ihn zu zahlen. Doch
dieser blieb weiterhin standhaft und ließ sich von den Drohungen nicht einschüchtern.

Mittlerweile herrscht Ruhe

Die Flut der Briefe zog sich über mehrere Monate hin. Aber alles, was der Abzocker davon hatte,
waren Ausgaben. Denn der Betroffene hat weder gezahlt noch reagiert – das ist mittlerweile seit
über einem Jahr her. Seitdem hat er nichts mehr vom Anbieter oder Inkassobüro gehört. Nicht zu
reagieren kann also eine probate Lösung sein, um die Abzocker abzuwimmeln.

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Call-by-Call: wie ihr teure Telefonfehler vermeiden könnt

Lasst euch nicht durch falsche Angebote ködern

Call-by-Call-Provider wohin der Blick fällt. Mittlerweile tummeln sich zahlreiche Anbieter, die
günstige Anrufe versprechen, aber unterm Strich leider nur allzu oft mangelhafte Leistungen bieten.
Dabei ist das Call-by-Call-Prinzip eine gute und günstige Sache – wenn sie richtig angewendet
wird. So kostet ein Anruf ins Ausland mit der richtigen Vorwahl deutlich weniger als über den Tarif
des eigenen Providers. Wer aber bei der Sparvorwahl nicht genau hinsieht und sich versehentlich
vertippt, muss tief in die Tasche greifen. Denn dann wird nicht über eine Günstig-Nummer, sondern
über eine teure Vorwahl abgerechnet.

Verwähler mit System

Abzocker spekulieren darauf, dass ihr euch vertippt. Diese recherchieren nach Call-by-Call-Nummern, die von Verbrauchern häufig verwendet werden – und melden eigene Nummern an, die sich nur durch einen Zahlendreher von der entsprechenden Call-by-Call-Nummer unterscheiden. Wenn ihr euch nun vertippt und versehentlich die Nummer des Abzockers gewählt habt, wird es teuer. Ihr solltet also auch nachdem ihr gewählt habt noch mal genau prüfen, ob ihr euch nicht eventuell doch vertippt haben könntet. Sonst wird aus einem Günstig-Gespräch nach Übersee schnell ein hochpreisiges Telefonat, gegen dessen Gebühren ihr euch im Nachhinein nur schwer wehren könnt.

Worauf Betrüger abzielen

Wenn ihr versehentlich eine Abzocker-Call-by-Call-Nummer wählt, müsst ihr mit einer drastischen und vor allem unangekündigten Erhöhung des Minutenpreises rechnen. Oftmals wechseln die Zeitzonen – wodurch auch die Tarife variieren. Richtig teuer kann es werden, wenn sich die Abrechnungstaktung ändert – zum Beispiel von minütlich auf sekündlich. Denn es gibt durchaus die
Möglichkeit, die einzelne Sekunde zu berechnen, was bedeutet, dass selbst ein kurzes Telefonat mit
der falschen Vorwahl zum teuren Spaß wird. Auch seriöse Anbieter verraten euch nicht jedes Detail.
So werben diese mit kostengünstigen Verbindungen ins ausländische Festnetz. Wenn ihr nun aber
versehentlich das Mobilgerät im Ausland anruft, wird das ebenfalls schnell sehr teuer. Ihr solltet also
auch darauf achten – nachdem ihr geprüft habt, dass ihr eine seriöse Call-by-Call-Nummer verwendet –, dass ihr immer auf das ausländische Festnetz anruft.

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Smartphone und mobiles Web – nur einen Klick von der Abofalle entfernt

Telefonabzocke per Smartphone – Vorsicht beim Surfen

Ein versehentlicher Klick oder Tipp auf das Display eures Smartphones kann teuer werden: Wenn auf einer harmlos wirkenden Webseite mit einmal ein Pop-up öffnet, das versehentlich bestätigt wird, oder wenn beiläufig auf einen Werbebanner in einer App getippt wird. Abzocker haben das Smartphone und das mobile Surfen als neues Geschäftsmodell entdeckt: Man ergänze kostenlose Apps um Werbeanzeigen und verbinde diese mit teuren Abos.

Wenn kostenlose Apps teuer werden

Smartphones lösen herkömmliche Handys sukzessiv ab – und das in erster Linie wegen der vielen Tausend verfügbaren Apps. Dass diese aber nicht immer Spaß und Nutzen bringen, wird spätestens dann klar, wenn man in eine teure Abofalle getappt ist. Der Großteil aller Apps ist kostenlos. Zu Finanzierungszwecken beinhalten diese allerdings oft Werbebanner, die nicht immer seriös sein müssen. Denn diese werden zunehmend von Abzockern verwendet, um euch in eine Abofalle tappen zu lassen. Das Tückische dabei ist die Tatsache, dass die Inhalte der App-Werbebanner weder vom App-Programmierer noch vom Anbieter selbst kontrolliert werden. Es handelt sich hingegen um Werbenetzwerke, bei denen Unternehmen einen Werbeplatz buchen können, wobei die Netzwerke dann wiederum die Werbung innerhalb der Apps schalten. Und bei besonders windigen Methoden reicht ein Tipp auf die App bereits aus, um ein Abo abzuschließen.

Abbuchung per Telefonrechnung

Wenn ihr auf einen Banner tippt, wird gleich eure Rufnummer mit an den Anbieter übersendet. Dadurch hat dieser die Möglichkeit, eine Abbuchung über eure Telefonrechnung. Dies geschieht im Zuge des WAP-Billing, wobei solche Werbenetzwerke Kleinbeträge berechnen können. Leider kann euer Provider hier gar nichts für euch tun, weshalb ihr euch in diesem Fall selbst mit dem Abzocker auseinandersetzen müsst. Das klappt in vielen Fällen prompt durch eine E-Mail. Es ist aber auch der Fall, dass derartige Anbieter nicht direkt erreichbar sind oder aber hin und wieder ihren Namen ändern. Falls ihr ein solches Abo versehentlich abgeschlossen habt, solltet ihr dieses sofort kündigen, damit keine Folgeabbuchungen auf euch zukommen.

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Neue Betrugsmasche mit Reinigungsservice

Der freiste Versuch, euch zum Rückruf zu bewegen

Wenn ihr in einem Mehrfamilienhaus wohnt und eines Tages einen Zettel einer Putzfirma im Treppenhaus oder in eurem Briefkasten vorfindet, mag das den einen oder anderen nicht großartig bewegen. Und das ist gut so. Denn wer sich wundert, dass das Treppenhaus mit einmal von einem professionellen Reinigungsservice geputzt werden soll, und die auf dem Zettel angegebene Servicenummer anruft, ist schnell Geld los. Denn Ziel dieser Zettel scheint es zu sein, euch zum Rückruf zu bewegen und Geld abzuzocken.

Vor-Ort-Termin wird angekündigt

Auf dem Schreiben wird ein Termin angekündigt, zu dem der Putzservice kommt. Falls euch der Termin nicht passt, könnt ihr durch einen Rückruf einen neuen Termin abstimmen – so steht es zumindest auf dem Zettel. Wer hier jedoch anruft, wird bares Geld los. Anstelle einer freundlichen Angestellten meldet sich eine Computerstimme, die per Band anordnet, man möge nun die Taste „1“ drücken, um einen neuen Termin abstimmen zu können.

Nicht anrufen!

Ihr könnt euch vor dieser Art von Masche nur dann schützen, wenn ihr nicht anruft beziehungsweise wenn ihr den Anordnungen des Gegenübers nicht nachkommt. Denn wenn ihr die „1“ wählt, wird euch ein Service in Rechnung gestellt, der niemals stattgefunden hat. Derzeit kursieren ähnliche Fälle. So kann der Reinigungsservice-Trick nur einer von vielen sein. Denn oftmals berichten Angerufene von einer Computerstimme, die sich am Telefon als Polizist ausgibt und ebenfalls dazu aufruft, die Taste „1“ oder eine bestimmte Kombination zu wählen. Alternativ sollt ihr hier eine sogenannte Aufforderungs-SMS versenden – das sagt zumindest die Computerstimme. Wenn es sich um Abzocke handelt, werdet ihr in den kommenden Tagen oder Wochen vermutlich einen weiteren Rechnungsposten auf eurer Mobilfunkabrechnung feststellen, die ungerechtfertigt ist und ohne Erbringung einer Leistung eingefordert wird – ausgelöst durch das Drücken der Taste „1“ oder aber durch eine harmlose SMS.

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Roaming: die unfassbare 145.000-Euro-Handyrechnung

Wie ein US-Amerikaner ein halbes Haus vertelefoniert hat

Sicherlich hat sich der eine oder andere von euch schon einmal über eine hohe Handyrechnung geärgert. Wie muss es da wohl einer jungen Dame in den USA ergangen sein, als sie einen Brief mit der unglaublichen Rechnungssumme von mehr als 200.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 145.000 Euro) gelesen hat. Sie sei fast ohnmächtig geworden – nicht nur vor Schreck, sondern auch vor Wut. Denn das Handy, mit dem die hohe Rechnung entstanden ist, verwendete ihr Bruder, der sich für längere Zeit außerhalb der USA befunden hat.

Und der Betrag war korrekt …

…, denn der Nutzer hatte einfach vergessen, die Roaming-Funktion auszuschalten, als er nach Kanada einreiste. Videotelefonate, SMS und E-Mails taten ihr übriges zu der hohen Rechnung bei. Doch die arme Frau hatte Glück: Obwohl die horrende Rechnung rechtlich korrekt war, hat man sich auf eine Art Vergleichszahlung in Höhe von 2.500 US-Dollar geeinigt. Das klingt im Vergleich zu 201.005,44 US-Dollar wie ein Segen, ist aber dennoch eine sehr hohe Summe, die sehr schnell entstehen kann, wenn der Roamingdienst im Ausland nicht abgeschaltet wird.

Was ist Roaming genau?

Im Mobilfunkbereich bezeichnet Roaming die Funktion, mit der das Handy in einem anderen Netz – beispielsweise im Ausland – den stetigen Austausch von Daten gewährleistet. Dadurch bleibt unter anderem die Möglichkeit erhalten, Telefonate zu empfangen oder eben selbst zu telefonieren. Wenn es nur um den Empfang von Telefonaten und SMS geht, ist das in der Regel kein Problem (sofern es sich nicht um die datenintensive Videotelefonie handelt). Denn das Roaming benötigt erst dann Daten, wenn es zum Anruf kommt. Und das ist noch relativ berechenbar. Wenn ihr aber ein Smartphone mit diversen aktiven Apps im Ausland verwendet und gleichzeitig den Roamingdienst angeschaltet habt, aktualisiert das Handy seine Apps fleißig weiter. Habt ihr einen E-Mail-Client auf dem Smartphone, der mehrfach täglich selbstständig Mails checkt und herunterlädt, passiert das durch eingeschaltetes Roaming auch weiterhin im Ausland. Gleiches gilt zum Beispiel für eure Wetter-App, ein eventuelles Stauradar, einen Börsenticker und, und, und …! Der Unterschied ist zwischen In- und Ausland gewaltig: Denn während ihr im Inland über eine Handyflat verfügt, greift ihr im Ausland auf das Netz eines anderen Anbieters zu. Und dieser rechnet nach Volumen ab, das im schlimmsten Fall immens hohe Rechnungen bedeuten kann.

Roaming im Ausland ausschalten

Wenn ihr auf der sicheren Seite sein möchtet, schaltet ihr Roaming im Ausland ab. Und es muss nicht gleich die USA sein. Reist ihr kurz nach Österreich, in die Niederlande oder beispielsweise auch nach Polen, solltet ihr hier bereits darauf achten, die Funktion jeweils zu deaktivieren. Falls ihr im Rahmen eines Auslandsaufenthalts auf diverse Funktionen eures Handys angewiesen seid, die Roaming benötigen, solltet ihr im Voraus euren Provider kontaktieren und fragen, über welches Netz im entsprechenden Ausland kommuniziert wird und welche Kosten auf euch zukommen können.

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Mehrwertdienste (0900-Nummern)

Bei einem Mehrwertdienst (oder auch Premium-Dienst) handelt es sich um Dienst, welcher andere Dienste oder Produkte ergänzt, um den Wert oder Nutzen des Dienstes oder Produktes zu erhöhen. Früher wurde dafür die wohl einigen bekannte Vorwahl 0190 genutzt. Diese steht nun aber nicht mehr zu Verfügung.

Ein großer Vorteil der 0900-Nummern ist, dass jeder Nutzer die Datenbank der Bundesnetzagentur darauf abfragen kann, zu wem die 0900-Nummer gehört (Rufnummer ohne (0)900 eingeben):

Ein Nachteil ist, dass es nicht möglich ist, die Kosten für einen Anruf an der Rufnummer zu erkennen (wie z.B. bei den 0180-Nummern). Aus der Ziffer nach der 0900 lässt sich nun nur noch erschließen, welche Art der Dienstleistung sich hinter der Nummer versteckt. So steht die 0900-1 für Dienste wie Information oder Faxabruf, die 0900-2 für Dienste wie Unterhaltung (keine Erwachsenenunterhaltung) oder Faxabruf und die 0900-5 für beliebigen Inhalt (Erwachsenenunterhaltung). Die 0900-9 ist die einzige Vorwahl unter der noch Dialer betrieben werden dürfen – jedoch nur noch unter sehr strengen Auflagen.
Die 0900 wird aber auch von Telefongesellschaften als “Billigvorwahl” genutzt, um Call-by-Call-Gespräche für Anschlüsse zu ermöglichen, für die ein reguläres Call-by-Call verfügbar ist.

Anrufe zu 0900-Nummern sind frei tarifierbar, d.h. der Anbieter des Mehrwertdienstes kann den Preis für das Telefongespräch frei bestimmen. Dabei ist jedoch gesetzlich geregelt, dass ein Gespräch maximal 3 Euro pro Minute oder 10 Euro pro Gespräch kosten darf. Zeitgetaktete Gespräche werden aus Sicherheitsgründen nach einer Stunde getrennt. Für Mobilfunkanrufe gelten hier jedoch andere Tarife.

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Neue Telefonabzocke mit Tankgutscheinen

Tankgutscheine statt Gewinnspiele

Dass es im Bereich der Telefonabzocke nicht immer Gewinnspiele sein müssen, zeigt eine neue Masche mit Tankgutscheinen. Dabei handelt es sich um eine Abofalle, die telefonisch aufgeschwatzt wird. Es ruft jemand an, der euch sagt, dass ihr einen Tankgutschein im Wert von circa zehn Euro kostenlos erhalten könnt. Dabei handelt es sich sehr oft um eine Tonbandaufnahme, in der ihr angewiesen werdet, einen Rückruf zu tätigen, um dem Erhalt des besagten Tankgutscheins zuzustimmen. Das klingt erst mal nicht schlecht, ist es aber, wenn ihr einige Zeit später einen Blick auf eure Telefonrechnung werft.

Ein Paradebeispiel hierfür findet ihr unter der Nummer 091113137316. Unser User Wolft meinte dazu folgendes:

weibliche Stimme mit leicht östlichem Akzent, spricht sehr schnell. Man soll innerhalb von 10 Min. die kostenlose Nr. 08005892716 anrufen, nach Ansage die 1 und dann (bin mir nicht mehr sicher) die 5 drücken, dann würde ein 10€-Tankgutschein von Aral freigeschaltet. Zusätzlich würde man dann kostenlos an einem bundesweiten Gewinnspiel mit noch mehr freiem Benzin teilnehmen. Ich wollte dann noch wissen, welchen Vertrag man damit abschliesst, da stellte sie sich unwissend.

Rechnungsstellung per Telefonrechnung

Heutzutage brauchen Abzocker nicht zwangsläufig eure Bankverbindung, um euch Geld abzuknöpfen. Oft reicht schon eure Telefonnummer aus, damit das Geld kurzerhand über eure Telefonrechnung eingefordert werden kann. Denn statt eines Tankgutscheins habt ihr durch den Rückruf ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen. Und die Kosten dafür werden euch zukünftig berechnet – über die Telefonrechnung. Auch wenn es generell recht unwahrscheinlich ist, dass euch jemand Fremdes anruft und etwas schenken möchte, könnt ihr gerade bei kleinen Summen fast immer davon ausgehen, dass es um Abzocke geht. Denn in der Regel lassen sich kleine Beträge über die Telefonrechnung deutlich leichter abzocken als große. Gerade bei fünf Euro drücken viele Verbraucher ein Auge zu und haken den Betrag schnell ab. Denn gerade bei kleinen Beträgen lohnt es sich für viele nicht, gegen den Betrüger vorzugehen. Aber gerade hier solltet ihr reagieren, denn im Zuge des Abos kann es vorkommen, dass die Abzocker nach der einmaligen Rechnungsstellung nicht haltmachen und weiter abbuchen – oft im wöchentlichen oder monatlichen Turnus.

Rechnung kontrollieren, Geld zurückfordern

Um bei Abzockeversuchen sofort reagieren zu können, solltet ihr nicht nur euer Bankkonto, sondern auch eure Telefon- und Handyrechnung stets im Auge behalten. Wie ihr seht, reicht schon ein harmloser Rückruf aus, um abgezockt zu werden. Wenn ihr Smartphones nutzt, reicht sogar schon ein einfacher Klick aus, um einen Dienst zu akzeptieren, der euch berechnet wird. Leider ist es für euch recht kompliziert, gegen die Rechnungsabzocke vorzugehen. Denn hier ist euer Provider selbst meist machtlos. Falls ihr auf die Tankgutscheinmasche reingefallen seid, solltet ihr möglichst schriftlich reagieren und Widerspruch einlegen. Fordert in jedem Fall die schon berechnete Summe zurück beziehungsweise zahlt nur den Betrag der Telefonrechnung, der eurem Provider zusteht, und weist diesen darauf hin, dass der übrige Betrag zu Unrecht eingefordert wird. Ihr seht, dass es recht mühsam ist, hier gegen die Abzocke vorzugehen. Dementsprechend wichtig ist es, dass ihr schon am Telefon sensibilisiert seid und vor allem dann hellhörig werdet, wenn euch jemand etwas anbieten möchte – gerade dann, wenn es kostenlos ist oder unverschämt gut klingt.

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Alternativen zur normalen Telefonauskunft

Kostenfreie Rufnummernsuche im Web

Wer die Auskunft Anruf, zahlt mittlerweile recht viel. So kostet die Information über den Gesprächspartner schnell bis zu zwei Euro. Ab und an kann man das verkraften. Wer aber häufiger die Auskunft anruft, kann seine Telefonrechnung schnell sprengen. Dabei gibt es diverse Möglichkeiten, schnell und vor allem kostenlos an Rufnummern zu kommen. Eine Möglichkeit ist die Recherche im Internet. Hier werden Auskunftsverzeichnisse angeboten, die gratis Informationen bereitstellen. Derartige Online-Auskunftsdienste bieten darüber hinaus oftmals ein breites Spektrum an Zusatzleistungen an – beispielsweise die Darstellung der Adresse in einer Karte oder sonstige Umgebungsinformationen. Teilweise werden sogar E-Mail-Adresse und Webseiten vorgestellt – was gerade bei der Suche nach Unternehmen Sinn macht, und eben kostenlos ist. Möchtet ihr wissen, wer euch angerufen hat, könnt ihr bei einigen Diensten auch die Rufnummer eintippen und die Inverssuche verwenden. Dabei zeigt euch das Portal schnell an, wer euch angerufen hat. Ferner könnt ihr bei einigen Diensten die Umkreissuche verwenden – zum Beispiel dann, wenn ihr einen Dienstleister für einen speziellen Bereich benötigt und euch mehrere Angebote einholen möchtet. Es gibt also durchaus Optionen zur kostenpflichtigen Auskunft.

SMS und mobiles Internet

Wenn ihr ein Smartphone mit Internetflat verwendet, gibt es einige Internetanwendungen, die euch bei der Rufnummernsuche behilflich sein können. Einige Provider bieten einen Nummernservice auch per SMS an. Dieser benötigt von euch lediglich einige Daten per SMS – beispielsweise den Namen und die Adresse des Gesuchten. Sendet ihr die SMS an euren Anbieter, erhaltet ihr binnen kurzer Zeit eine Kurznachricht – entweder mit den Daten oder aber mit dem Hinweis, dass keine Daten vorliegen. Dies kann der Fall sein, wenn der Gesuchte nicht im Telefonbuch steht. Hier sollte man in jedem Fall auch auf die Kosten achten, die allerdings in der Regel deutlich niedriger sind als bei der telefonischen Auskunft.

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Rechnungen von „Czech Media Factoring“ – nicht reagieren!

Warnung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Es gibt Abzocker, die einfach Rechnungen an mehrere Personen versenden und warten, wer bezahlt. „Czech Media Factoring“ ist eine dieser dreisten Abzocker, die Rechnungs- sowie Mahnschreiben versenden und euch unterstellen, dass ihr einer kostenpflichtigen Leistung der Firma „RMI“ zugestimmt habt, indem ihr eine bestimmte Rufnummer angerufen haben sollt. Um welche Art der Leistungen es genau gehen soll, geht aus den Schreiben nicht hervor.

Nicht bezahlen!

Offensichtlich handelt es sich bei derartigen Anliegen um Abzocke. Und selbst falls ihr euch nicht sicher seid, ob ihr nicht doch vielleicht eine kostenpflichtige Nummer gewählt haben könntet, seid ihr auf der sicheren Seite. Denn „Czech Media Factoring“ weist auf eine der 0900-Servicenummern hin, und diese werden stets über die Telefonrechnung abgebucht! Das heißt, dass derartige Anrufkosten stets über euren Handyanbieter abgerechnet werden, und niemals direkt über den jeweiligen Leistungsanbieter. Demnach solltet ihr die Rechnung in keinem Fall bezahlen. Lasst euch ebenfalls nicht von eventuellen gehaltlosen Mahnungen einschüchtern. Dies rät auch die Verbraucherzentrale. Ferner solltet ihr euch von dem ominösen Anbieter nachweisen lassen, dass ihr eine der genannten Services wirklich beansprucht habt. So seid ihr auf der sicheren Seite. Denn es wird dem Anbieter sehr schwerfallen euch nachzuweisen, dass ihr telefonisch etwas abgeschlossen habt. Erstattet am Besten auch Strafanzeige gegen den Anbieter, wenn ihr euch ganz sicher seid, dass ihr diesen Service nie beansprucht habt.

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