Mehr als Betrug: Die gefährliche Technikermasche

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Wenn der Servicetechniker anruft und vorbeikommt

Betrüger werden immer dreister und einfallsreicher. Es gibt die besonders gefährliche Masche des Servicetechnikers. Diese beginnt damit, dass organisierte Betrüger ältere Menschen ausfindig machen – zum Beispiel per Telefonbuch. Dabei orientieren sich die Betrüger an etwas altmodisch klingenden Namen und gehen davon aus, dass es sich auch um etwas ältere Menschen handelt. Das Gefährliche: Dank des Telefonbuchs – offline als auch online – erhalten die Betrüger nicht nur Kenntnis über Namen und Telefonnummer, sondern auch über die Adresse. Und das wir schamlos ausgenutzt.

Der Anruf des Technikers

Nachdem mehrere potenzielle Opfer ausfindig gemacht wurden, folgt der nächste Schritt: die Annäherung an die jeweilige Person. Das geschieht zumeist telefonisch. Dabei gibt sich der Anrufer als Servicetechniker aus und informiert die zumeist ältere Person, dass ein Serviceeinsatz bei ihr vor Ort in der eigenen Wohnung notwendig sei. Gleichzeitig wägt der Anrufer mit gezielten Fragen ab, wie groß die Chancen sind, hier Geld abgreifen zu können. Viele ältere Menschen vertrauen darauf, dass alles seine Richtigkeit hat – gerade dann, wenn die „Stadtwerke“ anrufen und etwas am Wasseranschluss kontrollieren müssen. Die Anrufer verleihen der Maßnahme noch etwas Nachdruck und weisen oft darauf hin, dass ohne eine Prüfung eines Anschlusses eventuell Probleme auftauchen könnten – zum Beispiel mit dem Wasser oder auch mit Strom. Und wer nun einlenkt und einen Termin vereinbart, hat den Betrüger vielleicht im Haus.

Der Vor-Ort-Besuch

Bei dieser Masche statten sich die Betrüger mit Blaumann und Werkzeugkasten aus, um als Servicetechniker der Stadtwerke oder einer anderen Unternehmung beziehungsweise Einrichtung durchzugehen. Aufgrund des vorher telefonisch abgesprochenen Termins öffnen viele Personen die Tür bereitwillig und lassen den Pseudo-Techniker rein. Besonders dreist: Der Techniker hat oft Bargeld dabei und eine gefälschte Energiekostenabrechnung. Dieser behauptet nun, dass die Person eine Rückzahlung vonseiten der Stadtwerke erhält – jetzt sofort und in bar. Der Techniker hat das Geld nun allerdings nicht passend, sondern lediglich einen größeren Schein dabei, der entsprechend vom Geschädigten gewechselt werden muss. Vorsicht! Denn nun sieht der Betrüger, wo der Geschädigte sein Portemonnaie aufbewahrt. Die Person wird nun angewiesen, in der Küche oder im Bad das Wasser laufen zu lassen, um einen eventuellen Druckabfall zu prüfen. Während der Geschädigte nun voll konzentriert auf den Wasserstrahl schaut, entwendet der Betrüger das Geld aus dem Portemonnaie, sagt anschließend, dass technisch alles in Ordnung sei, und macht sich auf den Weg zum nächsten Opfer. Dabei handelt es sich um eine besonders dreiste Abzocke, die am Telefon beginnt und beim Opfer in der Wohnung endet.

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