Enkeltrick klappt wieder häufiger

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Wenn die falsche Nichte anruft

Der Enkeltrick ist eine fast schon routinierte und recht alte Form der Abzocke. Über diese wurde bereits in den letzten Jahren sehr häufig berichtet. Vor allem aus dem Grund, da viele Senioren viel Geld verloren haben. Betrüger versuchen es allerdings in letzter Zeit wieder häufiger mit dieser fiesen Abzocke. Tellows berichtet über die Vorgehensweise der Betrüger:

Schritt 1: die Recherche nach potenziellen Opfern

Beim Enkeltrick gibt es einen fast schon festgelegten Ablauf. Zunächst suchen sich die Betrüger bewusst ältere Mitmenschen aus. Dazu recherchieren sie beispielsweise in Telefonbüchern nach eher altmodischen Namen. Teilweise haben die Betrüger auch persönliche Informationen der späteren Opfer auf illegalem Weg erworben – das erhöht die Erfolge der Abzocker recht häufig. Denn wenn die Pseudo-Nichte persönliche Informationen der Angerufenen kennt, ist das für viele ältere Menschen ein Argument, um zu helfen.

Schritt 2: der Anruf

Vertrauen erschleichen, täuschen, schlechtes Gewissen einreden – das sind Methoden, mit denen die Betrüger im nächsten Schritt vorgehen. Dabei rufen diese ihr potenzielles Opfer an und geben sich als nahe oder entfernte Verwandte aus – sehr oft als Enkel. „Oma, weißt du, wer dran ist?“, lautet dann sehr oft die erste Frage. Und die nette Seniorin sagt prompt den Namen ihrer Enkelin. „Richtig, Oma, ich bin etwas erkältet, deshalb klinge ich so komisch.“ Das reicht bereits aus, um das Vertrauen des Opfers zu haben. Man habe lange nichts mehr voneinander gehört, benötige nun allerdings eine kleine finanzielle Hilfe, um eine Wohnung zu beziehen, ein Auto zu kaufen oder sonstige Anschaffungen zu tätigen. Teilweise geben die Anrufer auch an, in finanziellen Schwierigkeiten zu sein. Die Abzocker gehen dabei äußerst organisiert und fast schon professionalisiert vor. Und aufgrund der hohen Ausbeutechance lohnt es sich, mehrere Dutzend Fehlanrufe zu investieren, wenn der 70. Anruf dann klappt. Denn die Pseudo-Verwandten bitten nicht etwa um Hundert Euro, sondern zumeist gleich um mehrere Tausend Euro. Die Angerufenen werden häufig unter Druck gesetzt. Oft wird ein schlechtes Gewissen eingeredet, dass man nie geholfen habe und es nun sehr dringend sei. Das Geld würde auch schnellstmöglich zurückgezahlt.

Schritt 3: die Übergabe

Die falsche Angehörige hat leider derzeit keine Möglichkeit, selbst das Geld zu holen – aus gesundheitlichen Gründen oder wegen sonstigen Unpässlichkeiten. „Ich schicke dann eine Freundin bei dir vorbei, Oma.“, lautet die Ausrede des Abzockers. Teilweise trifft man sich an einem bestimmten Ort, teilweise klingelt die wildfremde Person dann an der Tür des Opfers und erhält direkt mehrere Tausend Euro.

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