Bundesnetzagentur warnt vor gefährlichen Ping-Anrufen

Ping-Anrufe: Bekannt aber Riskant


Euer Handy klingelt 2 Sekunden lang. Ihr seht auf dem Display eine unbekannte Rufnummer mit ausländischer Vorwahl wie 00255 (Tansania) oder 00375 (Weißrussland). Ihr überseht jedoch die erste Null und denkt, dass es sich um eine deutsche Nummer handelt. Ihr ruft die Nummer zurück und erreicht nur eine Bandansage, die euch in einer Warteschleife hält und tatsächlich mehrere Euro pro Minute kostet. Bei der nächsten Telefonabrechnung bekommt ihr dann einen Schock wegen den hohen Kosten des Anrufs.

Diese Abzocke-Masche ist natürlich kein neues Phänomen. Viele Verbraucher erhalten täglich mehrere Kurzanrufe (Ping-Anrufe) von unbekannten ausländischen Rufnummern, die auf kostenpflichtigen Rückruf warten. Trotz hoher Bekanntheit der Masche bleibt die Anzahl der Opfer immer noch hoch: allein im Januar wurden über 14.000 Beschwerden zu Ping-Anrufen bei der Bundesnetzagentur gemeldet. Auch auf tellows berichteten bereits viele Nutzer über diese Masche. Nachfolgend einige Beispiele:

(+22455971865) „Wurde heute mit zwei verschiedenen Rufnummern aus Guinea angerufen. Lässt nur kurz anklingeln, damit man zurückruft. Das kann teuer werden! Blockieren und ignorieren.

(00242017490035 ) „Zweimal geklingelt, um einen Rückruf zu provozieren. Kurz darauf mit einer anderen Nummer mit gleichen Vorwahlen noch einmal versucht.

Bundesnetzagentur: „Wir schützen Mobilfunkkunden vor den Folgen telefonischer Belästigung und schieben den Ping Anrufen einen Riegel vor“

Um Telefonverbraucher wirksamer zu schützen, hat die Bundesnetzagentur erneut eine weitere Maßnahme gegen Ping-Anrufen durchgesetzt. Laut der Pressemitteilung der Bundesnetzagentur muss in Mobilfunknetzen eine kostenlose Preisansage für 56 internationale Vorwahlen geschaltet werden. In der Preisansage dürfen gar keine Kosten enthalten sein. Darin soll den Anrufer die Auskunft darüber bekommen, dass er gerade eine ausländische Rufnummer anruft und hohe Kosten entstehen können. In der Pressemitteilung erklärt der Präsident der BNA, Jochen Homann, Preistransparenz schützt Verbraucher am besten vor unbedachten Rückrufen. Rufen die getäuschten Verbraucher zurück, können sie das Gespräch abbrechen, ohne dass Kosten entstehen. Bis zum 1. März 2019 muss die Preisansage von Mobilfunknetzbetreibern und Mobilfunkanbietern umgesetzt werden.

Jetzt muss das Ende der Masche von Ping-Calls kommen!

Mit der Umsetzung der Preisansage soll die Anzahl der Opfer von Pinganrufen künftig gesenkt werden. Die Bundesnetzagentur empfiehlt Verbrauchern auch, niemals Rufnummern zurückzurufen, wenn kein Anruf aus den entsprechenden Ländern erwartet wird. Am besten vermeiden wir mögliche hohe Kosten beim Rückruf, indem wir z.B. zuerst eine Nachricht schicken. Wenn wir Anrufe aus dem Ausland erwarten, sollen wir auch die entsprechenden Landesvorwahlen im Kopf haben, um Telefonbetrug zu verhindern.

Wenn ihr trotzdem viele Spam-Anrufe von unbekannten Nummern erhaltet, könnt ihr mit Hilfe der tellows App die Anzahl der Spam-Anrufe vermindern. Die „Caller ID & Block“ App kann euch dabei helfen, Telefonbetug zu erkennen und Spamanrufe automatisch zu sperren. Damit ist Schluss mit nervenden Spamanrufen und ihr müsst nur rangehen, wenn ihr von seriösen Nummern angerufen werdet!

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