Mobiles Web im Ausland wird billiger – Schluss mit der Roaming-Abzocke

Facebooktwitterpinteresttumblrmail

Wer im Ausland mit dem Smartphone surft, ist schnell bis zu mehrere Hundert Euro los. Schuld ist das Roaming, welches standardisiert auf eurem Handy eingestellt ist und dazu führt, dass immer wieder Daten abgerufen werden. Das ist mit einer Internet-Flatrate in Deutschland überhaupt kein Problem. Was viele Handynutzer aber nicht wissen: Wenn ihr das Inland verlasst, und die Roaming-Funktion eures Smartphones nicht ausschaltet, greift das Handy automatisch auf zumeist sehr teure Dienste eines ausländischen Anbieters zu. Glücklicherweise kann euch nach einer EU-Verordnung nicht mehr so viel passieren, wenn ihr vergesst, die Roaming-Funktion auszuschalten. Denn kürzlich wurden Preisobergrenzen fixiert.

Preisstabilisierung seit dem 1. Juli 2012

Wenn ihr im EU-Ausland einen Anruf absetzt, darf euch das Gespräch maximal 29 Cent pro Minute kosten. Sofern ihr im Ausland einen Anruf erhaltet, darf dieser mit maximal 8 Cent pro Minute berechnet werden. Wenn ihr eine SMS-Nachricht versendet, müsst ihr bedenken, dass die Flatrate zumeist auch nur für das Inland gilt. Im EU-Ausland darf euch aber auch nicht mehr als 9 Cent pro Kurzmitteilung in Rechnung gestellt werden, sodass ihr hier keine bösen Überraschungen mehr erwarten müsst. Deutlich teurer wird es mal wieder bei den Datenabrufen bzw. beim Websurfen im Ausland. Auch wenn es hier günstiger geworden ist, kann der Abruf eines Musikvideos schnell mehrere Euro kosten: Das einzelne Megabyte darf innerhalb der EU allerdings mit maximal 70 Cent berechnet werden. Alle genannten Preise verstehen sich zuzüglich der üblichen Mehrwertsteuer. In diesem Fall wird zwischen Daten-Downloads und Daten-Abrufen unterschieden. Die Abrufe sind deutlich billiger (70 Cent), wohingegen Downloads stolze 4 Euro pro Megabyte kosten können. Aber auch hier ist eine Eingrenzung vorgesehen – allerdings erst 2014.

Automatische Warnung zum Zweck der Kostenkontrolle

Damit ihr auch außerhalb der EU nicht (mehr) in die Kostenfalle tappt, erhaltet ihr bei Reisen außerhalb der EU via SMS, E-Mail oder Pop-up eine Warnung, wenn die Datendienste einen Rechnungsbetrag in Höhe von 50 Euro oder eine individuell vereinbarte Schwelle erreicht haben sollten. In diesem Fall setzt eine automatische Sperre ein. Falls ihr weitersurfen möchtet, müsst ihr diese erst freischalten lassen.

Facebooktwitteryoutubeinstagram

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.