Achtung, Handyvertrag! Statt Geld einzusparen wird draufgezahlt

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Mehrkosten statt Einsparung

Ob im Web, in Magazinen oder sogar im TV – fast überall trifft man auf großzügig beworbene Spezial-Handy-Angebote mit klasse Prämien. Da soll man laut Werbemaßnahmen durchaus für den Abschluss zweier Handyverträge neben einer brandneuen PlayStation auch gleich noch zwei Handys erhalten. Das klingt doch gut, sollte man zumindest meinen. Aber gerade bei derartig attraktiven Angeboten ist doppelte Vorsicht geboten, denn es gab schon Fälle, wo man Prämien in Höhe von mehreren Hundert oder gar Tausend Euro erhalten sollte, letztlich allerdings noch draufgezahlt hat. Achtet auch auf die Handys, denn dabei handelt es sich zumeist um günstige, wenn nicht sogar fast wertlose, Ladenhüter.

Einzelposten zusammenrechnen

Bevor ihr auf ein solches Angebot eingeht, solltet ihr genauestens nachrechnen, was euch der Vertragsabschluss kostet und ob es nicht sinnvoller ist, die PlayStation einzeln zu kaufen. Zumeist werden in solchen Paketen immer zwei Handyverträge angeboten. Beide weisen generell eine monatliche Grundgebühr – oft auch noch eine einmalige Anschlussgebühr auf. Nun solltet ihr nachrechnen, was euch die Sache über zwei Jahre kostet: Wenn die monatliche Grundgebühr pro Handyvertrag bei 14,99 Euro liegt, was in der Praxis sehr häufig der Fall ist, kosten euch beide Handys über die Mindestvertragslaufzeit hinweg schon mal knapp 720 Euro – ohne dass ihr auch nur eine SMS verschickt habt. Dafür sind schon mal mindestens zwei brandneue PlayStation drin. Dann geht es oft weiter: Anschlussgebühr mal zwei – beispielsweise 25 Euro pro Vertrag – ergibt dann schon eine Gesamtrechnung von 770 Euro nach 24 Monaten. Möchtet ihr eure neuen Handys nun gleich auch mal online verwenden, müsst ihr den passenden Dienst hinzubuchen. Dieser kostet dann pro Monat und pro Vertrag beispielsweise 9,99 Euro. Das wären dann knapp 480 Euro mehr über die Gesamtlaufzeit – also etwa 1.250 Euro.

Und es geht weiter …

…, denn nun habt ihr ja noch keine einzige SMS verschickt geschweige denn ein Telefonat geführt. Lasst euch nicht von etwaigen Inklusivminuten oder monatlichen Frei-SMS täuschen. Denn wenn diese aufgebraucht wird, rechnet der Anbieter oftmals erst richtig ab. So kostet die Minute dann nicht 19 Cent, sondern unter Umständen gar 79 Cent! Falls ihr zu den Normalos unter den Handynutzern gehört, telefoniert ihr in etwa knapp 70 Minuten monatlich. Selbst wenn euch nun 50 Minuten geschenkt werden, kosten euch – pro Vertrag – die 20 weiteren Gesprächsminuten über die Monate hinweg noch einmal knapp 760 Euro (bei 79 Cent pro Minute). So zahlt ihr insgesamt über zwei Jahre hinweg locker 2.000 Euro! Und SMS sowie Einmalkosten für die beiden Handys sind hier noch nicht einmal eingerechnet.

Preis-Leistungsvergleich

Für 2.000 Euro erhaltet ihr im Handel eine PlayStation und zwei gute Mittel- bis Oberklasse-Smartphones mit Internet- und SMS-Flat. Teilweise sind sogar weitere Flats integriert – zum Beispiel in das Mobilfunknetz des jeweiligen Betreibers. Hier hättet ihr allerdings dann deutlich billigere Gesprächsminuten und eben zwei deutlich bessere Handys. Dieses Beispiel zeigt also, dass es in vielen Fällen doch besser ist, einmal genau nachzurechnen und sich das eine oder andere Gerät direkt zu kaufen, statt über die Monate hinweg viel zu viel abzubezahlen.

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3 Gedanken zu „Achtung, Handyvertrag! Statt Geld einzusparen wird draufgezahlt

  1. Lara

    Ich finde es sehr gut, dass du in deinem Blog auf solche dubiosen Angebote aufmerksam machst, jedoch kann ich mich Annegret auch irgendwie anschließen: Jeder, der 18 ist, darf Verträge unterschreiben – und sollte sich diese auch genau anschauen.

    Jedoch kann man auch vorbeugen, in dem man die Verträge bei seriösen Seiten abschließt. Hier habe ich bisher viele gute Erfahrungen gemacht und war mit meinem Vertrag immer zufrieden.

    Viele Grüße
    Lara

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