Abzockmethode – Vorkasse, um Gewinn zu erhalten

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Wenn ihr im Voraus zahlt, der Gewinn aber ausbleibt

Über Tellows habt ihr vielleicht schon vor der dreisten Vorauskasse-Abzocke gehört. In diesem Fall schwindelt ein Anrufer dem Angerufenen einen Gewinn in beträchtlicher Höhe vor. Um diesen Gewinn zu erhalten, müsse man lediglich eine im Verhältnis zum Gewinn recht kleine Summe vorab überweisen. Diese Vorkasse wird oftmals als Mehrwertsteuer, Transaktionsgebühren oder auch als Überstellungsgebühren bezeichnet. Sehr oft wird in diesem Zusammenhang von Geschädigten auf eine Firma in Istanbul hingewiesen, von wo aus der Gewinn dann überstellt werden soll. Damit werden auch die entsprechenden Vorab-Gebühren in der Praxis gerechtfertigt.

Statt Gewinn ist das Geld weg

Es ist durchaus vorgekommen, dass gutgläubige Personen eine Summe in Höhe von mehreren Hundert Euro überwiesen haben – mit der Vorfreude auf den hohen Gewinn. Und das nutzen die Betrüger schamlos aus. Denn oftmals rufen diese erneut an und bitten um eine weitere Vorabzahlung, denn wer einmal zahlt, macht das in Erwartung des hohen Gewinns unter Umständen noch mal – teilweise mit Erfolg, wie ein konkretes Beispiel zeigt, bei dem eine 60jährige Dame mehrere Hundert Euro überwiesen hat. Ein Gewinn blieb selbstverständlich aus. Das Geld war weg, die Polizei wurde eingeschaltet und ermittelt in diesem Fall.

Wenn ihr Geld überweist …

… solltet ihr wissen, dass es nicht so einfach ist, den Betrag zurückzuholen. Denn in diesem Fall müsst ihr auf die Gunst des Empfänger-Kreditinstituts und des Empfängers selbst hoffen. Willigt dieser in die Erstattung nicht ein, ist das Geld auf normalem Weg nicht mehr zurückzuholen. Und gerade in diesem Bereich verwechseln viele die Überweisung mit der Abbuchung. Denn wenn Geld von eurem Konto per Lastschrift abgebucht wird, habt ihr mehrere Wochen die Möglichkeit, eure Bank anzuweisen, das Geld zurückzuholen – was in der Regel ohne größere Probleme geschieht. Wie beschrieben ist das aber bei der Überweisung nicht der Fall, sodass ihr hier unbedingt unterscheiden müsst. Die Praxis zeigt – wie ihr in weiteren Tellows-Blogeinträgen lesen könnt –, dass es sehr viele ähnliche Fälle von Telefonbetrug gibt, bei dem ein Gewinn versprochen wird, für den eine monetäre Leistung im Voraus entrichtet werden muss. Das ist keinesfalls die Regel und äußerst unüblich, sodass euch seriöse Gewinnspielanbieter niemals auffordern, eine Summe zu überweisen, um eine höhere Summe zu erhalten. Ihr könnt daher generell davon ausgehen, dass ihr hier mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem Abzocker sprecht.

Zielgruppe für die Abzocke

Viele von euch werden sich fragen, wie man derartig offensichtlichen Abzockmethoden auf den Leim gehen kann. Ihr müsst aber davon ausgehen, dass Betrüger eher ältere Personen anvisieren. Gerade solche, die über derartige Machenschaften noch nicht informiert wurden und das heutzutage zur Verfügung stehende Medienrepertoire nur sporadisch bis kaum nutzen. Es kann sich auszahlen beziehungsweise Geld sparen, wenn ihr eure älteren Mitmenschen über entsprechende Abzockemethoden in Kenntnis setzt.

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