Die fiesen Tricks der Telefonabzocker

So zocken Callcenter ab

Wie viele Mitarbeiter hat so ein Callcenter eigentlich?, fragt sich der Eine oder Andere beim Blick auf die vielen Werbeanrufe. Die Antwort: viel weniger als ihr denk! Denn Telefonabzocker setzen regelmäßig Anrufroboter ein, die selbstständig wählen und bei erfolgreicher Verbindung direkt mit einem Callagenten verbinden. Dabei lassen diese gleich bei mehreren Personen anklingeln und verbinden stets mit dem, der als erstes abnimmt. Dadurch ist es möglich, dass eine Person gleich mehrere Male angerufen wird – immer und immer wieder. Das weiß auch die Bundesnetzagentur, die jetzt gegen diese Callcenter rigoros vorgehen möchte.

Vorsicht vor unbekannten Rufnummern

Immer öfters wird der Trick der unterdrückten Nummer verwendet. Keine 0800er- oder 0137-er Nummer – die Abzocker versuchen es anonym, obwohl das unter Strafe verboten ist. Wenn euch ein solcher Anruf ereilt, solltet ihr diesen unbedingt an die Netzagentur melden – hört genau hin, wer euch anruft. Mittlerweile werden aber auch Pseudo-Nummern verwendet, die zufällig vom Roboter generiert werden. Ruft ihr hier zurück, landet ihr überall, nur nicht beim Abzocker.

Vorsicht, wenn ihr verdächtige Anrufe entgegennehmt

Callcenter-Mitarbeiter werden genauestens geschult und verfügen über einige Tricks. Gewinnbenachrichtigungen gehören in diesem Bereich fast schon zum täglich Brot. So versprechen einige Dienste einen tollen Gewinn, für dessen Erhalt ihr eure Daten angeben müsst – teilweise sogar die Bankdaten. Auch wenn diese Anrufe für euch oft nichts kosten, gibt es keinen Gewinn, aber eure Daten sind im Umlauf. Also Vorsicht! Werbecalls sind ebenso ein probates Mittel der Callcenter, mit denen sie versuchen, an eure Daten zu kommen. Einige nutzen die Gutmütigkeit der Verbraucher aus und lassen einfach anklingeln – mit angezeigter Rufnummer. Es gibt viele, die dann zurückrufen – und das ist fatal, denn erstens zahlt ihr in vielen Fällen für den Anruf und könnt nicht einmal ohne Weiteres nachweisen, dass ihr einer Abzocke zum Opfer gefallen seid – schließlich habt ihr ja dort angerufen. Nutzt unsere Handlungsempfehlungen, um euch zu schützen.

Rufnummern, SMS und Fax

Wenn euer Handy einen Anrufer mit der Vorwahl 0800, 0137, 0900 oder auch 138 anzeigt, solltet ihr weder abnehmen noch zurückrufen. Denn dabei handelt es sich um typische Werbe- und Callcenternummern. Wenn ihr hier anruft, entstehen automatisch Kosten – außer bei der 0800, die generell als kostenfrei gilt. Wie teuer es wird, hängt allein von der Nummer ab. So gibt es solche, die pro Anruf 14 Cent berechnen und solche, die pro Minute bis zu 3 Euro abzocken – und das nicht nur durch normale Anrufe. Mittlerweile wird auch versucht, per SMS abzuzocken. Dabei erhaltet ihr ominöse Kurznachrichten mit einer fünfstelligen Kurzwahlnummer. Zumeist werdet ihr aufgefordert, eine Antwort-SMS zu senden – beispielsweise um einen Gewinn zu bestätigen, einen Kontakt herzustellen oder einen Service zu nutzen (Download etc.). Hier solltet ihr keinesfalls reagieren und die SMS sofort löschen. Besonders nervig sind Faxe. Denn diese kosten euch Geld, ohne dass ihr überhaupt anruft, geschweige denn telefoniert: Papier und Toner gehen für sinnlose Werbemaßnahmen drauf. Sollte euch ein solches Fax erreichen, könnt ihr schnell feststellen, ob es sich um Abzocke handelt: Denn bei windigen Anrufern sind zumeist keine Kontaktdaten angegeben.

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