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Nettes Gespräch mit saftiger Rechnung

Nette Frau, böse Überraschung

Dass auch informierte und besonders vorsichtige Verbraucher in die Telefonabzocke tappen können, zeigt das folgende Beispiel. Eine junge Frau, die Abzocketricks der Betrüger genau kennt und daher besonders vorsichtig ist, erhielt im September 2011 einen Anruf von einer „netten Dame“, die sehr freundlich und aufgeschlossen wirkte. Es handelte sich um ein nettes Gespräch, in dem nicht von einem Vertragsabschluss, sondern lediglich von einem Gratisheft die Rede war. Etwa drei Monate später kam allerdings die böse Überraschung: eine Rechnung in Höhe von fast 100 Euro. Und das, obwohl sie nur das Gratisheft behalten und das kostenpflichtige Magazin zurückgeschickt hatte.

Rückruf bei der Firma

Anstatt die Zeche zu zahlen, hat die Frau bei der ominösen Firma angerufen. Doch dort berief man sich auf das Gespräch und eine angebliche Aufnahme, die klar darlege, dass vonseiten der Angerufenen einer kostenpflichtigen Leistung zugestimmt wurde. Bei diesem Gespräch hat man also gezielt Fragen gestellt, um bestimmte Wörter der Angerufenen aufnehmen zu können. Oftmals reicht schon ein einfaches „Ja“ aus, um einen Vertrag zusammenzuschustern zu können – beziehungsweise die dafür relevante Tonbandaufnahme.

Völlig wertlose Leistung

Hinzu kommt, dass die Magazine der Abzocker zumeist völlig mehrwertlos sind. So befindet sich im beworbenen Magazin sowie der eine oder andere dilettantisch verfasste Artikel. Dieser Fall zeigt, dass Abzocker auch ohne Kenntnis über eure Bankdaten Geld eintreiben können. Seid daher vorsichtig mit persönlichen Daten wie eurer Adresse. Falls es euch während des Gesprächs möglich ist, solltet ihr das Angebot genau überprüfen. Fragt nach der genauen Leistung, bevor ihr eure Adresse herausgebt. Recherchiert wenn möglich kurz parallel im Web, wenn ihr der Meinung seid, dass es sich vielleicht doch um ein seriöses Angebot handeln könnte. Am Besten und Sichersten ist jedoch der radikale Weg: Einfach auflegen und die Abzocker klingeln lassen.

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Rhaetia IT-Services AG – Vorsicht vor Abzock-Angeboten

Verbraucherbeschwerden häufen sich

Falls euch die Rhaetia IT-Services AG telefonisch ein Angebot unterbreiten möchte, solltet ihr genau hinhören. Denn die Beschwerden über dieses Unternehmen und vor allem über dessen Vorgehensweise nehmen stetig zu. Hier warnen viele Internetbenutzer vor „Lügengeschichten“ der Rhaetia IT-Services AG beziehungsweise vor den Diensten „Projekt Gewinner-Zeit“ oder auch „ABO WIN“. Wie Tellows erfahren hat, wenden die Abzocker unterschiedliche Methoden an. So ist von massivem Telefonterror ebenso die Rede wie von dreisten Lügengeschichten und auch frechen Drohungen.

Bandaufnahmen

Nach Informationen vieler Internetbenutzer sollen Gespräche auf Band mitgeschnitten werden. Diese können dann im Nachhinein als rechtskräftiger Beweis beziehungsweise Nachweise über einen Vertrag gegen euch verwendet werden. Falls ihr am Telefon also einer Leistung zustimmt und die Rhaetia IT-Services AG oder ein anderer Anbieter alles aufnimmt, liegt dementsprechend ein Nachweis über einen mündlichen Vertrag vor. Abzocker manipulieren derartige Aufnahmen allerdings sehr häufig. So kann es vorkommen, dass euch der Abschluss einer Leistung unterstellt wird, ohne dass ihr am Telefon wirklich zugestimmt habt. In diesem Fall reicht Abzockern oft schon ein einfaches „Ja“ von euch, um die Aufnahme derartig manipulieren zu können.

Massive Drohungen

Viele Geschädigte klagen über das rigorose Vorgehen der Betrüger, die massiv drohen und die Anrufer vehement unter Druck setzen. Ihr solltet euch vor solchen Einschüchterungsversuchen keinesfalls beeindrucken lassen. Forderungen sind in der Regel gehaltlos. Angebote sind zumeist nicht der Rede wert oder komplett erfunden. Lasst euch hier nicht täuschen – auch dann nicht, wenn der Anrufer behauptet, dass er eine Tonbandaufnahme von euch vorliegen hat. In vielen Fällen handelt es sich hier um bloße Bluffs, die euch aus der Reserve locken sollen. Falls ihr unsicher seid, ob ihr in der Vergangenheit vielleicht doch einer kostenpflichtigen Leistung zugestimmt habt, solltet ihr alles schriftlich anfordern. In diesem Fall geben viele Abzocker bereits auf.

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Gesundheitsprobeabo wird zur teuren Abofalle

Senioren werden mit Gratis-Medikamenten geködert

Medikamente sind teuer. Menschen, die darauf angewiesen sind, werden von Abzockern zunehmend ins Visier genommen. Da wird den gesundheitsbewussten Senioren ein Probeabo eines teuren Produkts angeboten, um das Wohlbefinden zu steigern. Geschädigte sprechen vor allem von Nahrungsergänzungs-, Gelenk- und Ginkgomitteln. Die Anrufer gehen dabei vehement und fordernd vor, sodass sie die älteren Menschen dazu drängen, ein kostenpflichtiges Probeabo abzuschließen. Der Probe folgen viele weitere kostenpflichtige Lieferungen zu hohen Preisen. Dabei handelt es sich in der Regel um Medikamente, die wirkungsarm oder gar wirkungslos sind.

Vorsicht am Telefon

Falls ihr einer solchen Lieferung zugestimmt habt oder jemanden kennt, der dieser Masche zum Opfer gefallen ist, könnt ihr die Ware zurücksenden. Die Rücksendung ist aber nicht unbedingt notwendig. Ihr könnt die Ware auch behalten und dem Abonnement widersprechen. Denn wenn ihr keinem Vertrag zugestimmt habt, ist auch keiner zustande gekommen. Dementsprechend sind die Rechnungen und Forderungen gehaltlos. Jedoch solltet ihr bei derartigen Anrufen auf eure Wortwahl achten. Am Besten legt ihr sofort auf. Denn wenn ihr an der falschen Stelle „Ja“ sagt, kann das schon reichen, um euch einen Vertrag zusammenzustellen – basierend auf dem aufgenommenen Telefongespräch.

Keine privaten Daten preisgeben

Lasst euch von den perfekt geschulten Anrufern nicht verwirren. Gebt keinesfalls Daten heraus – schon gar nicht eure Kontoverbindung, da es sonst passieren kann, dass die Abzocker immer mal wieder Geld von eurem Konto abbuchen. Dies ist sehr wirkungsvoll, da gerade die Abbuchung kleinerer Beträge vielen Menschen nicht sofort oder gar nicht auffällt. Vermeidet grundsätzlich auch die Bekanntgabe eurer Adresse. Und falls der Anrufer bereits einige Daten über euch vorliegen haben sollte, kann es gut sein, dass er diese auf dem illegalen Datenmarkt erworben hat. Wenn jemand eure Daten kennt, heißt das also noch lange nicht, dass ihr hier bedenkenlos weitere Informationen nennen könnt. Legt auf – und wenn es bereits zu spät ist, könnt ihr euch direkt an die Verbraucherzentrale wenden.

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Vorsicht vor Telefonabzocke: wenn die Betätigung einer Taste horrende Kosten verursacht

Drückt nicht die 1 !!!

Falls ihr einen Anruf erhaltet, bei dem euch eine Stimme auf Band sagt „Dies ist ein polizeilicher Hinweis!“, solltet ihr direkt auflegen. Denn Betrüger versuchen, euch mit einer hinterhältigen Masche zu ködern. Die Stimme auf Band sagt weiter: „Es sind Beschwerden hinsichtlich Datenmissbrauchs aus Ihrer Wohngegend eingegangen. Wenn Sie weitere Informationen wünschen, drücken Sie die Taste 1.“ Und wer das macht, ist in die Kostenfalle getappt – durch einen einfachen Tastendruck.

Weiterleitung zu einem Telefonmehrwertdienst

Wer die Taste drückt, zahlt. Denn in diesem Fall werdet ihr mit einem Telefonmehrwertdienst verbunden, dessen einziger Mehrwert allerdings im Sinne des Abzockers liegt. Denn diese Weiterleitung wirkt sich deutlich auf eure Telefonrechnung aus: Laut Angaben der Polizei wurden einem Opfer auf ähnliche Weise stolze 1.000 Euro abgezogen, da der Betroffene circa eine halbe Stunde lang in der Leitung hing.

Wenn die Polizei anruft

Wenn sich Betrüger am Telefon als Polizei, Richter, Anwälte oder auch Notare ausgeben, steigt in vielen Fällen die Chance des Erfolgs. So kommt es vor, dass vornehmlich ältere Menschen einen sogenannten Schockanruf erhalten. Hier gibt man sich wieder als Polizist aus und verlangt von Angehörigen Geld zur Verfahrensabwicklung. In einem Fall hat der Anrufer behauptet, dass der Sohn des Opfers einen Verkehrsunfall verursacht hätte. Entweder zahle man nun mehrere Tausend Euro oder der Sohn wandere mehrere Jahre hinter Gitter. Das klingt mehr als fragwürdig. Doch einige ältere Menschen – die von der Dreistigkeit vieler Abzocker nichts wissen – fühlen sich eingeschüchtert und zahlen die Zeche.

Tastendruck gleich Willenserklärung

Viele Abzocker sparen sich das Gespräch mit ihren Opfern und lassen einfach das Band laufen. Falls ihr nun auf Anraten der Bandstimme eine bestimmte Tastenkombination drückt, kann euch daraus schnell ein Vertrag gedreht werden. Ihr solltet hier schnell reagieren und prompt auflegen. Von offizieller Seite würde man euch niemals telefonisch Auskünfte über Betrügereien in eurer Gegend mitteilen – schon gar nicht über eine Bandansage. Ihr solltet also bei jedem Anruf, der euch spanisch vorkommt, kritisch hinterfragen, ob es sich nicht um Abzocke handeln kann. Wenn es ein seriöser Anbieter war, wird sich dieser bei Bedarf noch mal oder auf anderem Weg mit euch in Verbindung setzen.

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Gratis-Gutscheine dienen als Köder für Abofallen

Gutscheinangebote am Telefon

Um euch zu ködern, verwenden Abzocker immer neuere Tricks. Da die Gewinnspielmasche immer bekannter und von Verbrauchern zunehmend durchschaut wird, satteln viele Betrüger um: Sie verschenken einfach etwas – zum Beispiel einen Gutschein. Für dessen Erhalt braucht man dann auch nichts weiter zu tun – das sagt zumindest der Anrufer an der anderen Leitung.

Rückruf, um den Gutschein zu bestellen

Damit ihr den Gutschein nun erhalten könnt, sei ein kurzer Rückruf auf eine kostenlose Nummer erforderlich. Hier gleiche man nun die Daten ab und leite alles für den Gutscheinversand in die Wege. Ihr solltet diesen Rückruf allerdings keinesfalls durchführen. Denn genau hier versteckt sich die Abzocke. Anstelle eines Mitarbeiters sprecht ihr mit einem Anrufbeantworter. Hier wird der Ansagetext zumeist extra schnell gesprochen, um eventuelle Gebühren und Konditionen – wie in diesem Fall der Abzocke – zu verschleiern. Wenn ihr der Stimme auf dem Band nun Folge leistet, werdet ihr binnen kurzer Zeit ein Abonnement abschließen.

Der Gutschein kommt – und mit ihm das Abo

Viele Abzocker versprechen euch das Blaue vom Himmel: einen hohen Geldgewinn, ein flottes Fahrzeug oder eine Weltreise. Im Fall des Gutscheintricks kommt der Anrufer seinem Angebot tatsächlich nach. Ihr erhaltet also in den nächsten Tagen nach dem Gespräch einen Gutschein. Der Wert ist zumeist nicht besonders hoch. Oft handelt es sich um Tankgutscheine oder Vergleichbares mit einem Wert von etwa zehn Euro. Ganz entgegen den Angaben des Anrufers ist der Gutschein allerdings an Bedingungen geknüpft. Das stellt sich dann aber erst in den Folgemonaten nach dem Anruf heraus. Denn wenn ihr dem Gutscheinerhalt zugestimmt habt, wird euch jeden Monat ein bestimmter Betrag von der Telefonrechnung abgebucht – über euren eigenen Anbieter.

Anbieter im Fokus: Telomax GmbH

Bei dieser Art von Telefonabzocke warnen Verbraucher vor der Telomax GmbH. Anrufer haben sich als Mitarbeiter dieses Unternehmens ausgegeben und sehr häufig zu ungünstigen Zeiten angerufen. Dabei wurde ein Kosmetikgutschein im Wert von etwa 100 Euro angeboten. Auch hier folgte allerdings ein kostenpflichtiges Abo, das an den Gewinnspielservice glücksfinder.net oder auch win-finder.com gekoppelt war. Mittlerweile wurde diese Abzocke durch die Bundesnetzagentur gestoppt. Da die Abzocker aber dann zumeist andere Rufnummern verwenden, kurzerhand ein anderes Produkt anbieten und sich einen neuen Namen geben, könnt ihr davon ausgehen, dass diese Masche auch zukünftig verwendet werden wird.

Vorbeugung durch regelmäßige Kontrolle

Ihr sollte eure Telefonrechnung – mobil wie auch Festnetz – regelmäßig auf unerlaubte Posten kontrollieren. Auch dann, wenn ihr euch nicht bewusst seid, an einem Gewinnspiel teilgenommen zu haben. Denn es gibt Betrüger, die einfach so Geld abbuchen. Viele Verbraucher bemerken die kleinen Rechnungsposten in Höhe von fünf bis zehn Euro monatlich nicht oder gehen nicht weiter darauf ein. Das lohnt sich für die Betrüger.

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Aussitzen statt angreifen! Die Lösung gegen Abzocker? In einem spektakulären Fall hat es geklappt

Mahnen, Drohen, Zahlen? Oder einfach aussitzen

Abzocker versuchen es mit diversen Tricks. Aber eins ist fast sicher: Nach der Trickserei kommt eine
saftige Rechnung oder gleich die erste Mahnung. Es folgen Inkassoschreiben und sonstige dubiose Schriften, mit denen man versucht, euch das Geld aus der Tasche zu ziehen. Einige Opfer zahlen aus Angst und Unsicherheit. Ein Mann hat hingegen nicht auf die Schreiben der Abzocker reagiert. Bei ihm zog die Masche nicht. Er hat Drohbrief für Drohbrief ganz einfach ausgesessen.

Monatelang Brief- und E-Mail-Terror

Wie hartnäckig Abzocker sein können, wenn es um das Geld fremder Leute geht, zeigte sich in
diesem Beispiel. Statt aufzuhören, als man merkte, dass der Betroffene nicht auf die Schreiben und
Mahnungen reagierte, machte man weiter. Es traf über die Monate hinweg eine wahre Briefflut ein –
mit teils ausfallenden und besonders frechen Inhalten. Alles begann einem Schreiben, in dem steht,
dass sich ein ominöser Anbieter herzlich für die kostenpflichtige Anmeldung an einem Datenbank für
Kleidungsverkäufe bedankte. Dafür wollte der Abzocker knapp 100 Euro kassieren. Tatsächlich hat
die Frau des Betroffenen auf der angegebenen Seite gesurft. Der Mann reagierte aber einfach nicht
auf die folgenden Inkassoschreiben. Die Mahnungen häuften sich, wobei über die Wochen hinweg ein Betrag in Höhe von mehr als 150 Euro in Rechnung gestellt wurde.

Inkassobüro fährt schwere Geschütze auf

Als der Betroffene nicht zahlte wurde es schlimmer: Das Inkassobüro zog alle (nicht legitimen)
Register. Es versendete vermeintlich aktuelle Gerichtsurteile, die alles andere als aussagekräftig
waren. Die Ehefrau zeigte sich nicht so unbeeindruckt wie ihr Mann und bat ihn zu zahlen. Doch
dieser blieb weiterhin standhaft und ließ sich von den Drohungen nicht einschüchtern.

Mittlerweile herrscht Ruhe

Die Flut der Briefe zog sich über mehrere Monate hin. Aber alles, was der Abzocker davon hatte,
waren Ausgaben. Denn der Betroffene hat weder gezahlt noch reagiert – das ist mittlerweile seit
über einem Jahr her. Seitdem hat er nichts mehr vom Anbieter oder Inkassobüro gehört. Nicht zu
reagieren kann also eine probate Lösung sein, um die Abzocker abzuwimmeln.

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Kostspieliger Rückruf: Abzocke mit 0137-Nummer

Rückruf vermeiden

Wenn es auf dem Handy klingelt, nimmt man ab. Wenn es nur kurz anklingelt, rufen viele die angegebene Nummer zurück. Und eben das kann horrende Kosten verursachen. So ist es auch bei einer neuen Masche, um Handy-Nutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Der Anrufer lässt bei euch nur kurz anklingeln und sendet seine Nummer mit. Wer einen wichtigen Anruf erwartet oder einfach neugierig ist, ruft zurück. Und eben das solltet ihr in diesem Fall nicht tun – zumindest dann nicht, wenn eine spezielle 0137-Nummer angezeigt wird.

0137 – 7

Opfer dieser Abzocke haben berichtet, dass stets eine Rufnummer mit den Anfangsziffern 0137 – 7 (+49 137 – 7) angerufen hat. Auch wer nur neugierig ist und sofort auflegen möchte, nachdem er den Namen des Anrufers gehört hat, verliert Geld. Denn je nach Netz und Abzocker kostet ein schon sehr kurzer Rückruf locker mehr als 50 Cent – nicht selten bis zu 2 Euro. Je länger ihr in der Leitung bleibt desto teurer kann es werden – beispielsweise dann, wenn neben dem einmaligen Verbindungspreis auch noch Minutengebühren anfallen.

Rufnummer überprüfen

Falls ihr gerne wissen möchtet, ob es sich bei einer 0137 – 7-Nummer nicht vielleicht doch um einen seriösen Anrufer gehandelt haben könnte, verwendet ihr am Besten die Tellows-Suche: Unbekannte Rufnummer eingeben, Tellows-Score prüfen und gegebenenfalls die Usermeinungen checken. Denn wenn diese Nummer bereits negativ in Erscheinung getreten sein sollte, erfahrt ihr es bei Tellows als Allererstes. Falls die Nummer hinlänglich bekannt ist – negativ –, solltet ihr die Rufnummer der Bundesnetzagentur melden. Falls ihr der Masche zum Opfer gefallen seid, könnt ihr euch gegen den Rechnungsposten wehren. Am Besten bezahlt ihr nur den Rechnungsbetrag, der eurem Provider zusteht. Die Extrakosten solltet ihr in einem Schreiben an den Telekommunikationsanbieter explizit nennen und darauf hinweisen, dass ihr diesen Betrag entsprechend abzieht. Fordert den jeweiligen Dienst, der euch den Betrag zu Unrecht berechnet, schriftlich dazu auf, auf die Summe zu verzichten.

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Call-by-Call: wie ihr teure Telefonfehler vermeiden könnt

Lasst euch nicht durch falsche Angebote ködern

Call-by-Call-Provider wohin der Blick fällt. Mittlerweile tummeln sich zahlreiche Anbieter, die
günstige Anrufe versprechen, aber unterm Strich leider nur allzu oft mangelhafte Leistungen bieten.
Dabei ist das Call-by-Call-Prinzip eine gute und günstige Sache – wenn sie richtig angewendet
wird. So kostet ein Anruf ins Ausland mit der richtigen Vorwahl deutlich weniger als über den Tarif
des eigenen Providers. Wer aber bei der Sparvorwahl nicht genau hinsieht und sich versehentlich
vertippt, muss tief in die Tasche greifen. Denn dann wird nicht über eine Günstig-Nummer, sondern
über eine teure Vorwahl abgerechnet.

Verwähler mit System

Abzocker spekulieren darauf, dass ihr euch vertippt. Diese recherchieren nach Call-by-Call-Nummern, die von Verbrauchern häufig verwendet werden – und melden eigene Nummern an, die sich nur durch einen Zahlendreher von der entsprechenden Call-by-Call-Nummer unterscheiden. Wenn ihr euch nun vertippt und versehentlich die Nummer des Abzockers gewählt habt, wird es teuer. Ihr solltet also auch nachdem ihr gewählt habt noch mal genau prüfen, ob ihr euch nicht eventuell doch vertippt haben könntet. Sonst wird aus einem Günstig-Gespräch nach Übersee schnell ein hochpreisiges Telefonat, gegen dessen Gebühren ihr euch im Nachhinein nur schwer wehren könnt.

Worauf Betrüger abzielen

Wenn ihr versehentlich eine Abzocker-Call-by-Call-Nummer wählt, müsst ihr mit einer drastischen und vor allem unangekündigten Erhöhung des Minutenpreises rechnen. Oftmals wechseln die Zeitzonen – wodurch auch die Tarife variieren. Richtig teuer kann es werden, wenn sich die Abrechnungstaktung ändert – zum Beispiel von minütlich auf sekündlich. Denn es gibt durchaus die
Möglichkeit, die einzelne Sekunde zu berechnen, was bedeutet, dass selbst ein kurzes Telefonat mit
der falschen Vorwahl zum teuren Spaß wird. Auch seriöse Anbieter verraten euch nicht jedes Detail.
So werben diese mit kostengünstigen Verbindungen ins ausländische Festnetz. Wenn ihr nun aber
versehentlich das Mobilgerät im Ausland anruft, wird das ebenfalls schnell sehr teuer. Ihr solltet also
auch darauf achten – nachdem ihr geprüft habt, dass ihr eine seriöse Call-by-Call-Nummer verwendet –, dass ihr immer auf das ausländische Festnetz anruft.

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Unseriöse Inkassofirmen – 99 Prozent arbeiten unseriös

Inkassoabzocke nimmt zu

Das böse Abzockspiel mit den falschen Inkassobüros nimmt kontinuierlich zu. 4.000 Beschwerden sind vom Verbraucherzentrale Bundesverband allein in Bezug auf Inkassobüros genauestens untersucht wurden. Das Ergebnis: Mehr als 99 Prozent arbeiten unseriös! Willkür, hohe Gebühren und unberechtigte Zahlungsaufforderungen gehören praktisch schon zum Alltag. Im Fokus stehen dabei ungerechtfertigte Forderungen resultierend aus Abofallen oder untergeschobenen Verträgen aus Gewinnspielen sowie unerlaubte Telefonwerbung.

Nachhaken statt zahlen

Wer eine Inkassoforderung bekommt, zahlt oft prompt. Dabei spielt die Angst vor der Schuldenfalle eine primäre Rolle. Und so wird auch unberechtigte Forderungen immer wieder nachgekommen. Kurz: Verbraucher fühlen sich durch Inkassounternehmen und die zunehmende Abzocke eingeschüchtert und gar bedroht. Wenn ihr aber einmal nachhakt und seht, wie Inkassobüros überhaupt arbeiten, ist die besorgniserregende Fehlerquote nachvollziehbar. Inkassounternehmen sind Dienstleister – und teilweise sind sie gänzlich unseriös, denn einige Abzocker betreiben selbst Inkassobüros. Aber auch seriöse Büros handeln stets im Sinn des Auftraggebers. Sie kommen der Anweisung nach und fordern das jeweilige Gesuch entsprechend ein – ohne zu prüfen, ob eine Forderung berechtigt ist oder nicht. Inkassounternehmen prüfen also nicht die Rechtmäßigkeit einer Forderung. Dies solltet ihr berücksichtigen, falls ihr auf eine ungerechtfertige Forderung hingewiesen werdet. Weist diese einfach zurück. Dann kann das Inkassobüro nichts weiter unternehmen. Dieses gibt eure Abweisung der Forderung dann an den Auftraggeber zurück. Hier geben Abzocker und Betrüger dann oft auf. Ihr solltet dementsprechend immer kritisch sein, wenn ihr mit Inkassounternehmen in Kontakt kommt und in jedem Fall prüfen, ob die Forderung gerechtfertigt ist.

Keine Handhabe, kein Gericht

Einige Inkassobüros schüchtern Verbraucher ein und drohen mit Insolvenz oder gar einem Gerichtsverfahren. Das sind sehr oft nur gehaltlose Forderungen, denn um einen Titel gegen euch erwirken zu können, ist mehr erforderlich als eine bloße Anmahnung oder ein Zahlungsverzug. Inkassobüros können Geld nicht pfänden. Sie können auch nicht dafür sorgen, dass ihr zahlungsunfähig werdet. Der Auftraggeber eines Inkassobüros kann höchstens einen gerichtlichen Titel gegen euch erwerben. Dies ist aber auch nur dann der Fall, wenn eine nachweisbare Forderung gegen euch vorliegt. Falls euch ein unseriöses Büro anmahnt und ihr euch ganz sicher seid, dass ihr nichts abgeschlossen habt, solltet ihr euch vor derartigen Drohungen und Einschüchterungsversuchen also keinesfalls beunruhigen lassen.

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„Gelbes Branchenbuch“ – nicht zu verwechseln mit den Gelben Seiten oder dem Branchenbuch

Faxterror für Private und Unternehmen

Vor der folgenden Abzockmasche seien insbesondere Selbstständige wie Kleinunternehmer
gewarnt: Eine sogenannte Firma aus Frankfurt am Main – zumindest behauptet diese, dass sie dort
einen Firmensitz hat – verwendet Faxe mit Bezug auf das „Gelbe Branchenbuch“. Der Name ist anscheinend recht clever gewählt, denn es gibt viele Opfer, die bereits darauf hereingefallen sind. Vermutlich erinnert der Name „Gelbes Branchenbuch“ an die Gelben Seiten und das oft synonym verwendete Branchenbuch. Allerdings soll es sich in diesem Fall um ein Online-Branchenbuch handeln – ein Eintrag ist aber sehr dubios und insgesamt wertlos. Also Vorsicht!

Die Vorgehensweise

Ihr erhaltet ein Fax, in dem klein gedruckt in der Fußzeile Folgendes steht: „Sie erhalten dieses
Angebot (…) aufgrund eines Telefonats mit unserem Vertriebsteam.“ Es wurde im Vorfeld allerdings
niemals ein Telefonat mit dem hier angesprochenen Vertriebsteam geführt. Ihr erhaltet hingegen
mehrere Erinnerungen für eine Leistung, der Ihr nie zugestimmt habt und die alles andere als sinnvoll
ist. Dabei handelt es sich also um Telefaxspamming – und das ist unerlaubt.

Teurer Spaß

Falls ihr auf den Namen „Gelbes Branchenbuch“ oder auch „Branchenbuch für Deutschland“
hereingefallen seid, solltet ihr den Vertrag schnellstmöglich kündigen und wenn irgendwie machbar
davon zurücktreten, sodass ihr euer Geld wiederseht. Denn das Branchenbuch ist leer und wertlos.
Der Eintrag kostet pro Jahr 450 Euro – und das mit einer Laufzeit von drei Jahren, sodass insgesamt
1.350 Euro abgezockt werden. Ihr solltet ein solches Fax daher keinesfalls ausfüllen und nicht
zurücksenden!

Kleinunternehmer sind betroffen

Heutzutage ist es auch für Unternehmen und Selbstständige eminent wichtig, im Internet genannt
zu werden. Wer freiberuflich selbstständig ist, gilt als potenzielles Opfer dieser Machenschaften.
Denn Branchenbucheinträge gehören zu einem äußerst probatem Mittel, um im Web auf sich und
seine Unternehmung aufmerksam zu machen. Viele dieser Dienste sind kostenlos, einige kosten.
Einige sind recht gut, einige bringen euch hingegen keinerlei oder einen nur unangemessenen
Mehrwert in Relation zum Preis. Falls ihr euch also in Branchenbücher eintragen möchtet, solltet ihr
die seriösen und geprüften Anbieter bevorzugen, keinesfalls aber ungeprüft Geld für Einträge dieser
Art ausgeben. Und Vorsicht! Es gibt viele dieser Branchenbuch-Abzocken!

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