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Anruf-Abzocker geben sich als Mitarbeiter von Volksbanken oder Sparkassen aus
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 22. Februar 2012
Vertrauen schaffen und betrügen
Die Berliner Volksbank warnt vor Trickbetrügern, die sich bei Verbrauchern melden und sich als Mitarbeiter der Berliner Volksbank ausgeben. Da wir nicht ausschließen können, dass in diesem Zusammenhang auch die guten Namen anderer Geldinstitute missbraucht werden, möchten wir euch generell raten, genau hinzuhören, wenn sich jemand am Telefon als Mitarbeiter einer Bank ausgibt. Denn in diesem Fall der Abzocke möchten sich Betrüger euer Vertrauen erschleichen, indem sie als besonders seriös erscheinen. Im aktuellen Fall, der der Berliner Volksbank bekannt ist, meldet sich entweder eine Frau Weiß oder ein Herr Doktor Weber telefonisch – zumeist im Großraum Berlin. Ebendieser Anrufer gibt sich als Mitarbeiter der Volksbank aus
und gratuliert im Telefonat zu einem beachtlichen Gewinn in Höhe von beispielsweise 48.000 Euro. Die
Summen weichen jeweils ab.
Geld überweisen, um Gewinn zu erhalten
Wenn ihr bereits vom Vorkassebetrug gelesen habt, werdet ihr spätestens jetzt feststellen, dass es sich um ebendiesen handelt: Denn um den Gewinn erhalten zu können, müsse man nach Angaben des Anrufers 680 Euro oder eine vergleichbare Summe vorab an ein Geldinstitut in der Türkei überweisen. Zumeist ist hier konkret von Istanbul die Rede. Wenn ihr im Tellows-Blog regelmäßig nachlest, kennt ihr die Abzocker aus der Türkei bereits. Denn diese rufen bundesweit Personen an, um mit ebendiesen Pseudo-Gewinnen abzuzocken. Dabei werden in der Regel Geldgewinne oder Autos angeboten. Man muss bei dieser Betrügerei stets Geld vorab bezahlen – und zwar immer in die Türkei. Das Geld soll entweder direkt vom Konto überwiesen oder aber mittels Ukash-Karten überstellt werden.
Die Rückrufnummer gehört in diesem Fall der Berliner Volksbank
Sicherlich ist man zuerst einmal skeptisch, wenn man hört, dass man eine Geldsumme vorab überweisen soll, um eine höhere Geldsumme zu erhalten. Die Betrüger gehen aber gut organisiert vor und setzen diverse Mittel der Täuschung ein: Viele Menschen vertrauen ihrer Bank. Wer dann noch Kunde bei der Berliner Volksbank ist, glaubt erst einmal, dass es sich tatsächlich um einen Mitarbeiter der eigenen Hausbank handelt. Denn auf dem Display erscheint eine 030-Nummer für Berlin. Wenn man dann noch glaubt, dass man mit einem Notar spricht, wirkt das erneut seriöser – zudem wirkt die Freude über einen derartig hohen Gewinn massiv auf die Reaktion des Angerufenen ein. Das reicht bereits aus, um Geld abzuzocken. Und besonders tückisch ist die Tatsache, dass nicht nur die Berliner Vorwahl angezeigt wird, sondern dass die 030-Nummer tatsächlich die Rufnummer der echten Berliner Volksbank ist. Wenn ihr nun also aufgelegt habt und die Rückrufnummer wählt, landet ihr bei einem „echten Mitarbeiter“. Und das reicht dann vielen Geschädigten als Beweis für die Seriosität und Echtheit des Angebots aus, sodass das Geld überwiesen wird. Ihr solltet in diesem Zusammenhang aber unbedingt wissen, dass man mit Computertechnik eine Rufnummer für kurze Zeit fälschen kann. Eine vertraut wirkende Rufnummer ist also keinesfalls ein Garant für die Echtheit des Anrufers.
Abzocke aus der Türkei: neuer Versuch mit falscher Notar-Webseite und neuen Ansprechpartnern
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 22. Februar 2012
Im Tellows-Blog haben wir schon mehrfach über Telefonabzocker, die aus der Türkei agieren, berichtet. Dabei handelt es sich um Profis, die unterschiedliche Methoden anwenden, um euch Geld aus der Tasche zu ziehen. Besonders oft wird ein Auto als Gewinn in Aussicht gestellt (oft eine Mercedes C-Klasse).
Mittlerweile haben die Betrüger eine Webseite online gestellt, die einer Notarseite ähneln soll. Auch am Telefon geben sich die Abzocker als Notare der „Kanzlei Schmidt und Kollegen“ aus, die selbstverständlich in dieser Form nicht existiert und damit frei erfunden ist. Am Telefon wird vermutlich direkt auf die Webseite hingewiesen, um Skeptiker von der Echtzeit des Anrufs zu überzeugen. Dabei ist nicht nur die Seite selbst eine Fälschung, sondern auch das Impressum. Die darin angegebenen Daten sind dementsprechend ebenfalls frei erfunden. Hier wird eine Adresse in Hannover angegeben. Bei genauer Recherche wird aber deutlich, dass es die Hausnummer in der genannten Straße gar nicht gibt. Spätestens beim detaillierten Blick ins Impressum wird deutlich, dass es sich um einen unseriösen Anbieter handelt: Es ist mal von „Schmidt“, mal von „Schmid“ die Rede.
Wenn das Telefon klingelt und sich eine Dr. Barbara Steiner von ebendieser Pseudo-Notarkanzlei meldet, solltet ihr direkt auflegen. Lasst euch dabei nicht von der Rufnummer täuschen! Denn auf eurem Display wird eine 0511-Nummer (Hannover) angezeigt. Diese ist aber ebenso gefälscht wie die Webseite. Mittlerweile verspricht die Dame am Apparat einen VW Passat – und nicht mehr unbedingt einen Mercedes. Ihr sollt nun Gebühren vorab entrichten, um den Gewinn zu erhalten. Alternativ sei eine Bargeldauszahlung möglich. Beides ist eine Lüge. Es handelt sich um Betrug!
Die Verbraucherzentrale wird für Telefon-Abzock-Anrufe missbraucht
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 17. Februar 2012
Vorsicht: Anrufer geben sich als Mitarbeiter der Verbraucherzentrale aus
Im Zuge einer recht neuen Abzockmethode wird der gute Name der Verbraucherzentrale Bayern missbraucht. Dabei geben sich Betrüger am Telefon als Mitarbeiter ebendieser aus und behaupten, dass ihr kürzlich in eine Gewinnspielfalle getappt seid. Das klingt zunächst einmal besorgniserregend. Und da ist man eigentlich froh, wenn sich ein freundlicher Mitarbeiter der Verbraucherzentrale meldet und aus der Misere helfen möchte. Und genau dafür benötigt der dann eure Bankverbindung. Und wenn ihr diese herausgebt, seid ihr bereits in die Falle getappt.
Im Display erscheint tatsächlich die Nummer der Verbraucherzentrale
Diese Masche zeigt Wirkung: Viele Angerufene gehen davon aus, dass tatsächlich jemand von der Verbraucherzentrale Bayern am Telefon ist. Und falls ihr auf die Idee kommt, während des Telefonats einmal kurz ins Internet zu gehen und die Rufnummer auf eurem Display zu vergleichen, werdet ihr feststellen, dass es sich tatsächlich um die Nummer der bayrischen Verbraucherzentrale handelt. Der Abzocker manipuliert mithilfe des Computers dabei den Anruf, sodass ihr denkt, sodass tatsächlich die richtige Nummer angezeigt wird. Die echte Verbraucherzentrale stellt hingegen unmissverständlich klar, dass sie keine Verbraucher anruft – schon gar nicht, um die Bankdaten abzufragen. Tellows rät ebenso wie die Verbraucherzentrale: Auflegen! Gebt empfindliche private Daten wie die Bankverbindung niemals am Telefon aus.
Doch nicht nur die Verbraucherzentrale aus Bayern wird für eine solche Abzocke missbraucht. Die Betrüger sind sogar so dreist eine imaginäre Verbraucherzentrale aus Hilden, mit der Nummer 021034951121,ins Leben zu rufen.
Was passiert, wenn ich meine Bankverbindung verraten habe?
Falls ihr ebendieser Masche zum Opfer gefallen seid, solltet ihr unbedingt euer Konto beobachten. Vermutlich wird in den kommenden Tagen oder Wochen ein Betrag abgebucht. Hier braucht ihr euch jedoch keine allzugroßen Sorgen zu machen, da ihr eine Abbuchung binnen mehreren Wochen von eurem Geldinstitut zurückbuchen lassen könnt. Sollte hierauf ein erneuter Anruf oder gar ein Mahnschreiben vom Abzocker kommen, wird dieser euch sicher unterstellen, dass ihr einen Vertrag oder Sonstiges abgeschlossen habt. Aber auch hier braucht ihr nichts zu befürchten, da euch Betrüger in diesem Fall nichts nachweisen können. Bevor ihr Schritte unternehmt, könnt ihr euch auch direkt an die echte Verbraucherzentrale in Bayern wenden.
Vorkassebetrug: Eine Leistung wird versprochen, für die vorher anteilig gezahlt werden soll
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 16. Februar 2012
Über Autos und sonstige Gewinne
In letzter Zeit häufen sich Fälle des sogenannten Vorkassebetrugs. Dabei werdet ihr angerufen und darüber informiert, dass ihr einen Sachwert gewonnen habt – beispielsweise ein Auto. Um ebendiesen Sachwert zu erhalten, muss allerdings ein Vorab-Betrag überwiesen werden. Fertig ist der Vorkassebetrug. Denn statt Auto oder sonstigem Gewinn gibt es gar nichts – aber das Geld ist weg.
Seriös wirkende Anrufer
In diesem Zusammenhang gibt sich der jeweilige Anrufer sehr oft als Notar aus, um den Gewinn von offizieller Seite zu bestätigen. Das wirkt auf viele seriös, ist es aber nicht. Der Notar möchte euch weismachen, dass der Vorabbetrag notwendig ist, um euch den Gewinn überstellen zu können. Denn zumeist kommt dieser bei der Masche aus dem Ausland. Dafür fallen einige Steuern und Gebühren an, die dann von euch gezahlt werden sollen. Alternativ seien die Kosten für einen Rechtsanwalt oder für Versicherungen, um euren Gewinn auch optimal überstellen zu können. Diese sind recht hoch, in Relation zum Gewinn aber vermeintlich gering. Die Betrüger rufen oftmals mit einer Berliner Rufnummer an, operieren aber zumeist aus dem Ausland – genauer aus der Türkei –, da sie dort von Rechtswegen schlechter belangt werden können.
Als ausgezeichnetes Beispiel die dio
Bei Rückruf geht der Notar dran
Wie schon erläutert wird eine deutsche Rufnummer angezeigt. Wenn ihr ebendiese Nummer nun zurückruft, werdet ihr tatsächlich bei einem Anwalt oder bei einem Notar landen. Und eben dadurch tappen viele Verbraucher letztendlich in die Falle. Denn der unseriöse Abzocker fälscht bei seinem Anruf kurzerhand seine mitgeschickte Rufnummer. Das ist heutzutage recht einfach möglich. So denkt der Angerufene allerdings, es handle sich tatsächlich um eine entsprechende Kanzlei, und überweist guten Gewissens das Geld.
Haftstrafe wegen Abzocke mit Produkttests: Statt Fernseher gab es Schlüsselanhänger
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 16. Februar 2012
Vorsicht vor Produkttests
Das Landgericht Lüneburg hat einen Betrüger zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Er und seine Frau haben über Jahre hinweg mehrere Millionen Euro mit sogenannten Produkttests erschlichen. Dabei wurden Verbraucher kontaktiert, mit dem Angebot, an Produkttests teilzunehmen. Die getesteten Geräte sollten die Tester im Anschluss behalten dürfen – gegen eine Gebühr von maximal 96 Euro. Nachdem die Verbraucher überwiesen haben, gab es anstelle eines Fernsehers oder einer Stereoanlage allerdings minderwertige Artikel wie Kleber oder Schlüsselanhänger. Im Gericht war die Rede von mehr als 30.000 Opfern und einer Beute in Höhe von mindestens drei Millionen Euro.
Callcenterbetrieb
Das Ehepaar hat in den Jahren 2006 und 2007 von einem Callcenter aus agiert und Produkttests zudem über das Internet angeboten. Die auf Bewährung verurteilte Ehefrau des Hauptangeklagten hat selbst während der Prozess bereits lief weitere Geschäfte getätigt. Falls Kunden nicht gezahlt haben beziehungsweise Geld zurückbuchen ließen, wurde sogar ein Inkassounternehmen vonseiten der Verurteilten eingeschaltet. Dadurch seien allein im Jahr 2011 etwa 900.000 Euro abgezockt worden.
Vorsicht vor Produkttests
Es gibt viele Angebote – von Gewinnspielteilnahmen über Sofortgewinne bis hin zu Sachpreisen –, von denen sehr viele unseriös sind. Das seht ihr am Beispiel des Produkttest-Abzockers. Dementsprechend wichtig ist es, für derartige Angebote sensibilisiert zu sein und stets auf Nummer sicher zu gehen. Niemand hat in dieser Branche etwas zu verschenken – und falls doch, wird es sich um tendenziell minderwertige Produkte handeln, die ihr für wenige Euro anderweitig erwerben könnt. Falls euch Produkttests angeboten werden, solltet ihr unbedingt die Seriosität des jeweiligen Anbieters prüfen. Falls euch ein Gerät zum Kauf nach dem Test angeboten wird, solltet ihr das Kleingedruckte genau lesen und sicherstellen, dass der jeweilige Artikel schriftlich klar definiert wird.
Smartphone und mobiles Web – nur einen Klick von der Abofalle entfernt
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 16. Februar 2012
Telefonabzocke per Smartphone – Vorsicht beim Surfen
Ein versehentlicher Klick oder Tipp auf das Display eures Smartphones kann teuer werden: Wenn auf einer harmlos wirkenden Webseite mit einmal ein Pop-up öffnet, das versehentlich bestätigt wird, oder wenn beiläufig auf einen Werbebanner in einer App getippt wird. Abzocker haben das Smartphone und das mobile Surfen als neues Geschäftsmodell entdeckt: Man ergänze kostenlose Apps um Werbeanzeigen und verbinde diese mit teuren Abos.
Wenn kostenlose Apps teuer werden
Smartphones lösen herkömmliche Handys sukzessiv ab – und das in erster Linie wegen der vielen Tausend verfügbaren Apps. Dass diese aber nicht immer Spaß und Nutzen bringen, wird spätestens dann klar, wenn man in eine teure Abofalle getappt ist. Der Großteil aller Apps ist kostenlos. Zu Finanzierungszwecken beinhalten diese allerdings oft Werbebanner, die nicht immer seriös sein müssen. Denn diese werden zunehmend von Abzockern verwendet, um euch in eine Abofalle tappen zu lassen. Das Tückische dabei ist die Tatsache, dass die Inhalte der App-Werbebanner weder vom App-Programmierer noch vom Anbieter selbst kontrolliert werden. Es handelt sich hingegen um Werbenetzwerke, bei denen Unternehmen einen Werbeplatz buchen können, wobei die Netzwerke dann wiederum die Werbung innerhalb der Apps schalten. Und bei besonders windigen Methoden reicht ein Tipp auf die App bereits aus, um ein Abo abzuschließen.
Abbuchung per Telefonrechnung
Wenn ihr auf einen Banner tippt, wird gleich eure Rufnummer mit an den Anbieter übersendet. Dadurch hat dieser die Möglichkeit, eine Abbuchung über eure Telefonrechnung. Dies geschieht im Zuge des WAP-Billing, wobei solche Werbenetzwerke Kleinbeträge berechnen können. Leider kann euer Provider hier gar nichts für euch tun, weshalb ihr euch in diesem Fall selbst mit dem Abzocker auseinandersetzen müsst. Das klappt in vielen Fällen prompt durch eine E-Mail. Es ist aber auch der Fall, dass derartige Anbieter nicht direkt erreichbar sind oder aber hin und wieder ihren Namen ändern. Falls ihr ein solches Abo versehentlich abgeschlossen habt, solltet ihr dieses sofort kündigen, damit keine Folgeabbuchungen auf euch zukommen.
Neue Betrugsmasche mit Reinigungsservice
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 15. Februar 2012
Der freiste Versuch, euch zum Rückruf zu bewegen
Wenn ihr in einem Mehrfamilienhaus wohnt und eines Tages einen Zettel einer Putzfirma im Treppenhaus oder in eurem Briefkasten vorfindet, mag das den einen oder anderen nicht großartig bewegen. Und das ist gut so. Denn wer sich wundert, dass das Treppenhaus mit einmal von einem professionellen Reinigungsservice geputzt werden soll, und die auf dem Zettel angegebene Servicenummer anruft, ist schnell Geld los. Denn Ziel dieser Zettel scheint es zu sein, euch zum Rückruf zu bewegen und Geld abzuzocken.
Vor-Ort-Termin wird angekündigt
Auf dem Schreiben wird ein Termin angekündigt, zu dem der Putzservice kommt. Falls euch der Termin nicht passt, könnt ihr durch einen Rückruf einen neuen Termin abstimmen – so steht es zumindest auf dem Zettel. Wer hier jedoch anruft, wird bares Geld los. Anstelle einer freundlichen Angestellten meldet sich eine Computerstimme, die per Band anordnet, man möge nun die Taste „1“ drücken, um einen neuen Termin abstimmen zu können.
Nicht anrufen!
Ihr könnt euch vor dieser Art von Masche nur dann schützen, wenn ihr nicht anruft beziehungsweise wenn ihr den Anordnungen des Gegenübers nicht nachkommt. Denn wenn ihr die „1“ wählt, wird euch ein Service in Rechnung gestellt, der niemals stattgefunden hat. Derzeit kursieren ähnliche Fälle. So kann der Reinigungsservice-Trick nur einer von vielen sein. Denn oftmals berichten Angerufene von einer Computerstimme, die sich am Telefon als Polizist ausgibt und ebenfalls dazu aufruft, die Taste „1“ oder eine bestimmte Kombination zu wählen. Alternativ sollt ihr hier eine sogenannte Aufforderungs-SMS versenden – das sagt zumindest die Computerstimme. Wenn es sich um Abzocke handelt, werdet ihr in den kommenden Tagen oder Wochen vermutlich einen weiteren Rechnungsposten auf eurer Mobilfunkabrechnung feststellen, die ungerechtfertigt ist und ohne Erbringung einer Leistung eingefordert wird – ausgelöst durch das Drücken der Taste „1“ oder aber durch eine harmlose SMS.
Schutz vor Abzockern durch Eintrag in der „Telefonwerbesperrliste“?
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 9. Februar 2012
Abzocke als Schutz vor Betrügern
Wer sich gegen einen nicht unerheblichen Geldbetrag in eine sogenannte „Telefonwerbesperrliste“ eintragen lässt, stellt unter Umständen schnell fest, dass es sich hierbei um einen eher wenig effizienten Trick gegen Abzocker handelt. Man kann sogar davon reden, dass ihr selbst einer Masche zum Opfer fallt, wenn ihr euch dort eintragen lasst. Denn es ist kaum möglich, euch derartig vor Werbeanrufen zu schützen. Viel eher ist es möglich, Abzocker in eben solche Listen einzutragen – und nicht die Verbraucher –, wie es etwa die Bundesnetzagentur macht, falls mehrfach Beschwerden über Telefonterror eingehen.
Keiner kann eure Nummer unsichtbar machen
Wenn eure Nummer beispielsweise im Telefonbuch steht oder online bei diversen Branchenbüchern einsehbar ist, hilft selbst die teuerste Sperrliste nicht. Es kann auch durchaus der Fall sein, dass eure Nummer im Zuge des illegalen Datenhandels getauscht wird. So haben gleich mehrere Abzocker Kenntnis über eure Daten. Auch hier wird deutlich, dass eine Eintragung eurer Nummer in eine Sperrliste keinen Effekt haben kann, wenn diese bereits im Umlauf ist.
Abzocker mit der Sperrliste
Gerade ältere Damen und Herren+, die schon öfters am Telefon belästigt wurden, freuen sich über den freundlichen Anrufer, der gegen eine einmalige Gebühr in Höhe von knapp 40 Euro eine Eintragung in die Werbesperrliste vornehmen möchte. Dass das technisch in der Form allerdings leichter gesagt als getan ist, durchschauen viele Senioren nicht – auch aufgrund geringer Erfahrungen mit dem Internet. Aber gerade Senioren zählen vermehrt zu den Opfern dieser Abzocke. Auch, weil diese ihre Rufnummer oftmals im Telefonbuch veröffentlichen. Lasst euch also von dieser Masche, die euch vor anderen Betrügereien auch nicht schützen kann, keinesfalls ködern.
Vorsicht vor „Deutsche Zentral Inkasso“
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 8. Februar 2012
„Webtains GmbH“ und „IContent GmbH“ wollen euer Geld
Die „Deutsche Zentral Inkasso“ ist vor allem im österreichischen Kärnten sehr negativ aufgefallen. Mehr als 150 Einwohner haben sich über Inkassoschreiben ebendieser Firma beschwert. Dabei wird versucht, offene Forderungen der „Webtains GmbH“ und „IContent GmbH“ einzufordern – zu Unrecht, da gar kein Anspruch besteht! In diesem Fall sind die Verbraucher in die sogenannte Gratisfalle getappt: Es wurden kostenfreie Leistungen angeboten, für die der Verbraucher nun zahlen soll.
Offener Betrag: 160 Euro
In diesem Schreiben ist stets von einem offenen Zahlungsbetrag in Höhe von 96 Euro die Rede. Hinzu kommen 64 Euro an Mahn- und Inkassogebühren. Die daraus resultierenden 160 Euro seien umgehend zu überweisen. Als Begründung schreibt die „Deutsche Zentral Inkasso“, dass der Verbraucher Zahlungserinnerungen vonseiten der genannten Firmen ignoriert haben soll. Hier geht es um nichts anderes als um bloße Abzocke! Im Web, am Telefon oder schriftlich locken Anbieter mit Gratisprodukten und kostenlosen Aktionen. Eigentlich handelt es sich aber um teure Abonnements, wobei deren Kosten versteckt im Kleingedruckten lauern und bewusst verschleiert werden. Anschließend folgen Zahlungsaufforderungen und Mahnungen – oft direkt schon vonseiten der Inkassostelle.
Misstrauisch sein und nicht bezahlen
Ihr solltet bei Gratisangeboten in jedem Fall kritisch sein und genauestens prüfen, worum es sich handelt. Bei Abofallen wird zumeist die erste Lieferung der Leistung als gratis kategorisiert. Dass es sich um ein Abonnement handelt, das Geld kostet, erfahrt ihr hingegen nicht direkt. Auch wenn die Abzocker eure Unterschrift oder eure Einstimmung aus dem Web oder vom Telefon haben, besteht kein Grund zur Sorge. Es gibt diverse Rücktritts- und Widerrufsschreiben, die ihr euch kostenlos zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale herunterladen könnt.
Vier Tipps gegen die Abzocke – so schützt ihr euch vor dreisten Telefonbetrügern
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 8. Februar 2012
Tipp 1:
Tankgutscheine, Reisen, Gewinnspiele – Schluss mit der Abzocke! Wie soll ich reagieren, wenn ich eine telefonische Mitteilung über einen Gewinn erhalte?
Geht davon aus, dass es sich um Abzocke handelt! So geht ihr erst einmal auf Nummer sicher und seid skeptisch, was in diesem Bereich generell gut ist. Wenn ihr über einen Gewinn benachrichtigt werdet und zu einer Zahlung oder der Herausgabe von Bankdaten aufgefordert werdet, heißt es Finger weg! Das ist ein klares Zeichen von unseriösem Verhalten und gefährlich!
Tipp 2:
Wie erkenne ich, ob Reiseangebote und Gewinnaussichten in diesem Bereich Abzocke oder eine Kaffeefahrt sind?
Auch hier sollte man in jedem Fall skeptisch sein – dies bezieht sich gerade auf ältere Menschen wie Senioren. Manche Veranstalter ködern mit Reisen und Kurzaufenthalten zum Nulltarif. Das klingt erst gut, hinterher kann aber eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von mehreren Hundert Euro anfallen. Falls Kautionen, Saisonzuschläge oder Bearbeitungsentgelte im Rahmen einer als kostenlos beworbenen Leistung anfallen, ist Vorsicht geboten.
Tipp 3:
Ich wollte an einem Online-Gewinnspiel teilnehmen. Jetzt wird mir monatlich Geld von meiner Mobilfunkrechnung abgebucht.
Oftmals werden Online-Quiz angeboten, die zunächst einmal kostenlos wirken und einen interessanten Gewinn in Aussicht stellen. Gerade bei Gewinnspielen solltet ihr aber aufpassen. Denn hier verstecken sich die Kosten sehr oft im Kleingedruckten. Das ist in der Form verboten, wird aber trotzdem regelmäßig angeboten. Spart euch die Zeit (und letztlich auch das Geld) für Online-Quiz – vor allem bei solchen, die einen Zugangscode per Handy übersenden möchten und dementsprechend Kenntnis über eure Rufnummer erlangen möchten.
Tipp 4:
Ein Inkassounternehmen droht mir mit der Vollstreckung einer Forderung. Wie soll ich reagieren?
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um gegen eine ungerechtfertigte Forderung vorzugehen. Viele Betroffene sitzen die Sache einfach aus und hoffen darauf, nichts mehr von den Abzockern selbst oder den Inkassobüros zu hören. Das kann in einigen Fällen gut gehen. Verbraucherzentralen raten aber vermehrt dazu, die Forderung schriftlich zurückzuweisen und einen Nachweis zu verlangen, dass es überhaupt einen gültigen Vertrag gibt. Denn ebendiesen können Abzocker nicht vorweisen, sodass diese keinerlei Handhabe für eine Forderung haben. Wenn ihr schriftlich auf die jeweils angegebene Adresse reagiert, wird euer Brief unter Umständen sogar zurückkommen, da es besagten Anbieter an der jeweiligen Adresse vielleicht gar nicht gibt.




