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Call-Center-Abzocker festgenommen – Telefonterror an Tausenden Verbrauchern
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 22. Dezember 2011
Lügen, Drohungen, Abzocke
Die Polizei hat nach einer Razzia in mehreren Bundesländern betrügerisch arbeitende Call-Center genau unter die Lupe genommen. Im Zuge der Ermittlungen wurden drei Callcenter-Betreiber in Untersuchungshaft genommen. Hier waren Dutzende Mitarbeiter am Werk, die tagtäglich Verbraucher mit Anrufen massiv bedroht haben – insbesondere ältere Menschen. Ziel war es, Gewinnspielprodukte zu verkaufen, wofür täglich mehrere Tausend Verbraucher angerufen wurden.
Die Abzocker führten ein Luxusleben
Teure Immobilien, dicke Autos, Luxus pur – das haben die Polizisten bei ihren Ermittlungen festgestellt. Abzocke scheint sich hierzulande immer noch zu lohnen. Auch die Mitarbeiter können, wenn sie gut betrügen, viel Geld verdienen. Denn mit jedem Abschluss wird eine Art Provision ausgezahlt.
Bestehenden Vertrag kündigen
Die Masche ist immer dieselbe: Die Callcenter-Agenten gaukeln Verbrauchern vor, sie haben vor einiger Zeit die Zustimmung zur Teilnahme an einem Gewinnspiel abgegeben. Nun sei eine recht ordentliche Summe angefallen. Diese soll im Zuge der Kündigung gezahlt werden, obwohl dann mit der Kündigung eigentlich erst ein Vertrag zustande kommt. Denn häufig resultieren aus dieser Abmachung Abos.
Wie sollte ich reagieren?
Auflegen! Sofern euch jemand telefonisch ein Gewinnspiel anbietet oder aber behauptet, dass ihr ein solches bereits abgeschlossen habt, solltet ihr auflegen. Vermeidet dabei das Wort „Ja“ grundsätzlich. Und falls ihr tatsächlich ein seriöses Gewinnspiel abgeschlossen haben solltet, das nun Geld kostet, erhaltet ihr alles Weitere schriftlich und könnt die Angelegenheit in aller Ruhe prüfen. Geht davon aus, dass euch ein seriöser Anbieter telefonisch niemals nach euren Kontodaten beziehungsweise nach Geld fragt. Lasst euch auch von hohen Summen nicht einschüchtern, die oft einfach genannt werden, um euch einen Vergleich anzubieten. Falls ihr unsicher seid, solltet ihr darauf hinweisen, dass ihr alles schriftlich benötigt. Wenn der Anbieter hierauf nicht oder unangemessen reagiert, handelt es sich zu sehr großer Wahrscheinlichkeit um Abzocke. Falls ihr bereits einer Leistung telefonisch zugestimmt habt und einige Tage später die Bestätigung für ein Abo erhaltet, solltet ihr euch an die Verbraucherzentrale wenden beziehungsweise gleich schriftlich widerrufen und keinesfalls bezahlen.
Wenn sich der Notar bei euch meldet und ein Auto verspricht
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 28. November 2011
Dreiste Gewinnspiel-Abzocke aus der Türkei
Es gibt eine Organisation, die seit geraumer Zeit aus der Türkei operiert und Verbraucher in Deutschland sowie Österreich anruft. In diesen Anrufen geben sich Callcenteragenten als Notare aus und versprechen einen klasse Gewinn: einen Pkw oder aber eine vergleichbare Bargeldsumme. Das klingt hervorragend. Gerade für Verbraucher, die öfters an Gewinnspielen teilgenommen haben und denken, dass sich die vielen erfolglosen Versuche nun endlich ausgezahlt haben. Dass es sich um einen Betrüger handelt, wurde den Opfern erst klar, nachdem sie bereits mehrere Hundert Euro verloren hatten. Skepsis zahlt sich bei derartigen Anrufen also aus!
Überstellungsgebühren zahlen, um den Pkw zu erhalten
Da der versprochene Gewinn aus der Türkei zum Gewinner nach Deutschland beziehungsweise Österreich gebracht werden muss, bittet der Pseudo-Notar um eine kleine Vorauszahlung in Höhe von mehreren Hundert Euro, damit das Fahrzeug – oft ein Audi oder ein Mercedes – überstellt werden kann. Und wenn ihr ebendiesen geforderten Betrag überweist, wurdet ihr bereits abgezockt! Und selbst wenn ihr die Zeche gezahlt habt, lassen die Betrüger nicht locker und rufen ein zweites Mal an, um sich erneut aus Notar oder Anwalt auszugeben, mit dem Ziel, eine weitere Zahlung zu erhalten – für unvorhergesehene Steuern, Abgaben oder sonstige Belastungen. Im guten Glauben haben Opfer dann erneut Geld überwiesen, den Gewinn allerdings niemals erhalten.
Wer steckt hinter der Masche?
Zu Seriositätszwecken mieten die Abzocker deutsche Telefonnummern für eine gewisse Zeit lang an. Dabei habt ihr allerdings nicht den Notar an der Strippe, sondern einen perfekt geschulten Callcentermitarbeiter. Dieser verfügt über Telefonlisten mit Hunderten von Nummern, die nacheinander abtelefoniert werden. In einem konkreten Fall verbirgt sich hinter dem Chef des ominösen Unternehmens eine Person, die in Deutschland gelebt hat, aufgrund diverser Delikte allerdings ausgewiesen wurde. Und die Tatsache, dass es sich um einen Nicht-EU-Betreiber handelt, erschwert die Sache zunehmend. Teilweise ist das Geld daher schlichtweg verloren. Fall ihr diesen Machenschaften zum Opfer gefallen seid, solltet ihr trotz allem versuchen, euer Geld zurückzuholen und in jedem Fall Anzeige erstattet.
Wenn ihr Opfer einer Abzocke geworden seid und nochmals abgezockt werdet
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 18. November 2011
Wenn Opfer auf Anraten der „Polizei“ eine Scheinzahlung durchführen sollen
In einigen Fällen ist es vorgekommen, dass Betrüger einem Verbraucher erst Geld abgezockt hatten und sich dann – einige Tage später – als Polizei ausgegeben haben, um diesen erneut abzuzocken. Das ganze Prinzip fußt generell auf einem Betrugsmodell, das aus der Türkei heraus durchgeführt wird:
1. Anruf: „Sie haben ein Auto gewonnen“
Die Betrüger gehen dabei äußerst systematisch und durchaus auch clever vor. Im ersten Gespräch gibt sich ein Callcenter-Mitarbeiter des Abzockers als Notar aus und gratuliert euch zu einem tollen Gewinn: ein nagelneuer Pkw! Das klingt gut, ist es aber nicht, da es schlichtweg nicht stimmt! Denn der Anrufer gibt an, dass das Fahrzeug aus der Türkei zum Gewinner überstellt werden muss. Und hierfür werden nach Angaben des Pseudo-Notars einige Hundert Euro vorab fällig. Wer diese nun überweist, ist das Geld los.
2. Anruf: „Wir brauchen noch mehr Geld“
Geschädigte, die guten Gewissens das Geld überwiesen haben, werden nochmals abgezockt: In diesem Fall meldet sich der Callcenteragent als Notar erneut und bittet euch um eine weitere Zahlung für unvorhergesehene Steuern oder sonstige Überstellungsgebühren. Dann ist auch dieses Geld weg – einen Gewinn gibt es allerdings nicht.
3. Anruf: wenn die Polizei helfen möchte
Wenn ebendiese oder eine ähnliche Masche angeschlagen hat, geben sich viele Betrüger nicht mit dem ergaunerten Geld zufrieden. Ganz im Gegenteil: Sie machen einfach weiter, indem sie sich als Polizisten beziehungsweise Kriminalbeamte ausgeben. In diesem Anruf weist der Callcenteragent darauf hin, dass ein Teil der Bande dingfest gemacht werden konnte – und ihr habt nun die Möglichkeit, euer Geld wiederzubekommen. Zu diesem Zweck erhaltet ihr von dem falschen Beamten dann ein Aktenzeichen und den Hinweis, dass sich in einigen Minuten oder Stunden ein Kriminalbeamter mit weiteren Einzelheiten melden wird. Besonders tückisch: Die Anrufer manipulieren die Nummer, sodass ihr den Anschein habt, dass euch tatsächlich jemand von der Polizei anruft. Denn wenn ihr die Nummer auf dem Display zurückruft, landet ihr tatsächlich bei der echten Polizei!
4. Anruf: die Scheinüberweisung
Wie beim dritten Anruf besprochen, meldet sich nun ein anderer Anrufer – ein anderer Callcentermitarbeiter –, der sich als Kripobeamter ausgibt. Er nennt euch in diesem Fall auch direkt das vorher definierte Aktenzeichen, um euch erneut das Gefühl von Sicherheit und Seriosität zu geben. Da diese Banden besonders gut organisiert sind, gehen die Betrüger noch weiter: So haben diese sehr oft Kenntnis über weitere Daten des Anrufers: Name, Adresse, Geburtsdatum und nicht selten sogar eine Bankverbindung. In diesem Fall wurden die Daten unrechtmäßig erworben, denn es gibt leider tatsächlich eine Art illegalen Markt, an dem mit Verbraucherdaten gehandelt wird. Der „Kripobeamte“ macht sich die Kenntnis über eure Daten nun zunutze und liest euch zum Zweck der Identitätsbestätigung eure Daten vor. Nun seid ihr unter Umständen vollends überzeugt, dass es sich mit Sicherheit um einen Polizisten handelt. Von wegen! Denn nun kommt die nächste Abzocke: Der Pseudo-Polizist behauptet, dass die Betrüger größtenteils gefasst wurden. Um jedoch den letzten Schritt zu tätigen und die restlichen noch aktiven Abzocker überführen zu können, solle man schnell eine Scheinüberweisung ausführen. Und wer das macht, ist erneut sein Geld los. Die Anrufer sind perfekt geschult und besonders überzeugend. So sagen diese, dass eine Spezialgruppe bereits am Fall dran ist und lediglich eine Scheinüberweisung als weitere Grundlage für die Festnahme braucht. Das Geld sollt ihr laut Anrufer selbstverständlich direkt erstattet kriegen. Zudem sollt ihr selbstverständlich das Geld zurückerhalten, das in Zusammenhang mit der Pkw-Masche ergaunert wurde.
Doppelt abgezockt – Anzeige erstatten
Ihr könnt in jedem Fall davon ausgehen, dass euch ein Polizist oder ein Mitarbeiter einer ähnlichen Behörde niemals darum bitten wird, eine Geldleistung zu überweisen! Ferner werdet ihr auch in der Regel nicht um Mithilfe in einem Fall gebeten – schon gar nicht in einer derartigen Weise. Es handelt sich dabei schlichtweg um Abzocke und gemeinen Betrug. Da diese Leute allerdings bewusst aus dem Nicht-EU-Ausland agieren, ist es für hiesige Behörden sehr schwer, einzugreifen. In den meisten Fällen ist das Geld daher weg. Ihr solltet aber in jedem Fall Strafanzeige erstatten.
Wenn Anrufer zur Klage raten – Achtung Abzockmethode Sammelklage
Verfasst von tellows.de Team unter 0900, Wissensbasis am 14. Oktober 2011
Sammelklage
Habt ihr schon einmal einen Anruf erhalten, in dem euch jemand anbietet, an einer Sammelklage teilzunehmen? So etwas gibt es wirklich. Und anscheinend ist diese Masche so erfolgreich, dass sie auch des Öfteren angewendet wird. Dabei gibt der Anrufer an, dass ihr einer Abzocke von der Firma XY zum Opfer gefallen seid. Nun tun sich mehrere Geschädigte zusammen und gehen gegen dieses ominöse Unternehmen vor – so wird es zumindest behauptet. Und zwar im Zuge einer Sammelklage. Ihr könnt nun mitmachen – gegen eine kleine Bearbeitungsgebühr, für die der Anrufer dann eure Kontodaten benötigt. Dass es sich hier um Abzocke handelt, erkennt ihr alleine an einem Kriterium: In Deutschland gibt es die klassische Sammelklage nicht. Dabei handelt es sich um ein Rechtskonstrukt aus den USA. Außerdem werdet ihr schnell merken, dass es sich um Abzocke handelt, wenn ihr in der Vergangenheit kurz gesagt nicht abgezockt wurdet. Also warum klagen, wenn ihr keiner Betrügerei zum Opfer gefallen seid? Aber auch hier kennt der Anrufer die passende Methode:
Kontrollanrufe
Wurdet ihr vor ein paar Wochen schon einmal von einem windigen Anbieter angerufen? Handelt es sich bei diesem Call Center Mitarbeiter vielleicht auch um einen Mitarbeiter der Firma, die nun verklagt werden soll? Dann handelt es sich vermutlich um einen und demselben Anrufer beziehungsweise um dieselbe Abzockmethode. Denn oftmals rufen die Abzocker einige Wochen vorher an und geben sich dann einige Wochen später als Verbraucherzentrale oder gar Anwaltskanzlei zum Zweck der eben schon genannte Klage oder gar Sammelklage aus. Wenn jemand anruft und euch telefonisch anbietet zu klagen, solltet ihr gleich auflegen.
Rechnung nach Abzocke erhalten? Tellows sagt euch, was nun zu tun ist
Verfasst von tellows.de Team unter Rechtliches am 13. Oktober 2011
Wenn der Abzocker sich meldet
Habt ihr im Internet etwas offensichtlich Kostenloses heruntergeladen, erhaltet aber dennoch eine Rechnung vom Anbieter? Oder wird euch unterstellt, an einem Gewinnspiel teilgenommen zu haben, für das ihr nun zahlen sollt? Die Lösung lautet: Bleibt ruhig und gelassen. Lasst euch weder von Rechnungen noch von Anrufen oder auch Drohungen einschüchtern. Ebenfalls Mahnschreiben durch Anwälte oder Inkassounternehmen könnt ihr getrost ignorieren. Warum das so ist, lest ihr im Folgenden.
Die einseitige Willenserklärung
Es ist eigentlich ganz einfach: Ein Geschäft/Vertrag kommt nur dann zustande, wenn mindestens zwei Seiten eine Willenserklärung abgeben – dem Vertrag also zustimmen. Die betrügerische Masche vieler Abzocker ist aber eine andere: Diese unterstellen, dass ihr ebendiese Willenserklärung abgegeben und dementsprechend einem Vertrag zugestimmt habt – zum Beispiel in Gestalt eines Abonnements. Falls ihr tatsächlich einem Angebot zugestimmt oder einen Vertrag abgeschlossen habt, ist das natürlich ein anderer Sachverhalt. In den meisten Abzockerfällen wird euch aber lediglich unterstellt, dass ihr zugestimmt habt. Dementsprechend ist es sehr wichtig, dass ihr genau prüft, was ihr wo anklickt beziehungsweise was ihr bei einem dubios wirkenden Anruf zum Gegenüber sagt.
Wie der Anwalt arbeitet
Ein Schreiben vom Anwalt oder von einem Inkassounternehmen hat schon gleich eine ganz andere Wirkung als eine Zahlungserinnerung vom unseriösen Anbieter selbst. Lasst euch nicht durch Anwälte einschüchtern. Denn wer die Arbeitsweise kennt, kann ganz entspannt reagieren: Anwälte und Inkassounternehmen sind an sich ganz normale Dienstleister. Das bedeutet in eurem konkreten Fall, dass der Abzocker einen Anwalt beauftragt, euch und vielen anderen Geschädigten eine Mahnung zu senden. Dieser handelt im Interesse seines Mandanten und schickt das Schreiben raus. Das Inkassounternehmen handelt ebenso wie der Anwalt im Interesse eines Unternehmens oder einer Privatperson. Anwalt oder Inkassounternehmen weiß in der Regel allerdings gar nichts über die Machenschaften des Mandanten und gibt das Anliegen lediglich an euch weiter. Meldet ihr euch nicht oder schreibt ihr dem Anwalt zurück, dass es sich um eine unrechtmäßige Forderung handelt, gibt dieser das Anliegen an seinen Mandanten zurück und wartet – wenn überhaupt – auf weitere Informationen vonseiten seines Mandanten. Daher solltet ihr bei ungerechtfertigten Forderungen auch hier ruhig bleiben und euch nicht einschüchtern lassen.
Wenn der Mahnbescheid vom Gericht kommt
Einige Abzocker gehen soweit, dass sie einen Titel gegen euch erwirken möchten – in Form eines gerichtlichen Mahnbescheids. Dadurch werdet ihr von offizieller Seite aufgefordert, eure Pseudo-Schuld zu begleichen oder aber euch zur Sache zu äußern. So ein gerichtlicher Mahnbescheid hat Wirkung! Denn er schüchtert enorm ein und gibt euch das Gefühl, dass ihr tatsächlich in der Schuld steht. Aber auch hier ist es sinnvoll, zunächst einmal genau zu prüfen, worum es geht. Denn auch das Gericht handelt lediglich auf Anweisung des Abzockers – ohne Hintergründe zu kennen. Ihr müsst hier lediglich die rechtliche Form bewahren und auf den Mahnbescheid binnen zwei Wochen antworten. Das geht ganz einfach und stressfrei, indem ihr kurzerhand widerruft. Dafür könnt ihr ein kleines Häkchen auf dem Mahnbescheid beim Feld „Ich widerspreche dem Anspruch insgesamt“ setzen und die Sache dem Gericht zurückgeben. Damit hat sich das Anliegen für euch normalerweise geregelt. Denn im nächsten Schritt müsste der Abzocker klagen, was aber in der Praxis bei ungerechtfertigten und damit abgezockten Forderungen eigentlich nie passiert.
Das Wichtigste in Kürze
Wenn ihr eine Rechnung erhaltet, ohne etwas abgeschlossen zu haben, solltet ihr nicht reagieren! Dasselbe gilt für eine Mahnung vonseiten des Abzockers oder für eine Zahlungserinnerung. Auch wenn Post vom Anwalt oder vom Inkassounternehmen kommt, heißt es: Ruhe bewahren. Wenn ihr die Forderung ignoriert, hört ihr zumeist auch nichts mehr vom Abzocker. Handlungsbedarf besteht lediglich dann, wenn euch ein gerichtlicher Mahnbescheid erreicht. Hier widersprecht ihr der Forderung binnen zwei Wochen, schickt den Bescheid zurück zum Gericht und habt den Fall damit in der Regel aus der Welt geschafft.
Gewinnmitteilung durch automatische Bandansage! Aber Vorsicht, gewonnen habt ihr nichts!
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 11. Oktober 2011
Wenn der Computer anruft
Zum Zweck der Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung sparen sich einige Anbieter einfach den Callcenteragenten und lassen den Computer zunächst einmal bei euch anrufen. So ist es vorgekommen, dass die Bandansage die freudige Nachricht übermittelt, dass man einen Hauptpreis gewonnen habe. Worum es sich genau handelt, bleibt zunächst einmal ein Rätsel. Ihr werdet lediglich darauf hingewiesen, dass ihr etwas Tolles gewonnen habt.
Auf Gewinnmitteilungen antworten
Im nächsten Schritt hättet ihr nun zwei Möglichkeiten, auf die Gewinnmitteilung einzugehen. Über beide kann aber im Vorfeld gesagt werden: Nicht durchführen! Legt am Besten gleich auf, wenn ihr einen solchen Anruf erhaltet. Hört ihr euch das Spektakel weiter an, weist euch die Bandansage darauf hin, dass ihr ein bestimmtes Wort sagen oder aber eine Taste drücken sollt, um den Gewinn anzunehmen. Nun werden erst die Callagenten tätig, zu denen ihr dann direkt durchgestellt werdet. In einigen Fällen sollt ihr hingegen eine bestimmte Telefonnummer anrufen oder aber eine SMS an einen Dienst versenden, der dann alles Weitere für euch übernimmt – natürlich nur laut Aussage der Stimme auf dem Band.
Kein Gewinn, sondern Kosten
Ob ihr euch direkt durchstellen lasst oder aber eine Nummer anwählt, erfüllt für den Anbieter generell denselben Zweck: Er kriegt euer Geld. Denn ihr stimmt mehr oder weniger unwissentlich einer Abzocke zu, bei der euch der Callcentermitarbeiter dann zumeist in ein Gespräch verwickelt. Manchmal kostet die Gesprächsminute bis zu 1,99 Euro, sodass der Callagent natürlich versucht, euch in ein längeres Gespräch zu verwickeln. Es ist aber auch schon vorgekommen, dass ein Anruf zehn Euro oder sogar mehr kostet, wobei dieser Betrag dann direkt von der Telefonrechnung abgebucht wird – doppelt schwierig, denn das Geld ist nicht so leicht wiederzuholen. Einen Gewinn gibt es selbstverständlich nicht. Denn es handelt sich um klare Abzocke, die euch recht teuer zu stehen kommen kann.
Die fiesen Tricks der Telefonabzocker
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 20. September 2011
So zocken Callcenter ab
Wie viele Mitarbeiter hat so ein Callcenter eigentlich?, fragt sich der Eine oder Andere beim Blick auf die vielen Werbeanrufe. Die Antwort: viel weniger als ihr denk! Denn Telefonabzocker setzen regelmäßig Anrufroboter ein, die selbstständig wählen und bei erfolgreicher Verbindung direkt mit einem Callagenten verbinden. Dabei lassen diese gleich bei mehreren Personen anklingeln und verbinden stets mit dem, der als erstes abnimmt. Dadurch ist es möglich, dass eine Person gleich mehrere Male angerufen wird – immer und immer wieder. Das weiß auch die Bundesnetzagentur, die jetzt gegen diese Callcenter rigoros vorgehen möchte.
Vorsicht vor unbekannten Rufnummern
Immer öfters wird der Trick der unterdrückten Nummer verwendet. Keine 0800er- oder 0137-er Nummer – die Abzocker versuchen es anonym, obwohl das unter Strafe verboten ist. Wenn euch ein solcher Anruf ereilt, solltet ihr diesen unbedingt an die Netzagentur melden – hört genau hin, wer euch anruft. Mittlerweile werden aber auch Pseudo-Nummern verwendet, die zufällig vom Roboter generiert werden. Ruft ihr hier zurück, landet ihr überall, nur nicht beim Abzocker.
Vorsicht, wenn ihr verdächtige Anrufe entgegennehmt
Callcenter-Mitarbeiter werden genauestens geschult und verfügen über einige Tricks. Gewinnbenachrichtigungen gehören in diesem Bereich fast schon zum täglich Brot. So versprechen einige Dienste einen tollen Gewinn, für dessen Erhalt ihr eure Daten angeben müsst – teilweise sogar die Bankdaten. Auch wenn diese Anrufe für euch oft nichts kosten, gibt es keinen Gewinn, aber eure Daten sind im Umlauf. Also Vorsicht! Werbecalls sind ebenso ein probates Mittel der Callcenter, mit denen sie versuchen, an eure Daten zu kommen. Einige nutzen die Gutmütigkeit der Verbraucher aus und lassen einfach anklingeln – mit angezeigter Rufnummer. Es gibt viele, die dann zurückrufen – und das ist fatal, denn erstens zahlt ihr in vielen Fällen für den Anruf und könnt nicht einmal ohne Weiteres nachweisen, dass ihr einer Abzocke zum Opfer gefallen seid – schließlich habt ihr ja dort angerufen. Nutzt unsere Handlungsempfehlungen, um euch zu schützen.
Rufnummern, SMS und Fax
Wenn euer Handy einen Anrufer mit der Vorwahl 0800, 0137, 0900 oder auch 138 anzeigt, solltet ihr weder abnehmen noch zurückrufen. Denn dabei handelt es sich um typische Werbe- und Callcenternummern. Wenn ihr hier anruft, entstehen automatisch Kosten – außer bei der 0800, die generell als kostenfrei gilt. Wie teuer es wird, hängt allein von der Nummer ab. So gibt es solche, die pro Anruf 14 Cent berechnen und solche, die pro Minute bis zu 3 Euro abzocken – und das nicht nur durch normale Anrufe. Mittlerweile wird auch versucht, per SMS abzuzocken. Dabei erhaltet ihr ominöse Kurznachrichten mit einer fünfstelligen Kurzwahlnummer. Zumeist werdet ihr aufgefordert, eine Antwort-SMS zu senden – beispielsweise um einen Gewinn zu bestätigen, einen Kontakt herzustellen oder einen Service zu nutzen (Download etc.). Hier solltet ihr keinesfalls reagieren und die SMS sofort löschen. Besonders nervig sind Faxe. Denn diese kosten euch Geld, ohne dass ihr überhaupt anruft, geschweige denn telefoniert: Papier und Toner gehen für sinnlose Werbemaßnahmen drauf. Sollte euch ein solches Fax erreichen, könnt ihr schnell feststellen, ob es sich um Abzocke handelt: Denn bei windigen Anrufern sind zumeist keine Kontaktdaten angegeben.
Telefonabzocke vermeiden – Wie kann ich mich schon im Vorfeld vor Callcenter-Werbeanrufen schützen?
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 15. September 2011
Schluss mir Werbeanrufen
Ob zu Werbezwecken, Umfragen oder obskuren Gewinnbenachrichtigungen – Callcenter-Werbeanrufe sind störend und ärgerlich. Dabei sind Werbeanrufe mittlerweile ein fast schon etabliertes Marketinginstrument geworden – zumindest in Bezug auf einige Unternehmen. Generell gilt: Telefonwerbung ist verboten. Das hindert aber nur wenige Callcenter daran, ihre als unschlagbar bezeichneten Angebote zu unterbreiten. So ist selbst nach einer Kündigung der Tageszeitung ein Anruf der relevanten Redaktion untersagt. Auch wenn sich an das Verbot nicht alle halten, könnt ihr ein Stück weit selbst beeinflussen, ob Callcenter eure Nummer kennen.
Vorsicht mit Daten
Es gibt eine Lösung, diesen teilweise dreisten und oft durchaus gut geschulten Anrufern aus dem Weg zu gehen: Geht sparsam mit der Weitergabe eurer Daten um. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um das Probeabo einer Illustrierten oder den Account im Internet handelt – vermeidet die Nennung eurer Telefonnummer. Denn wenn ein Unternehmen eure Nummer hat, kann es sein, dass dieses eine Art Datenvertrag mit anderen Firmen hat, sodass Informationen über euch einfach ausgetauscht werden. So solltet ihr nur dann eure Daten nennen, wenn diese aus gutem Grund notwendig sind – beispielsweise dann, wenn ein Produkt bestellt wird. Es ist allerdings nicht notwendig, für den Erhalt eines Newsletters gleich auch die Festnetz- und Handynummer mit anzugeben – ebenso wenig bei einer Versandhausbestellung. In diesem Fall reichen Anschrift – und mittlerweile auch E-Mail – vollkommen aus.
Netzwerke und Kleingedrucktes
In den letzten Jahren haben sozial Netzwerke an Popularität gewonnen – alle sind vernetzt, und oft werden Daten gepostet, die nicht veröffentlicht werden sollten. Vermeidet die Angabe privater Informationen, wozu auch die Handynummer gehört. Denn wenn Callcenter eure Nummer nirgends finden, erhaltet ihr auch keine ungewollten Werbeanrufe. Falls ihr eure Rufnummer oder sonstige Daten im Zuge eines Abschlusses angeben müsst, solltet ihr das Kleingedruckte unbedingt beachten. Neben den AGB findet sich des Öfteren ein Kästchen, das standardisiert angeklickt ist, womit ihr zustimmt, dass eure Daten an Werbepartner weitergegeben werden können. Auch wenn diese Daten eigentlich nicht für Callcenter-Maßnahmen verwendet werden dürfen, solltet ihr die Weitergabe hier möglichst nicht bestätigen.
Lotterien und Gewinnspiele
Mittlerweile braucht ihr keine Postkarte mehr zu versenden, um an einem Gewinnspiel teilnehmen zu können. Eine einfache SMS mit der richtigen Antwort reicht oft schon aus. Hier solltet ihr aber wiederum auf den Empfänger achten. Denn Gewinnspielteilnahmen sind eine wahre Goldgrube für Callcenter und damit zusammenhängende Werbemaßnahmen. Wenn ihr dennoch teilnehmen möchtet, solltet ihr euch auf den herkömmlichen Weg beschränken – im Zweifelsfall erhaltet ihr dann einen Werbebrief, werdet aber nicht telefonisch belästigt. Unter dieser Nummer 039140210903 findet ihr ein Beispiel auf tellows.
Vorsicht beim Umzug
Wer bei der Deutschen Post einen Nachsendeantrag stellt, sollte darauf achten, die Datenweitergabe zu untersagen. Ansonsten ist die AG berechtigt, eure Daten an interessierte Unternehmen weiterzugeben. Überlegt euch in diesem Zusammenhang auch, ob ihr unbedingt einen Telefonbucheintrag benötigt.




