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Abzocke durch Abo-Fallen

Smartphones und mobiles Internet finden immer mehr Verbreitung in unserer Gesellschaft.
Wenig verwunderlich ist es da, dass unseriöse Unternehmen mittlerweile verstärkt dort versuchen, den unwissenden Smartphone-Nutzer das Geld aus den Taschen zu ziehen. So reicht oft schon ein versehentlicher Klick auf die Werbeeinblendung einer App und der Nutzer schließt, ohne es wissen, ein Abo ab. Das böse Erwachen kommt dann mit der monatlichen Handy-Rechnung.

Damit sich die Entwicklung von Gratis-Apps rentiert, sind die Entwickler dazu gezwungen Werbeflächen in diese einzubauen. Welche Werbung dort letztendlich angezeigt wird, liegt nicht mehr in den Händen des Entwicklers der App. So kann es durchaus sein, dass sich hinter einer Werbung beispielweise der Anbieter eines Klingelton-Abos versteckt.

Klickt der Anwender auf solch eine Werbeanzeige, kann der Anbieter des Werbe-Contents anhand der MSISDN (Mobile Subscriber ISDN Number) der SIM-Karte des Smartphone-Besitzers den Mobilfunk-Provider feststellen. Über diesen verschafft er sich nun die Mobilfunknummer des Smartphone-Nutzers und schickt seine Rechnung für das abgeschlossene Abo an den Mobilfunkbetreiber. Davon bekommt der Nutzer jedoch nichts weiter mit. Informationen wie z.B. die anfallenden Kosten des Abos sind meist garnicht vorhanden oder sehr gut versteckt.


Handy-Gauner: von verbraucherinfoTV

Was tun, wenn man in eine Abo-Falle getappt ist?

Eine Verweigerung der Zahlung macht in diesem Fall nur wenig Sinn, da dies eine Sperrung der SIM-Karte zur Folge haben könnte. Sinnvoller ist es, sich sofort nach Entdeckung des fragwürdigen Postens auf der Mobilfunkrechnung an seinen jeweiligen Mobilfunk-Provider zu wenden. Dieser kann eine Sperrung von Drittanbietern für den Smartphone-Nutzer einrichten, wodurch es diesem nicht mehr möglich ist, Mehrwertdienste zu nutzen. Dies bringt jedoch wiederum den Nachteil mit sich, dass Dienste wie z.B. Mobile Tickets (z.B. Easy Go) nicht mehr für den Kauf von Fahrkarten genutzt werden können.

Bei einigen Mobilfunkanbietern ist es aber dennoch möglich, die Vorzüge seriöser Drittanbieterdienste zu nutzen, ohne Gefahr zu laufen, in eine Abo-Falle zu tappen. So ermöglicht O2 beispielweise neben der Sperrung aller Mehrwertdienste auch die Drittanbietersperre ohne O2 und ohne mpass*. Dadurch ist die weitere Nutzung der Serviceleistungen von O2 und die Zahlung über mpass möglich, ohne der Gefahr ausgesetzt zu sein, ein ungewolltes Abo abzuschließen.

*Mpass ist eine Kombination aus Lastschriftverfahren und einer zusätzlichen Bestätigung des Zahlungsvorgangs durch den Kunden per SMS. Dazu wird lediglich ein deutscher Mobilfunkvertrag und ein deutsches Bankkonto benötigt. Mpass kann nach einer kostenlosen Anmeldung sofort genutzt werden.

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Wenn aus dem Probeangebot ein Abo wird

Telefonwerbung für Medikamente

Im Fokus von Abzockern stehen zunehmend ältere Mitbürger. Und in einigen Fällen werden sogar körperliche Gebrechen zum Zweck der Abzocke genutzt. Und die Methode hat durchaus Erfolg: Denn wer auf Medikamente angewiesen ist, kennt die hohen Preise. Da möchte man gerne den einen oder anderen Euro sparen. Genau das wird bei ebendieser Telefonwerbung angeboten: Ihr erhaltet sogenannte Ginkgo-Präparate zu sehr günstigen Preisen. Zumindest wird euch das am Telefon gesagt. Anschließend wird euch eine Testlieferung zugeschickt – und dann wird es teuer.

Wenn Proben teuer bezahlt werden müssen

Wer sich bei dieser Masche für die Probelieferung entschiedet hat, ist gleichzeitig ein teures Abonnement eingegangen. Denn im Anschluss an die Testlieferung erhaltet ihr weitere kostenpflichtige Lieferungen mit dazugehöriger Rechnungsstellung. In einem Fall hat eine Dame eine Probelieferung von Kapseln bestellt, die das allgemeine Wohlbefinden verbessern sollen. Dabei wurden zwei Packungen des Wundermittels mit vergleichsweise günstigen 75 Euro berechnet. Das Produkt kam, die Pillen wurden ausprobiert, hatten aber keinerlei Wirkung. So hat die Dame das Abonnement schriftlich gekündigt und eine Bestätigung erhalten. Allerdings befand sich einige Tage später eine erneute Sendung mit dem Präparat im Briefkasten – wiederum für 75 Euro. Und das war sogar korrekt, da die Geschädigte im Rahmen des fernmündlichen Vertrags einer weiteren Lieferung zugestimmt hatte.

Am Besten gar nicht annehmen

Gerade im Bereich der telefonischen Akquise kann es schnell passieren, dass man etwas bestellt, ohne die Details zu kennen. So ist es auch in diesem Fall passiert, wobei man davon ausgegangen war, lediglich eine einmalige Probelieferung zu erhalten, gleich aber auch eine weitere Lieferung mit abgeschlossen hat. Habt ihr unwissentlich einer solchen Lieferung zugestimmt, solltet ihr vom zweiwöchigen Widerrufsrecht Gebrauch machen – und zwar stets schriftlich per Einschreiben oder als Fax mit Sendebericht. Diese Frist gilt immer ab Erhalt der Ware. Ein bloßes Zurückschicken ist in der Praxis hingegen zumeist weniger effektiv.

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Harte Strafen für Abzocker: Bundesjustizministerin geht gegen Abofallen vor

Vorgehen gegen Abos und Inkasso

Die Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hat angekündigt, die Rechte der Verbraucher stärker schützen zu wollen. Im Fokus steht dabei die Bekämpfung von Abzockern und deren Methoden, wobei auch Inkassobüros zunehmend ins Fadenkreuz gelangen. Verbraucher sind „ärgerlichen Methoden ausgesetzt, denen ich mit einem kompakten Gesetz einen Riegel vorschieben will“, hat die Ministerin gegenüber der SZ geäußert. Das klingt gut, denn insbesondere Abofallen sind in den vergangenen Jahren zu einer wahren Plage geworden. Callcenter rufen dabei vehement an – teilweise wieder und wieder, auch in den Abend- und Nachtstunden. Mittlerweile ist von einem wahren Telefonterror die Rede. Im Fokus stehen immer wieder insbesondere Senioren, denen von den gut geschulten Mitarbeitern Abos aufgeschwatzt werden sollen.

Der nächste Schritt: das Inkassounternehmen

Oftmals merken die Betroffenen gar nicht, dass sie gerade abgezockt worden sind. Und wenn sie es merken, ist es häufig schon zu spät. Denn prompt flattert die erste Rechnung über die ominöse Leistung ins Haus – beispielsweise die Teilnahme an einem teuren Gewinnspiel. Wenn ihr als Verbraucher nun weigert zu zahlen, wird euch gleich gedroht. Denn zumeist wird das Anliegen vonseiten des Abzockers direkt an ein Inkassounternehmen weitergeleitet. Und deren Mahnungen zeigen oft Wirkung durch Einschüchterung – und das mit zunehmend grenzwertigen Methoden. Dabei gibt es nicht nur Inkassobüros, sondern auch Anwälte, die einen wahren Abmahn-Marathon betreiben. So mahnen manche Kanzleien Verbraucher massenhaft ab und kassieren hohe Gebühren. Und auch hier möchte die Justizministerin ansetzen: Das Inkassoverfahren soll für Anwälte durch niedrigere Gebühren weniger attraktiv werden. Inkassobüros schlagen in der Regel sogar mehr als die Hälfte des Ursprungsbetrags auf. Leutheusser-Schnarrenberger möchte die Aufsicht dieser Unternehmen verschärfen und droht gleichzeitig mit hohen Bußgeldern.

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Nerviges aus der Anruferwelt – die Top 5 der nervigsten Anrufer

Hallo liebe Tellows-Freunde,

nervige Anrufer und Telefonterror bestimmen euer Leben und ihr wollt einfach nur, dass es aufhört zu klingeln? Wer euch in letzter Zeit wieder am meisten angerufen hat, seht ihr hier in den aktuellen Top 5 der nervigsten Anrufer. Nur eine Telefonnummer hat sich seit dem letzten Bericht in den Top 5 gehalten, alle anderen sind neu dazugekommen, doch schaut selbst:

021517478738 mit 25 Kommentaren und 2382 Suchanfragen, Tellows Score: 7

08003009932 mit 105 Kommentaren und 37102 Suchanfragen, Tellows Score: 6

030206469611 mit 78 Kommentaren und 21300 Suchanfragen, Tellows Score: 7

080028457155 mit 128 Kommentaren und 20244 Suchanfragen, Tellows Score: 7

0037780093827 mit 50 Kommentaren und 5278 Suchanfragen, Tellows Score: 8

Die meisten Kommentare und sehr viele Suchanfragen gibt es zur Zeit zur 080028457155, zum Beispiel meldete maler43:

Hallo Leute, auch mir wurden die 600€ angedroht, wenn ich ihm nicht sofort sagen würde, welche Zeitschrift ich abonieren würde. Die Zeitschrift war vermutlich aber nur der Vorwand um meine Bankdaten zu bekommen. Hat er aber nicht bekommen. Auf Anraten des Bayrischen Landeskriminalamtes habe ich bei unserer Polizeidienststelle Strafantrag gestellt.

Dies scheint eine Kosten-und Abo-Falle zu sein! Deswegen helft euch weiterhin gegenseitig und meldet die Nummern der Bundesnetzagentur, damit die Betreiber solcher Nummern gestoppt werden können und endlich Ruhe einkehrt.

Außerdem gibt es nun auch ein neues Forum, in dem ihr euch intensiver über einzelne Telefonnummern austauschen oder näheres zu einzelnen Themen in Erfahrung bringen könnt. Wenn ihr Interesse habt, schaut doch einfach mal bei Telefon-diskussion.de vorbei.

Nun lasst euch aber das Wochenende nicht versauen und geniesst noch das bisschen Sonne, das uns dieses Jahr noch bleibt.

Bis Bald :)

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