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Anruf-Abzocker geben sich als Mitarbeiter von Volksbanken oder Sparkassen aus
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 22. Februar 2012
Vertrauen schaffen und betrügen
Die Berliner Volksbank warnt vor Trickbetrügern, die sich bei Verbrauchern melden und sich als Mitarbeiter der Berliner Volksbank ausgeben. Da wir nicht ausschließen können, dass in diesem Zusammenhang auch die guten Namen anderer Geldinstitute missbraucht werden, möchten wir euch generell raten, genau hinzuhören, wenn sich jemand am Telefon als Mitarbeiter einer Bank ausgibt. Denn in diesem Fall der Abzocke möchten sich Betrüger euer Vertrauen erschleichen, indem sie als besonders seriös erscheinen. Im aktuellen Fall, der der Berliner Volksbank bekannt ist, meldet sich entweder eine Frau Weiß oder ein Herr Doktor Weber telefonisch – zumeist im Großraum Berlin. Ebendieser Anrufer gibt sich als Mitarbeiter der Volksbank aus
und gratuliert im Telefonat zu einem beachtlichen Gewinn in Höhe von beispielsweise 48.000 Euro. Die
Summen weichen jeweils ab.
Geld überweisen, um Gewinn zu erhalten
Wenn ihr bereits vom Vorkassebetrug gelesen habt, werdet ihr spätestens jetzt feststellen, dass es sich um ebendiesen handelt: Denn um den Gewinn erhalten zu können, müsse man nach Angaben des Anrufers 680 Euro oder eine vergleichbare Summe vorab an ein Geldinstitut in der Türkei überweisen. Zumeist ist hier konkret von Istanbul die Rede. Wenn ihr im Tellows-Blog regelmäßig nachlest, kennt ihr die Abzocker aus der Türkei bereits. Denn diese rufen bundesweit Personen an, um mit ebendiesen Pseudo-Gewinnen abzuzocken. Dabei werden in der Regel Geldgewinne oder Autos angeboten. Man muss bei dieser Betrügerei stets Geld vorab bezahlen – und zwar immer in die Türkei. Das Geld soll entweder direkt vom Konto überwiesen oder aber mittels Ukash-Karten überstellt werden.
Die Rückrufnummer gehört in diesem Fall der Berliner Volksbank
Sicherlich ist man zuerst einmal skeptisch, wenn man hört, dass man eine Geldsumme vorab überweisen soll, um eine höhere Geldsumme zu erhalten. Die Betrüger gehen aber gut organisiert vor und setzen diverse Mittel der Täuschung ein: Viele Menschen vertrauen ihrer Bank. Wer dann noch Kunde bei der Berliner Volksbank ist, glaubt erst einmal, dass es sich tatsächlich um einen Mitarbeiter der eigenen Hausbank handelt. Denn auf dem Display erscheint eine 030-Nummer für Berlin. Wenn man dann noch glaubt, dass man mit einem Notar spricht, wirkt das erneut seriöser – zudem wirkt die Freude über einen derartig hohen Gewinn massiv auf die Reaktion des Angerufenen ein. Das reicht bereits aus, um Geld abzuzocken. Und besonders tückisch ist die Tatsache, dass nicht nur die Berliner Vorwahl angezeigt wird, sondern dass die 030-Nummer tatsächlich die Rufnummer der echten Berliner Volksbank ist. Wenn ihr nun also aufgelegt habt und die Rückrufnummer wählt, landet ihr bei einem „echten Mitarbeiter“. Und das reicht dann vielen Geschädigten als Beweis für die Seriosität und Echtheit des Angebots aus, sodass das Geld überwiesen wird. Ihr solltet in diesem Zusammenhang aber unbedingt wissen, dass man mit Computertechnik eine Rufnummer für kurze Zeit fälschen kann. Eine vertraut wirkende Rufnummer ist also keinesfalls ein Garant für die Echtheit des Anrufers.
Vorkassebetrug: Eine Leistung wird versprochen, für die vorher anteilig gezahlt werden soll
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 16. Februar 2012
Über Autos und sonstige Gewinne
In letzter Zeit häufen sich Fälle des sogenannten Vorkassebetrugs. Dabei werdet ihr angerufen und darüber informiert, dass ihr einen Sachwert gewonnen habt – beispielsweise ein Auto. Um ebendiesen Sachwert zu erhalten, muss allerdings ein Vorab-Betrag überwiesen werden. Fertig ist der Vorkassebetrug. Denn statt Auto oder sonstigem Gewinn gibt es gar nichts – aber das Geld ist weg.
Seriös wirkende Anrufer
In diesem Zusammenhang gibt sich der jeweilige Anrufer sehr oft als Notar aus, um den Gewinn von offizieller Seite zu bestätigen. Das wirkt auf viele seriös, ist es aber nicht. Der Notar möchte euch weismachen, dass der Vorabbetrag notwendig ist, um euch den Gewinn überstellen zu können. Denn zumeist kommt dieser bei der Masche aus dem Ausland. Dafür fallen einige Steuern und Gebühren an, die dann von euch gezahlt werden sollen. Alternativ seien die Kosten für einen Rechtsanwalt oder für Versicherungen, um euren Gewinn auch optimal überstellen zu können. Diese sind recht hoch, in Relation zum Gewinn aber vermeintlich gering. Die Betrüger rufen oftmals mit einer Berliner Rufnummer an, operieren aber zumeist aus dem Ausland – genauer aus der Türkei –, da sie dort von Rechtswegen schlechter belangt werden können.
Als ausgezeichnetes Beispiel die dio
Bei Rückruf geht der Notar dran
Wie schon erläutert wird eine deutsche Rufnummer angezeigt. Wenn ihr ebendiese Nummer nun zurückruft, werdet ihr tatsächlich bei einem Anwalt oder bei einem Notar landen. Und eben dadurch tappen viele Verbraucher letztendlich in die Falle. Denn der unseriöse Abzocker fälscht bei seinem Anruf kurzerhand seine mitgeschickte Rufnummer. Das ist heutzutage recht einfach möglich. So denkt der Angerufene allerdings, es handle sich tatsächlich um eine entsprechende Kanzlei, und überweist guten Gewissens das Geld.
Vorkasse-Telefonbetrug – Verbraucher zahlt insgesamt 2.600 Euro
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 27. Januar 2012
Werttransport als Gewinn
Im Rahmen des Vorkassebetrugs geht es nicht immer nur um Autos. Das musste ein Verbraucher nach einem Verlust von 2.600 Euro schmerzlich feststellen. Es begann mit einer Rückrufbitte auf dem Anrufbeantworter. Bei Rückruf meldete sich eine junge Dame, die einen Werttransport in Höhe von 90.000 Euro in Aussicht stellte. Einzelheiten wurden vonseiten des Verbrauchers nicht weiter nachgefragt – wahrscheinlich aus blinder Freude über den Gewinn. Um diesen in Empfang nehmen zu können, sei eine kleine Vorabzahlung notwendig – wie es beim Vorkassebetrug stets der Fall ist. So zahlte der Verbraucher guten Gewissens zunächst einmal 600 Euro, um Notar- und Transportkosten zu begleichen.
Weitere Telefonate brachten noch mehr Verlust
Sobald die Betrüger festgestellt haben, dass ihr Opfer gezahlt hatte, haben sie weiter nachgehakt, um noch mehr Geld abzugreifen. So meldete sich die junge Dame erneut beim fröhlichen „Gewinner“, mit der Meldung, dass leider noch eine Überweisung notwendig sei, um den Gewinn zeitnah überstellen zu können – wegen höherer Gebühren und plötzlich aufgetretener Extrakosten. So überwies der Geschädigte insgesamt 2.600 Euro. Einen Werttransport gab es allerdings nicht – und das Geld gab es auch nicht zurück. Mittlerweile ist die Betrugs-Telefonnummer laut Polizeiangaben gesperrt. Diese führte in ein Callcenter in der Türkei, von wo aus viele der bekannten Vorkasse-Betrugsfälle durchgeführt werden. Deutschsprachige Personen rufen von hier aus ihre gutgläubigen Opfer an und zocken das Geld ab.
Das Geld ist vermutlich weg
Wer Geld überweist, hat Probleme, es wiederzubekommen. Denn in diesem Fall ist er auf die Gunst des jeweiligen Empfängers angewiesen. Und wenn es sich wie in diesem Fall um Betrüger handelt, hat der Verbraucher keine Chance. Ihm stehen lediglich rechtliche Mittel offen, die hierzulande beziehungsweise in der EU auch Wirkung zeigen. Die Tatsache, dass die Abzocker in diesem Fall aus der Türkei – also aus einem (noch) Nicht-EU-Land agieren, erschwert es hiesigen Ermittlern und Behörden, zuzugreifen.
Vorkasse – Neuer „Gewinn-Rekord“: 90.000 Euro wurden in Aussicht gestellt
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 24. Januar 2012
Abzocken reißen nicht ab
Tellows hat bereits über diverse Vorkasse-Abzock-Methoden berichtet. Bargeld, Autos und sonstige Leistungen werden versprochen. Für den Erhalt ist laut Abzocker eine Vorabzahlung in unterschiedlicher Höhe erforderlich, doch ein Gewinn wird nie überstellt. Uns ist ein neuer Fall bekannt, bei dem ein Mann stolze 2.600 Euro verloren hat. Dieser wurde wie immer telefonisch kontaktiert – mit der eigentlich guten Nachricht, etwas gewonnen zu haben. Stolze 90.000 Euro wurden in diesem Fall versprochen, die durch einen Werttransport überstellt werden sollten. Er musste für die Lieferung 600 Euro zahlen, was der Geschädigte dann auch prompt tat.
Ukash-Abzocke
Es ist nach wie vor besorgniserregend, wie leicht die Betrüger an fremdes Geld kommen. Denn auch dieser Verbraucher hat zunächst sechs Ukash-Geldkarten im Wert von jeweils 600 Euro gekauft und die PIN an einen Pseudo-Notar überstellt. Dieser sei nach Angaben des Abzockers für den reibungslosen Ablauf des Werttransports zuständig. Worum es sich genau handelte und welches Gewinnspiel zum schönen Gewinn geführt hat, wurde gar nicht erst erörtert. Dafür kamen weitere Anrufe, denn wenn die Abzocker feststellen, dass sie bei einer Person recht leicht an ihr Geld herankommen können, versuchen sie es oft noch ein zweites oder drittes Mal – gerade dann, wenn die Gewinne sehr hoch sind wie in diesem Fall.
Aus 600 Euro wurden 2.600 Euro
Was sind 600 beziehungsweise 2.600 Euro in Relation zu 90.000 Euro?! Das wird sich auch der Geschädigte gedacht haben, als er vom Notar beziehungsweise vom freundlichen Callcenterpersonal ein zweites und drittes Mal angerufen wurde, unter dem Vorwand, dass weitere Gelder benötigt würden – für Gebühren und Transaktionskosten –, damit der Gewinn besonders schnell überstellt werden könne. So zahlte der Geschädigte durch das Ukash-Verfahren insgesamt 2.600 Euro vorab. Einen Gewinn erhielt er jedoch nie.
Sofort auflegen!
Es gibt sehr viele Beispiele dieser Abzocke: Mal werden 40.000 Euro als Gewinn versprochen, mal ein nigelnagelneuer Mercedes, und in diesem Fall ein Werttransport in Höhe von 90.000 Euro. Verantwortlich ist in allen Fällen ein Callcenter-Abzocker mit Sitz in der Türkei. Dabei handelt es sich dann um Mitarbeiter, die häufig aus Deutschland stammen und Opfer hierzulande mit lukrativen Angeboten ködern. Und das klappt zumeist auch bei Menschen, die sonst nie an Gewinnspielen teilnehmen. Die Polizei warnt eindringlich vor diesen Machenschaften, denn gerade durch die Tatsache, dass die Abzocker aus der Türkei heraus agieren, haben hiesige Behörden keine effektive Handhabe gegen die Betrüger. Wenn ihr ein derartiges Angebot erhaltet, solltet ihr sofort auflegen! Lasst euch nicht bequatschen und geht einfach davon aus, dass seriöse Gewinnspielanbieter mindestens ein Schreiben an euch übersenden. Bleibt bei solchen Fällen stets skeptisch und gebt keinesfalls Bankverbindungen heraus. Und ihr könnt zudem sicher sein, dass seriöse Anbieter niemals Geld von euch sehen möchten, um einen Gewinn zu erhalten.
Abzockmethode – Vorkasse, um Gewinn zu erhalten
Verfasst von tellows.de Team unter Wissensbasis am 22. November 2011
Wenn ihr im Voraus zahlt, der Gewinn aber ausbleibt
Über Tellows habt ihr vielleicht schon vor der dreisten Vorauskasse-Abzocke gehört. In diesem Fall schwindelt ein Anrufer dem Angerufenen einen Gewinn in beträchtlicher Höhe vor. Um diesen Gewinn zu erhalten, müsse man lediglich eine im Verhältnis zum Gewinn recht kleine Summe vorab überweisen. Diese Vorkasse wird oftmals als Mehrwertsteuer, Transaktionsgebühren oder auch als Überstellungsgebühren bezeichnet. Sehr oft wird in diesem Zusammenhang von Geschädigten auf eine Firma in Istanbul hingewiesen, von wo aus der Gewinn dann überstellt werden soll. Damit werden auch die entsprechenden Vorab-Gebühren in der Praxis gerechtfertigt.
Statt Gewinn ist das Geld weg
Es ist durchaus vorgekommen, dass gutgläubige Personen eine Summe in Höhe von mehreren Hundert Euro überwiesen haben – mit der Vorfreude auf den hohen Gewinn. Und das nutzen die Betrüger schamlos aus. Denn oftmals rufen diese erneut an und bitten um eine weitere Vorabzahlung, denn wer einmal zahlt, macht das in Erwartung des hohen Gewinns unter Umständen noch mal – teilweise mit Erfolg, wie ein konkretes Beispiel zeigt, bei dem eine 60jährige Dame mehrere Hundert Euro überwiesen hat. Ein Gewinn blieb selbstverständlich aus. Das Geld war weg, die Polizei wurde eingeschaltet und ermittelt in diesem Fall.
Wenn ihr Geld überweist …
… solltet ihr wissen, dass es nicht so einfach ist, den Betrag zurückzuholen. Denn in diesem Fall müsst ihr auf die Gunst des Empfänger-Kreditinstituts und des Empfängers selbst hoffen. Willigt dieser in die Erstattung nicht ein, ist das Geld auf normalem Weg nicht mehr zurückzuholen. Und gerade in diesem Bereich verwechseln viele die Überweisung mit der Abbuchung. Denn wenn Geld von eurem Konto per Lastschrift abgebucht wird, habt ihr mehrere Wochen die Möglichkeit, eure Bank anzuweisen, das Geld zurückzuholen – was in der Regel ohne größere Probleme geschieht. Wie beschrieben ist das aber bei der Überweisung nicht der Fall, sodass ihr hier unbedingt unterscheiden müsst. Die Praxis zeigt – wie ihr in weiteren Tellows-Blogeinträgen lesen könnt –, dass es sehr viele ähnliche Fälle von Telefonbetrug gibt, bei dem ein Gewinn versprochen wird, für den eine monetäre Leistung im Voraus entrichtet werden muss. Das ist keinesfalls die Regel und äußerst unüblich, sodass euch seriöse Gewinnspielanbieter niemals auffordern, eine Summe zu überweisen, um eine höhere Summe zu erhalten. Ihr könnt daher generell davon ausgehen, dass ihr hier mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem Abzocker sprecht.
Zielgruppe für die Abzocke
Viele von euch werden sich fragen, wie man derartig offensichtlichen Abzockmethoden auf den Leim gehen kann. Ihr müsst aber davon ausgehen, dass Betrüger eher ältere Personen anvisieren. Gerade solche, die über derartige Machenschaften noch nicht informiert wurden und das heutzutage zur Verfügung stehende Medienrepertoire nur sporadisch bis kaum nutzen. Es kann sich auszahlen beziehungsweise Geld sparen, wenn ihr eure älteren Mitmenschen über entsprechende Abzockemethoden in Kenntnis setzt.




