Posts Tagged Bandansage

Neue Betrugsmasche mit Reinigungsservice

Der freiste Versuch, euch zum Rückruf zu bewegen

Wenn ihr in einem Mehrfamilienhaus wohnt und eines Tages einen Zettel einer Putzfirma im Treppenhaus oder in eurem Briefkasten vorfindet, mag das den einen oder anderen nicht großartig bewegen. Und das ist gut so. Denn wer sich wundert, dass das Treppenhaus mit einmal von einem professionellen Reinigungsservice geputzt werden soll, und die auf dem Zettel angegebene Servicenummer anruft, ist schnell Geld los. Denn Ziel dieser Zettel scheint es zu sein, euch zum Rückruf zu bewegen und Geld abzuzocken.

Vor-Ort-Termin wird angekündigt

Auf dem Schreiben wird ein Termin angekündigt, zu dem der Putzservice kommt. Falls euch der Termin nicht passt, könnt ihr durch einen Rückruf einen neuen Termin abstimmen – so steht es zumindest auf dem Zettel. Wer hier jedoch anruft, wird bares Geld los. Anstelle einer freundlichen Angestellten meldet sich eine Computerstimme, die per Band anordnet, man möge nun die Taste „1“ drücken, um einen neuen Termin abstimmen zu können.

Nicht anrufen!

Ihr könnt euch vor dieser Art von Masche nur dann schützen, wenn ihr nicht anruft beziehungsweise wenn ihr den Anordnungen des Gegenübers nicht nachkommt. Denn wenn ihr die „1“ wählt, wird euch ein Service in Rechnung gestellt, der niemals stattgefunden hat. Derzeit kursieren ähnliche Fälle. So kann der Reinigungsservice-Trick nur einer von vielen sein. Denn oftmals berichten Angerufene von einer Computerstimme, die sich am Telefon als Polizist ausgibt und ebenfalls dazu aufruft, die Taste „1“ oder eine bestimmte Kombination zu wählen. Alternativ sollt ihr hier eine sogenannte Aufforderungs-SMS versenden – das sagt zumindest die Computerstimme. Wenn es sich um Abzocke handelt, werdet ihr in den kommenden Tagen oder Wochen vermutlich einen weiteren Rechnungsposten auf eurer Mobilfunkabrechnung feststellen, die ungerechtfertigt ist und ohne Erbringung einer Leistung eingefordert wird – ausgelöst durch das Drücken der Taste „1“ oder aber durch eine harmlose SMS.

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Warteschleifen – wann sie endlich komplett kostenlos werden

Die Bestimmung im Telekommunikationsgesetz

Man hört dieser Tage viel über eine Verbesserung für Verbraucher im Telekommunikationssektor. Gleichzeitig sprechen viele Medien von einer Verschiebung der längst fälligen Änderung des Gesetzes. Denn dieses hat das Ziel, euch als Verbraucher besser zu schützen. Die Änderungen erstrecken sich auf diverse Bereiche. Unter anderem soll Schluss mit endlos lange und teuren Warteschleifen sein. Außerdem sollt ihr euren Festnetz- und Internetprovider künftig leichter wechseln können. Ferner werdet ihr besser vor Call-by-Call-Kostenfallen geschützt.

Änderungen ab 2012

Das neue Telekommunikationsgesetz tritt im Jahr 2012 in Kraft. Bis dahin heißt es warten. Aber das Warten lohnt sich aus Verbrauchersicht. Lästige Warteschleifen sollen komplett kostenlos werden. Allerdings dauert die Umstellung von kostenpflichtig auf kostenlos ein volles Jahr an. Denn so lange haben die Warteschleifenbetreiber Zeit, um auf das kostenlose System umzustellen. In den ersten drei Monaten müssen die Anbieter gar nichts ändern. Die folgenden neun Monate sind teilweise kostenpflichtig: Ihr braucht lediglich in den ersten beiden Minuten der Warteschleife nichts zu bezahlen. Erst ab dem Jahr 2013 ist jede Warteschleife dann komplett kostenbefreit. Unter bestimmten Gesichtspunkten können weitere Kosten für Warteschleifen anfallen. Etwa dann, wenn für die Wartezeit eine Pauschale fällig wird.

Weitere Vorteile für Verbraucher

Wenn ihr den Internetanbieter wechselt, werdet ihr in Zukunft leichteres Spiel haben: Denn der bisherige Provider darf erst dann die Leitung abstellen, wenn klar ist, dass der neue Anbieter auch liefert. So entfallen lästige Umstellungszeiten ohne Internet. Denn die Umschaltung muss binnen eines Tages erfolgen. Der Umzug geschieht auch leichter für Verbraucher. Ihr könnt bald den Telefonanschluss mitnehmen, ohne dass ihr den Vertrag verlängern müsst. Und wenn ihr einmal eine Call-by-Call-Rufnummer verwendet, werden euch vorher stets die Kosten per automatischer Bandansage mitgeteilt.

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Abzocke und Drohanrufe: Lotto 3.000

Der Drohanruf per Bandansage

Es gibt Abzocker, die ganz neue Methoden auffahren, um an das Geld gutgläubiger Verbraucher zu kommen: Drohanrufe per Bandansage. Die Firma Compresent Erfurt GmbH beziehungsweise Lotto 3.000 behauptet dabei, dass der Angerufene eine nicht unerhebliche Geldsumme schuldet – resultierend aus der Teilnahme an einem Gewinnspiel (Lotto 3.000). Das ist an sich nichts Neues, da ihr ja schon bei Tellows erfahren habt, dass es derartige Anrufe zuhauf gibt. Allerdings gehen diese Betrüger besonders dreist vor und bedrohen den Angerufenen am Telefon. Eine automatische, krächzende, hallende und dadurch bedrohlich wirkende Stimme fordert dabei auf, insgesamt 222 Euro an Lotto-Teilnahme- und Mahngebühren zu entrichten. Der Anrufer weist mehrfach darauf hin, dass ihr vor einigen Wochen ein Telefongespräch geführt haben sollt, in dem ihr fernmündlich einer Abmachung – also der Teilnahme an Lotto 3.000 – zugestimmt habt. Der Anrufer behauptet weiter, dass ihr dadurch in der Pflicht steht, den offenen Betrag zu zahlen. Ansonsten würden nur weitere gerichtliche Kosten anfallen. Ferner würde ein Gerichtsvollzieher tätig werden, der dann den Fernseher pfändet!

Einschüchterung als Abzocktaktik

Die automatische Bandaufnahme dauert insgesamt mehrere Minuten und wiederholt mehrfach drohend, worum es geht. Dieser ominöse und offensichtlich unseriöse Anrufer weist darüber hinaus darauf hin, dass er vonseiten seines Chefs wegen euch bereits großen Ärger bekommen hat. Er beschreibt sogar das Büro seines Chefs, das eher eine Gefängniszelle zu gleichen scheint als einem normalen Office. Ein weiteres Druckmittel, mit dem sich die Abzocker Gehör verschaffen und verängstigen wollen. Der Anruf ist dabei schon so skurril, dass viele von euch sofort merken würden, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Zielgruppe der Betrüger ist allerdings auch die etwas ältere Generation. So fallen immer wieder Senioren dieser Machenschaft zum Opfer. Weist daher vor allem eure älteren Bekannten auf diese Anrufe hin.

Hier sieht ihr ein Video zu der Masche:

Hierbei handelt es sich um einen Mitschnitt des Abzocktelefonates. Mit Verweis auf einen angeblich mündlich geschlossenen Vertrag wird der Angerufene dazu gedränkt offene Schulden zu begleichen. Als weiteres Druckmittel setzt der Abzocker auf eine vermeintlich existierende Bandaufnahme, welche ihr Einverständnis zum Vertrag dokumentiert. Zudem droht er, bei der Nichtzahlung der geforderten 222,- Euro, den Gerichtsvollzieher hinzuzuziehen um den Fernseher des Angerufenen zupfänden.

RTL Nachtjournal:

Interview mit Geschädigten, welche bei jeder Tag und Nacht Zeit von Lotto 3000 Drohanrufen terrorisiert werden. Desweiteren zeigt dieses Video einige Hintergrundinformationen zu der Firma Lotto 3000.

Escher – Der MDR Ratgeber

Von den anfänglichen Verlockungen durch Warengutscheine unter Missbrauch bekannter Markenfirmen bis hin zur detektivischen Aufklärungsarbeit durch die Reporter -
Bericht über die Auseinandersetzung einer Rentnerin mit Lotto 3000.

Weitere Informationen in Textform:

Die Oberhessische Presse Marburg berichtet über den typischen Ablauf der Lotto 3000 Abzocktaktik am Beispiel eines 83 jährigen Rentners. Dieser bekommt seit Wochen den oben verlinkten Drohanruf zu den sich bereits stapelnten Rechnungen und Mahnbescheiden. Polizei und Anwalt prüfen den Sachverhalt. Auch verweißt dieser Artikel auf die hinter Lotto 3000 stehende Briefkastenfirma Compresent Erfurt GmbH.

SternTv offeriert nähere Informationen zu dessen Sendung über Telefonabzocke vom 12.10.2011. Unter anderem auch ein Gespräch mit einem Aussteiger, welcher selbst jahrelang von einem Callcenter aus Gewinnspiele verkaufte. Da viele Callcenter im Ausland sitzen umgehen sie deutsches Recht und selbst Callcenter hierzulande brauchen nur mit kleinen Bußgeldern rechnen. Die Telefonnummern erhalten die Callcenter meist auf dem Schwarzmarkt. Desweiteren bietet die SternTv Seite zahlreiche Artikel über weitere nervige Anrufe und wie man diese verhindern kann, sowie Einzelheiten zur momentanen Gesetzeslage zum Thema Telefonabzocke.

Auch der MDR berichtet ausführlich auf seiner Seite über Stand der Justitz im Wirrwarr des Abzockedschungels. Die Chancen vor Gericht gegen die Abzocker zubestehen liegen mit einem erfahrenem Rechtsbeistand sehr gut. Die Landgerichte Berlin und Essen verurteilten bereits sie ersten Täter, weitere Verfahren laufen in Bielefeld, Offenburg und Mannheim. Zudem bietet die MDR Seite weitere Information zu den Fällen aus der oben verlinkten Sendung.

Von Lotto 3000 verwendete Nummern:

01805229080 Die wohl am häufigsten verwendete Nummer mit 8554 Suchanfragen und 24 Kommentaren.

018055837454 und 01805725232 scheinen von Lotto 3000 relativ wenig verwendet worden zu sein. Zu diesen Nummern gibt es derzeit nur einen Kommentar.

0341414527 Die einzige Nummer, welche man einer Stadt zu ordnen kann. 9450 Suchanfragen und 39 Kommentare.

erst eine längere pause und dann auf nachfragen eine weibliche stimme, etwas unbeholfen “Geburtstag von Lotto” … “ausgewählt von ZDF und ARD” … “3 monatiges Abbo Lotto” … “für nur 300 ausgewählte Bundesbürger” …
Auf meine frage, ob dies ein werbeanruf sei, sagte sie “dann lege ich halt auf.” und das tat sie dann auch.
Meine reaktion: Bundesnetzagentur, Formblatt ausfüllen, unterzeichnen und abschicken, bye bye…

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Gewinnmitteilung durch automatische Bandansage! Aber Vorsicht, gewonnen habt ihr nichts!

Wenn der Computer anruft

Zum Zweck der Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung sparen sich einige Anbieter einfach den Callcenteragenten und lassen den Computer zunächst einmal bei euch anrufen. So ist es vorgekommen, dass die Bandansage die freudige Nachricht übermittelt, dass man einen Hauptpreis gewonnen habe. Worum es sich genau handelt, bleibt zunächst einmal ein Rätsel. Ihr werdet lediglich darauf hingewiesen, dass ihr etwas Tolles gewonnen habt.

Auf Gewinnmitteilungen antworten

Im nächsten Schritt hättet ihr nun zwei Möglichkeiten, auf die Gewinnmitteilung einzugehen. Über beide kann aber im Vorfeld gesagt werden: Nicht durchführen! Legt am Besten gleich auf, wenn ihr einen solchen Anruf erhaltet. Hört ihr euch das Spektakel weiter an, weist euch die Bandansage darauf hin, dass ihr ein bestimmtes Wort sagen oder aber eine Taste drücken sollt, um den Gewinn anzunehmen. Nun werden erst die Callagenten tätig, zu denen ihr dann direkt durchgestellt werdet. In einigen Fällen sollt ihr hingegen eine bestimmte Telefonnummer anrufen oder aber eine SMS an einen Dienst versenden, der dann alles Weitere für euch übernimmt – natürlich nur laut Aussage der Stimme auf dem Band.

Kein Gewinn, sondern Kosten

Ob ihr euch direkt durchstellen lasst oder aber eine Nummer anwählt, erfüllt für den Anbieter generell denselben Zweck: Er kriegt euer Geld. Denn ihr stimmt mehr oder weniger unwissentlich einer Abzocke zu, bei der euch der Callcentermitarbeiter dann zumeist in ein Gespräch verwickelt. Manchmal kostet die Gesprächsminute bis zu 1,99 Euro, sodass der Callagent natürlich versucht, euch in ein längeres Gespräch zu verwickeln. Es ist aber auch schon vorgekommen, dass ein Anruf zehn Euro oder sogar mehr kostet, wobei dieser Betrag dann direkt von der Telefonrechnung abgebucht wird – doppelt schwierig, denn das Geld ist nicht so leicht wiederzuholen. Einen Gewinn gibt es selbstverständlich nicht. Denn es handelt sich um klare Abzocke, die euch recht teuer zu stehen kommen kann.

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