Anruf-Abzocker geben sich als Mitarbeiter von Volksbanken oder Sparkassen aus


Vertrauen schaffen und betrügen

Die Berliner Volksbank warnt vor Trickbetrügern, die sich bei Verbrauchern melden und sich als Mitarbeiter der Berliner Volksbank ausgeben. Da wir nicht ausschließen können, dass in diesem Zusammenhang auch die guten Namen anderer Geldinstitute missbraucht werden, möchten wir euch generell raten, genau hinzuhören, wenn sich jemand am Telefon als Mitarbeiter einer Bank ausgibt. Denn in diesem Fall der Abzocke möchten sich Betrüger euer Vertrauen erschleichen, indem sie als besonders seriös erscheinen. Im aktuellen Fall, der der Berliner Volksbank bekannt ist, meldet sich entweder eine Frau Weiß oder ein Herr Doktor Weber telefonisch – zumeist im Großraum Berlin. Ebendieser Anrufer gibt sich als Mitarbeiter der Volksbank aus
und gratuliert im Telefonat zu einem beachtlichen Gewinn in Höhe von beispielsweise 48.000 Euro. Die Summen weichen jeweils ab.

Geld überweisen, um Gewinn zu erhalten

Wenn ihr bereits vom Vorkassebetrug gelesen habt, werdet ihr spätestens jetzt feststellen, dass es sich um ebendiesen handelt: Denn um den Gewinn erhalten zu können, müsse man nach Angaben des Anrufers 680 Euro oder eine vergleichbare Summe vorab an ein Geldinstitut in der Türkei überweisen. Zumeist ist hier konkret von Istanbul die Rede. Wenn ihr im Tellows-Blog regelmäßig nachlest, kennt ihr die Abzocker aus der Türkei bereits. Denn diese rufen bundesweit Personen an, um mit ebendiesen Pseudo-Gewinnen abzuzocken. Dabei werden in der Regel Geldgewinne oder Autos angeboten. Man muss bei dieser Betrügerei stets Geld vorab bezahlen – und zwar immer in die Türkei. Das Geld soll entweder direkt vom Konto überwiesen oder aber mittels Ukash-Karten überstellt werden.

Die Rückrufnummer gehört in diesem Fall der Berliner Volksbank

Sicherlich ist man zuerst einmal skeptisch, wenn man hört, dass man eine Geldsumme vorab überweisen soll, um eine höhere Geldsumme zu erhalten. Die Betrüger gehen aber gut organisiert vor und setzen diverse Mittel der Täuschung ein: Viele Menschen vertrauen ihrer Bank. Wer dann noch Kunde bei der Berliner Volksbank ist, glaubt erst einmal, dass es sich tatsächlich um einen Mitarbeiter der eigenen Hausbank handelt. Denn auf dem Display erscheint eine 030-Nummer für Berlin. Wenn man dann noch glaubt, dass man mit einem Notar spricht, wirkt das erneut seriöser – zudem wirkt die Freude über einen derartig hohen Gewinn massiv auf die Reaktion des Angerufenen ein. Das reicht bereits aus, um Geld abzuzocken. Und besonders tückisch ist die Tatsache, dass nicht nur die Berliner Vorwahl angezeigt wird, sondern dass die 030-Nummer tatsächlich die Rufnummer der echten Berliner Volksbank ist. Wenn ihr nun also aufgelegt habt und die Rückrufnummer wählt, landet ihr bei einem „echten Mitarbeiter“. Und das reicht dann vielen Geschädigten als Beweis für die Seriosität und Echtheit des Angebots aus, sodass das Geld überwiesen wird. Ihr solltet in diesem Zusammenhang aber unbedingt wissen, dass man mit Computertechnik eine Rufnummer für kurze Zeit fälschen kann. Eine vertraut wirkende Rufnummer ist also keinesfalls ein Garant für die Echtheit des Anrufers.

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