Telefonabzocke – heute Medikamente

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Vorsicht bei Medikamentenanbietern

Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt hat auf unseriöse Anrufe von Medikamentenanbietern hingewiesen, die eigenen Angaben zufolge mit günstigen Proben werben. Insbesondere Senioren stehen im Blickpunkt dieser unseriösen Anbieter, dessen Ziel es ist, längerfristige Lieferverträge für Medikamente abzuschließen. Oftmals werden die Pillen mit einer Verbesserung der Konzentration oder Durchblutung beworben.

Monatliche Kosten von bis zu 100 Euro

Wer eine Probe bestellt und gleichzeitig einen mündlichen Vertrag abschließt, bleibt schnell auf monatlichen Kosten in Höhe von 50 oder gar 100 Euro hängen – gerade dann, wenn der Anbieter nachweisen kann, dass dem Vertrag zugestimmt wurde. Denn diese weisen im Zweifelsfall auf die aufgezeichneten Telefonate hin und mahnen den fälligen Betrag durchaus auch an. Es gibt einige Namen, die im Zusammenhang mit Medikamenten-Calls immer wieder fallen, unter anderem Helvetia Vital, Medi-Pharm, Vitaciti oder auch Medivatis. Die Proben sind dabei unverhältnismäßig günstig. Es erfolgt aber automatisch ein längerfristiges Lieferverhältnis mit den genannten Folgekosten.

Mündlichen Vertrag widerrufen

Generell sind mündlich getätigte Verträge rechtmäßig – gerade dann, wenn eine Tonbandaufzeichnung vorliegt. Ihr könnt jedoch ein kleines Schlupfloch nutzen und laut Verbraucherzentrale die Lieferung weiterer Medikamente schriftlich widerrufen. Denn telefonisch geschlossene Verträge sind nur dann rechtens, wenn im Detail auch über die Kosten, Laufzeit und Lieferperioden gesprochen wird. Generell gilt, dass seriöse Anbieter immer auch schriftlich nachfassen – also bei Interesse eurerseits ein schriftliches Angebot vorlegen. Ihr solltet daher darauf achten, möglichst niemals telefonische Einwilligungen zu formulieren. Denn wenn ihr nichts zugestimmt hat, kann der Anbieter seine Anruf-Mitschnitte nicht zu euren Ungunsten verwenden.

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2 thoughts on “Telefonabzocke – heute Medikamente

  1. manu

    der autor hier sollte sich erstmal rechtsmäßig schulen lassen!!!

    wenn die überhaupt etwas vom telefongespräch mitschneiden dürfen, dann nur wenn sie entweder (das macht zum beispiel 1&1 internet) darauf hingewiesen haben, dass das gespräch aufgezeichnet wird (und auch dann kann man das trotzdem verneinen, denn eine zustimmung muss vorliegen) oder die fragen direkt im gespräch selbst „dürfen wir das gespräch mitschneiden?“.

    ein unrechtmäßig mitgeschnittenes telefongespräch ist vor gericht rein gar nichts wert. und deswegen kann man den angeblich abgeschlossenen mündlichen vertrag ganz einfach anfechten, da der anbieter der leistung (die firma oder der call-center selber) das zustande-kommen des vertrages beweisen muss.

    ausserdem wollen manche nur mit rechtsmitteln drohen, da das viele verschreckt, in wirklichkeit wollen die meist aber gar nicht vor gericht gehen, weil die selbst wissen, dass es wenig aussichtsreich ist. und zudem weiss man dann ganz genau mit wem man es in real zu tun hat. und wenn ich deren daten bekomme, sammel ich für eine sammelklage gegen die.

    zudem könnte man die wegen unerlaubter telefonwerbung anzeigen, da die genau nachweisen müssen, wie die an meine daten und telefonnummer kommen. da nützt und gelten dann keine aussagen wie „sie haben ja an einem gewinnspiel bereits mitgemacht“ oder „wir sind nur der call-center für eine andere firma“.

  2. Pandora

    zu oben: Ich habe schon mit mehreren Anbietern gesprochen. Teilweise läuft Band und man drückt Nummer für Auf-bzw. Nichtaufzeichnung, aber: Nicht alle realen Personen fragten immer ob sie aufzeichnen dürften z. B. O2, Vodafone u.a.

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